Baby Wildkatzen – Test (DS)

7. Januar 2010 | 20:55 Geschrieben von : Keine Kommentare

Viele unter euch dürften mittlerweile wissen, dass der Nintendo DS regelmäßig von Tierpflege-Spielen überschüttet wird. Mamis und Papis, die ihrem Kinder etwas Gutes tun wollen, sind in der Regel oftmals überfordert, um die richtigen Spiele herauszusuchen. In unserer Kategorie Young, die demnächst weiter ausgebaut wird, möchten wir euch Einblicke in Spiele für die jüngere Zielgruppe geben und durch Tests Kaufentscheidungen leichter machen.

Heute testen wir das Spiel Baby Wildkatzen, das sich hauptsächlich an junge Mädchen orientiert und ihnen die Möglichkeit bietet, sich um ein virtuelles Haustier zu kümmern. Haustier mag in dem Fall durchaus kurios klingen, da Wildkatzen nicht etwa kleine schmusige Tiere sind, sondern Löwen, Tiger oder auch Pumas. Alles beginnt damit, dass man sich seine eigene Wildkatze heraussuchen kann. Gleichzeitig wird auch der Schwierigkeitsgrad angezeigt. Gleich danach lässt sich noch die Lieblingsfarbe der Katze auswählen und das „Abenteuer“ beginnt.

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Das hat uns gefallen

Wie gehabt: Die Katzen bzw. Raubkatzen müssen natürlich ständig gepflegt werden. Die Pflege bzw. die Möglichkeiten ansic sind relativ üppig. Eine Statistik gibt dabei Auskunft über die Gesundheit, das Futter, die Pflege und den Lifestyle. Jeder dieser Kategorien ist nochmals in sechs Punkte aufgeteilt. Nehmen wir als Beispiel mal die Pflege her. Hier reicht es nicht, wenn man den kleinen Racker kurz einmal mit der Bürste bearbeitet. Ihr müsst Fellpflege, Zahnpflege, das Föhnen, Bürsten, den Schlaf und die Toilette berücksichtigen. Ab und zu gibt euch euer Liebling auch Hinweise, was er denn im Moment bevorzugt. Damit man auf eines dieser Dinge eingehen kann, steht einem der spezielle Raum für Pflege zur Verfügung. Das Bürsten funktioniert wie gewohnt mit dem Stylus und einer virtuellen Bürste und das Waschen und Abspülen ebenso ähnlich mit Schaum und Waschbrause. Auch schön an der ganzen Sache ist, dass ihr nicht einfach nur mit dem Stylus auf einer bestimmten Stelle ruppelt, sondern ihr euch verschiedenen Körperbereichen annehmen müsst. Auch cool: Föhnen könnt ihr mit eurem Atem. Die anderen Bereiche sind ähnlich gestaltet. Immer müssen auch andere Teilbereiche berücksichtigt werden.

Alles eine Sache der Gewöhnung: Besonders gefallen hat uns, dass die Katzen nicht einfach nur starre Gesellen sind, sondern sich über die vielen verschiedenen Dinge, wie etwa das Füttern oder Spielen freuen. Am Anfang merkt man, dass die Kleinen noch etwas zurückhaltend sind. Später aber, sobald das Eis zwischen dem Spieler und seinem Haustier geschmolzen ist, haben sie mehr Vertrauen und es scheint so, als ob man das als Spieler auch von ihnen zurückbekommt.

Ein kleines Paradies: Die Katzen sind in einem Wohnhaus gut aufgehoben. Das Haus bietet verschiedene Türen, die je ihr eigenes Thema bzw. ihre eigenen Möglichkeiten bieten. Da gibt es etwa das Spielzimmer, das Bad, den Garten, die Küche, das Badezimmer, das Schlafzimmer und den Fitnessraum. Jedes dieser Zimmer erfüllt seinen Zweck und sollte je nach Laune und Befinden des Tieres regelmäßig besucht werden. Auch viele kleine Details haben wir entdeckt. So hat uns besonders der Lichtschalter im Schlafzimmer gefallen. Damit kann man nicht nur das Licht ein- und ausschalten, sondern auch eine spezielle Beleuchtung aktivieren, mit der das Ambiente etwas angenehmer wird. Zudem lassen sich die jeweiligen Räume mit Möbel und Accessoires ausstatten. Bleiben wir doch gleich im Schlafzimmer: Ein Traumfänger für angenehmere Träume über das Bett macht sich doch gut. Und damit die Katze einschlafen kann, könnt ihr ihr etwas über das Mikrofon vorsingen oder ein Märchen erzählen lassen. Die Sprache des Märchens klingt allerdings etwas eigenartig und lässt sich nicht entziffern – wahrscheinlich eine Fantasiesprache. Und überhaupt ist das Mikrofon in dem Spiel ständig aktiv. Falls im Schlaf oder auf der Toilette ein lautes Geräusch auftaucht, kann das die kleine Raubkatze aufschrecken. Ansonsten lassen sich im Schlafzimmer auch die nötigen Medikamente geben, sofern das Tier einmal krank werden sollte.

Tamagotchi lässt grüßen: In Baby Wildkatzen könnt ihr zwei verschiedene Zeit-Modis einstellen. Standardmäßig ist die virtuelle Zeit eingestellt. Das bedeutet, dass die Zeit in dem Spiel erst dann weiterläuft, sobald ihr eueren Spielstand geladen habt. Seid ihr aber mehr auf Realität aus, wird der DS fast zum Tamagotchi. Schaltet ihr euren DS aus, läuft die Zeit intern trotzdem weiter. Das bedeutet also, dass ihr in regelmäßigen Abständen nach eurer Katze schauen solltet, um ihre Bedürfnisse zu befriedigen.

Schöne Grafik: Generell führen wir die Technik eines Spieles nur in unseren Tests auf, sofern sie überdurchschnittlich gut oder überdurchschnittlich schlecht ist. In Baby Wildkatzen ist die Grafik ziemlich gut gelungen und bietet eine fast ruckelfreie 3D-Umgebung. Sehr gefallen haben uns kleine Effekte, wie die bereits genannte Beleuchtung im Schlafzimmer. Auch beim Kämmen des Felles sieht man, wie kleine Härrchen zu Boden fallen. Und die Animationen der Wildkatzen sind einfach nur putzig. Die Menüs sind stets übersichtlich.

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Das hat uns weniger gefallen

Einfach so in den Raum geworfen: Gleich am Anfang, nachdem die Einstellungen getroffen wurden, findet sich die Katze in einem Zimmer wieder. Als Gedankentext steht dort: „Spielen tu‘ ich für mein Leben gern“. Das könnte ein erster Hinweis darauf sein, was man als nächsten zu machen hat. Doch leider wird hier nicht erklärt, was zu tun ist und was für Möglichkeiten man hat. Rechts auf dem Touchscreen sind drei Symbole, die sich uns anbieten. Da gelangt man unter anderem in die Spielen-Kategorie, wo sich etwa ein Stoffhase oder ein blauer Wollknäuel auswählen lassen. Was uns hier ab generell gestört hat, war, dass man einfach so in den Raum geworfen wurde, ohne Erklärungen oder einem Tutorial.

Gewöhnungsbedürftige Steuerung: Gesteuert wird ausschließlich mit dem Stylus. Das funktioniert in den Menüs zwar noch ganz gut, doch sobald man sein kleines Kätzchen durch die Gegend tragen möchte, geht es bergab. Und durch die Gegend tragen muss man das Tier sehr oft, da ein Wechsel zwischen den Räumen anders nicht nicht möglich ist. Man hält den Stylus auf dem Bildschirm und die Raubkatze wird in die Luft gehoben. Danach agiert man sie zu einer Stelle oder zur nächsten Türe. Uns hätte hier mehr gefallen, wenn man die Räume einfach mit einem Klick oder durch eine virtuelle Karte hätte wechseln können. Zumal es Ladezeiten zwischen jedem Wechsel gibt und man Raum für Raum wechseln muss, bis man zum Spielzimmer, Küche und Co. kommt.


Schlusswort

Baby Wildkatzen für den Nintendo DS hat uns deshalb überzeugt, weil diesmal keine kleinen schmusigen Tiere zu pflegen sind, sondern wilde Raubkatzen. Die Raubkatzen selbst sind zwar verspielt, aber niemals bissig oder gefährlich. Das Spielprinzip läuft nahezu immer identisch ab, bietet allerdings viel Abwechslung und vor allem viele Möglichkeiten. Besonders in der Hinsicht, dass man etwa bei der Pflege verschiedene Körperpartien einbeziehen muss. Und im Garten kann sich die große Katze nach Belieben austoben. Am Anfang besitzt ihr nur sehr wenige Spielsachen, später bekommt ihr mehr geschenkt und könnt den Garten damit zupflastern. Weniger gefallen haben uns die sehr gewöhnungsbedürftige Steuerung und das fehlende Tutorial bzw. direkte Hinweise am Anfang. Einzig die Anleitung hilft den Spielern. Wessen Kind schon genug Spiele mit schmusigen Vierbeinern hat, könnte viel Spaß mit Baby Wildkatzen haben.

Das Spiel könnte interessant sein für: Mädchen ab sieben Jahren


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