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Asphalt 3D im Test

11. April 2011 | 10:00 Geschrieben von : Keine Kommentare

Neben Ridge Racer 3DS ist Asphalt 3D das zweite Rennspiel, das zum Launch des Nintendo 3DS auf den Markt kam. Die Asphalt-Reihe hat zwar nicht ganz so viele Jahre auf dem Buckel wie Ridge Racer, gehört inzwischen aber zumindest auf Handys bzw. Smartphones mit zu den besten Rennspielen.

Mit Asphalt 3D veröffentlichte Ubisoft ein Rennspiel für den Nintendo 3DS, das iPhone-Nutzern sicherlich bekannt vorkommen dürfte. Dabei handelt es sich nämlich um ein angepasstes Asphalt 6. Damit schon der erste Kritikpunkt: Der Preis, denn die iPhone-Version kostet gerade mal nur um die fünf bis sechs Euro und die 3DS-Fassung kostet knapp das 7-Fache.

Was uns sonst noch so abgeschreckt oder auch gefallen hat, lest ihr in unserem Test.

Aktueller Trailer

Das hat uns gefallen

Ordentlicher Umfang: 42 lizenzierte Autos und Motorräder, die in 17 verschiedenen Städten der Welt herumfahren dürfen, klingen doch gut. Darunter finden sich Marken wie BMW, Audi, Ferrari, Ford, Mercedes, Nissan und Lamborghini. Die jeweiligen Autos und natürlich auch Motorräder sind sehr detailliert und erinnern sofort an ihre großen Vorbilder. Die fahren dann etwa an Skipisten in Aspen vorbei, lassen sich in Miami die Sonne auf den Lack scheinen oder heizen durch Paris, Berlin, Las Vegas oder Kapstadt.

Sehen lassen können sich auch die vielen Modis, darunter etwa der obligatorische Karriere-Modus und das Freie Rennen. Außerdem mit dabei Zeitrennen, Verfolgungsjagd, Straßenkampf, Driftrennen, Duell und noch ein paar mehr. Bei der Verfolgungsjagd zum Beispiel hängt einem die Polizei im Nacken – und sollte man sich erwischen lassen, ist die Runde vorbei.

Das Herzstück ist aber eben der Karriere-Modus, wo man sich zu Beginn eines von wenig verfügbaren Fahrzeugen auswählt und mit den Rennen Geld verdient. Damit lassen sich dann weitere Autos kaufen und oberflächlich tunen. Dadurch man Erfahrungspunkte sammelt, steigt man im Level auf und schaltet ebenso Upgrades, Sponsoren und Dekos frei. Eine sehr nette Dreingabe sind aber die Sponsoren, die einem mit Boni aushelfen. Zum Beispiel bekommt man am Anfang durch den Sponsor Royal Purple einen zehnprozentigen Bonus auf das Handling sowie einen Beschleunigungs-Bonus von sieben Prozent. Letztendlich bringt man seine Statuswerte durch Sponsoren etwas auf Vordermann. Es gibt keinen Nachteil, außer vielleicht, dass man nur einen Sponsor haben kann.

Was ebenfalls sehr schön ist, sind die StreetPass-Funktionen, auch wenn wir diese mangels zweitem Asphalt-Spiel nicht testen konnten. Man schickt und empfängt automatisch Daten von anderen Spielern und kann die Leistung mit Freunden oder eben anderen Spielern vergleichen. Witzigerweise erhält man Geld, sofern man denn mehr Erfahrungspunkte als die getroffenen Spieler hat. Mit StreetPass hat man zudem Zugang zur viralen Rangliste, zum viralen Ghost und zur Belohnungstabelle.

Es gibt auch einen Multiplayer, den man lokal mit bis zu fünf weiteren Spielern spielen kann. Da wir nur ein Exemplar von Asphalt 3D haben, konnten wir den Multiplayer nicht testen. Ihr erahnt sicherlich schon, worauf wir hinaus wollen: einen Online-Multiplayer sucht man vergebens. Technisch sicherlich machbar, Street Fighter macht es ja vor, wie gut das Ganze auf dem Nintendo 3DS funktioniert. Aus welchen Gründen da nun kein Online-Multiplayer enthalten ist, wissen wir nicht. Das Potential ist da, wird aber nicht genutzt – schade.

Unkompliziert: Asphalt 3D ist das typische Arcade-Rennspiel. Die Steuerung geht in Ordnung, gerade durch das Schiebe-Pad steuern sich die Autos dynamischer und direkter, was vor allem bei entgegenkommendem Verkehr enorm hilfreich ist. Währenddessen gebt ihr mit dem A-Button Gas und mit dem B-Button bremst ihr bzw. geht in den Drift-Modus. Die Tastenbelegung ist nicht ganz so optimal, besser wäre es gewesen, wenn das Gas auf dem Y-Button gewesen wäre, da schnellere Reaktionen nicht immer flüssig ablaufen.

Jedenfalls ist der Schwierigkeitsgrad für Genre-Neueinsteiger sehr moderat gehalten, erst später dreht die Künstliche Intelligenz ordentlich auf. Dann sind selbst die Polizei-Fahrzeuge, die hin und wieder auftauchen, sehr hartnäckig. Je mehr Chaos man auf den Strecken anrichtet, desto höher wird auch der Fahndungslevel und die Polizei aggressiver.

Etwas mehr Würze verleiht wieder der Nitro, den man auf den Strecken an nahezu jeder Ecke findet. Er ist der wichtigste Bestandteil von Asphalt 3D bzw. der gesamten Reihe – und ohne dessen Nutzung sieht man nur die Rücklichter der Gegner. Man ist also ständig damit beschäftigt, sein Nitro aufzuladen und es sinnvoll einzusetzen. Sinnvoll in dem Sinne, in Kurven die Finger von dem Nitro-Boost-Knopf zu nehmen.

Das hat uns weniger gefallen

Hallo? Kollisionsabfrage?: Technisch gesehen, sieht man mal von den detaillierten Autos ab, ist Asphalt 3D grundsolide. Was aber so richtig für Magenschmerzen sorgt, ist die grottenschlechte Kollisionsabfrage. Besonders auffällig ist dies bei einer Abkürzung im verschneiten Aspen, wenn man mit seinem Fahrzeug über eine Schanze fährt und auf einem Dach landet. Dann zuppelt und zuckt das Fahrzeug hin und her. Stößt man mit anderen Fahrzeugen zusammen, kommt es nicht nur häufig zu einem gummiballähnlichen Effekt – die Kamera zuckt und schlendert herum, was regelrecht für Kopfschmerzen sorgt.

Man hat auch das Gefühl, als fahre man einen Panzer. Während Autos auf der rechten Spur wie Flummis weggeschubst werden können, sieht es bei entgegenkommenden Fahrzeuge wieder ganz anders aus. Dann wird das eigene Fahrzeug weggeschleudert und man landet in den meisten Fällen ein paar Plätze hinten. Was den 3D-Effekt betrifft, so hilft dieser zwar Abstände besser einschätzen zu können, ganz so beeindruckend gestaltet sich dieser aber nicht. Zudem gibt es häufiger Framerate-Einbrüche, ganz egal, ob der 3D-Effekt ausgeschaltet ist oder nicht.

Schlusswort

Asphalt 3D ist nicht das beste, nicht das umfangreichste und auch nicht das spaßigste Rennspiel. Asphalt 3D ist ein gutes Beispiel dafür, unter wie viel Druck die Entwickler doch gestanden haben müssen, das Spiel schnellstmöglich fertig zu bekommen. Gerade die schreckliche Kollisionsabfrage und die nervigen Framerate-Einbrüche sind ziemliche No-Gos in diesem Genre.

Es ist aber auch nicht das schlechteste Rennspiel. Asphalt 3D bietet einen sehr angenehmen Umfang und man muss sich einfach nur darauf konzentrieren, sein Nitro zu zünden und die anderen Fahrzeuge zu überholen, während eine intuitive, aber nicht ganz so optimale Steuerung zum Einsatz kommt. Etwas Potential verschenkt wurde gerade bei dem Multiplayer, hier gibt es keinerlei Onlinefunktionen. Im Moment ist man mit Ridge Racer 3D im Hinblick auf das Gameplay besser beraten, Asphalt 3D hat aber ebenso eine Chance verdient.

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