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Disney Universe im Test

7. November 2011 | 10:00 Geschrieben von : 2 Kommentare

Wer hat sich als videospielbegeisterter Disneyfan nicht schon immer ein Spiel gewünscht, in dem sämtliche Disney-Figuren vorkommen? Während Kingdom Hearts diese Träume schon seit Jahren mehr oder weniger wahr werden lässt, geht Disney Universe einen Schritt weiter und lässt euch nicht nur durch kunterbunte Disneywelten hüpfen, sondern auch Donald Duck, Micky Maus und Co. steuern. Zumindest auf den ersten Blick, denn statt die beliebten Disney-Figuren zu dirigieren, spielt ihr mit als Disney-Figuren verkleideten Charakteren – sofern ihr das denn wünscht.
Die Geschichte ist schnell erzählt: Der Fiesling Hex infizierte das Universum mit einem Computervirus und schickt jede Menge Schergen in die sonst so fröhliche Welt. Die Aufgabe ist also klar: Der Frieden muss wieder Einzug halten, die Schergen muss der Hintern versohlt und dem bösen Hex muss ein für allemal das Handwerk gelegt werden.

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Das hat uns gefallen

Einsteigerfreundlich: Disney Universe richtet sich an das jüngere Publikum. Das wird hauptsächlich durch den gemäßigten Schwierigkeitsgrad deutlich. Zwar segnen auch erfahrene Spieloer regelmäßig das Zeitliche, da einfach viel los auf dem Bildschirm ist und ständig Hex‘ Schergen den Spieler an den Kragen wollen. Allerdings ist es so, dass man nach dem Ableben einfach wieder an die letzte Stelle gesetzt wird und ab dort weitermachen kann. Im Grunde kann man also nicht verlieren. Hinzu kommt ein Pfeil, der den Spielern immer exakt die Stelle zeigt, die sie ansteuern möchten. Leichte Rätsel runden das Ganze ab, wenn man es denn überhaupt Rätsel nennen kann.

Diese erinnern ein wenig an die LEGO-Reihe von Warner Bros. Häufig müssen irgendwelche Objekte auf eine Art Podest platziert werden, um Hindernisse aus dem Weg zu räumen oder einen neuen Weg freizugeben. Währenddessen zeigt der Pfeil immer die Richtung an, wo sich das Objekt und wo sich schließlich das Podest befindet. Wer möchte, kann den Pfeil aber auch deaktivieren und so den Schwierigkeitsgrad etwas erhöhen.

Disney, wohin das Auge blickt: Disney Universe heißt nicht umsonst so. Das Tolle ist eben, dass ihr ständig an bekannte Disney-Orte reist, die an Disney-Filmen angelehnt sind, wie etwa Die Monster AG, Der König der Löwen, Aladdin, Alice in Wonderland von Tim Burton, Pirates of the Caribbean und Wall-E. Jede dieser Welten verfügt über ihr ganz eigenes Aussehen und bekannte Orte aus den Filmen. Alleine die Hintergründe der Welten sind ein echter Augenschmaus und zeigen einige sehr schöne Details. Unter anderem geht es nach London Pirates of the Caribbean, in das bekannte Kinderzimmer aus der Monster AG und auf den Königsfelsen aus Der König der Löwen.

Während ihr die insgesamt sechs Welten mit den zahlreichen Levels durchstreift, könnt ihr euch als eure Lieblingsfigur aus dem Disney-Unversum verkleiden. Anfangs stehen nur wenige Kostüme zur Auswahl, wie etwa Micky Maus, Donald Duck, Tron, Pumba und Jasmin aus Aladdin. Im Verlauf des Spieles könnt ihr aber weitere Kostüme freischalten und auf insgesamt 45 Stück kommen. Darunter befinden sich dann auch etwa die Grinsekatze aus Alice, natürlich Captain Jack Sparrow und Robin Hood. Wer noch mehr Auswahl braucht, für den bietet Disney mit der Zeit weitere Kostüme zum Herunterladen an – allerdings kostenpflichtig.

Auf in das Abenteuer: Im Grunde müsst ihr bei jedem Level zum Ziel gelangen und währenddessen ein paar Aufgaben erledigen. Den Anfang macht Pirates of the Caribbean, wo man etwa mit Kanonen Tore aufschießen oder gar ein großes Piratenschiff zum Kentern bringen muss. Zudem gibt es eine Szene, in der vom Meer aus eine Stadt in Beschuss gerät, wodurch sie anfängt zu brennen. Ihr müsst dann Wasser holen und das Feuer löschen. Später dann geht es sogar unter Wasser, wobei man sich allerdings erst in eine Art Zombie verwandeln muss, da die normalen Charaktere nicht im Wasser atmen können. Aber auch eine Meerjungfrau taucht auf, die ihre Tränen verliert und die man einsammeln muss. Übrigens wurde jedes Objekt an die entsprechende Disneywelt angepasst – statt Kanonen, finden sich bei Alice beispielsweise Zuckerwürfel, die durch einen Löffel Dinge zerstören können.

Mit der Zeit sammelt ihr goldene Münzen in Form der Silhouette von Micky Maus auf und könnt euch dadurch neue Welten erkaufen. Ob ihr mit genug Münzen nach Fluch der Karibik etwa gleich Alice im Wunderland trefft oder in der Welt von Aladdin Hex‘ Schergen den Gar ausmacht, ist euch überlassen. Die Kämpfe sind sehr simpel aufgebaut – im Grunde drückt ihr immer wieder den gleichen Knopf und verpasst den Fieslingen so einen Satz heiße Ohren. Dafür habt ihr verschiedene Waffen zur Auswahl (je nach Kostüm), wie etwa Schwerter, ein Musikinstrument, eine Fahnenstange und viele weitere kuriose Gegenstände.

In jedem Abschnitt gibt es auch mehrere Power-Ups, die dem Helden für kurze Zeit ebenfalls kuriose Waffen in die Hand drücken, sei es die ganz normale Laserpistole oder einen Schlaghammer, mit dem man den Gegnern über den Köpfen hinweg Benehmen einhämmern kann. In jedem Abschnitt sind zudem drei Extraobjekte versteckt, mit denen sich Konzeptgrafiken und zusätzliche Musik freischalten lässt. Apropos Musik: Diese ist super gelungen, erinnert auch ein wenig an die Disney-Filme, bietet aber sonst kaum bekannte Melodien. Das ist dann doch etwas schade.

Witzig sind zudem einige Minispiele, die in Form eines Spieleautomaten in jeder Welt angezeigt werden. So muss man beispielsweise eine gewisse Anzahl an Gegnern erledigen, ohne Schaden zu nehmen. Oder aber man muss Bomben in einer bestimmten Zeit ausweichen.

Das hat uns weniger gefallen

Dies und Das: Wollt ihr nicht alleine spielen, könnt ihr auch drei Freunde hinzuholen und somit zu viert das Abenteuer absolvieren. Das ist auch wirklich spaßig, doch leider waren die Entwickler hier nicht kreativ genug. Wer nämlich auf Rätsel oder Abschnitte hofft, für die man Teamarbeit benötigt (Stichwort LEGO-Spiele), wird enttäuscht. Das ist wirklich sehr schade, denn vielmehr geht es in dem Mehrspieler-Modus darum, Gegner zu erledigen.

Zudem wird manchmal ein wenig zu viel für das Auge geboten, wodurch das Spielgeschehen ein klein wenig zu chaotisch und unübersichtlich wirkt. Das ist gerade bei den Kämpfen der Fall, wenn immer wieder diese roten, fiesen, kleinen Schergen von Hex auftauchen und man trotz genügend Aufmerksamkeit und Geschicklichkeit immer wieder das Zeitliche segnet. Die ständig herabfallenden Münzen tun dem Ganzen keinen Gefallen.

Schlusswort

Was mir an Disney Universe ganz besonders gefällt, sind die liebevoll gestalteten Welten, die bekannte Orte aus den Disney-Filmen zeigen. Gerade die Hintergründe sind sehr gelungen und lassen das Auge auch ein klein wenig vom Spielgeschehen abschweifen. Währenddessen schlüpft man in einen kostümtragenden blauen Charakter, mit dem man sich als Donald Duck, Captain Jack Sparrow, Wall-E und über 40 weiteren Disney-Figuren verkleiden kann. Der Schwierigkeitsgrad ist zudem nicht zu hoch, was sich also hervorragend für jüngere Spieler eignet. Erfahrene Spieler müssen nun aber keineswegs zurückschrecken, da sich Spielehilfen deaktivieren lassen und Disney-Fans mit Sicherheit voll und ganz auf ihre Kosten kommen. Disney Universe fühlt sich wie ein Besuch im Disneyland an.

2 Kommentare Antworte

  1. Ich finde soll so bleiben.

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