EA Sports: Onlinepass – Gebrauchtkäufer müssen künftig für Multiplayer zahlen

11. Mai 2010 | 08:43 Geschrieben von : Keine Kommentare

Wer künftig Spiele von EA Sports gebraucht kauft und den Multiplayer nutzen möchte, der wird zur Kasse gebeten. Zusammen mit dem Verkaufsstart von Tiger Woods PGA Tour 11 (Xbox 360, PS3) wird erstmals der sogenannte Onlinepass eingeführt. Das ist im Grunde ein Rregistrierungscode, der nur einmal verwendet werden kann.

Sollte man ein Spiel also im gebrauchten Zustand kaufen und der Code wurde vom Vorgänger bereits genutzt, dann muss dieser Code erneut gekauft werden, sofern man denn den Multiplayer nutzen möchte. Mit dem Code habt ihr aber nicht nur auf den Multiplayer Zugriff, sondern auch auf von den Benutzern erstellte Inhalte und Downloadinhalte. Falls der Code nachgekauft werden muss, dann werden 10 US-Dollar (wahrscheinlich 10 Euro) fällig.

Fünf Fragen an Andrew Wilson, Senior Vice President of World Wide Development, EA SPORTS

Was genau ist der Onlinepass, und wann wird er eingeführt?

Der Onlinepass wird im Juni mit Tiger Woods PGA TOUR 11 eingeführt und ab dann allen Sportsimulationen von EA SPORTS beiliegen. Eigentlich ist es ganz einfach – jedes neu verkaufte Spiel enthält einen spielspezifischen Registrierungscode zum einmaligen Gebrauch. Mit Ihrem Onlinepass erhältst du Zugriff auf Multiplayer-Online-Spiele, Gruppenfunktionen wie Online-Dynasty und Ligen, von Benutzern erstellte Inhalte, Nachrichtenfeeds und Bonusinhalte zum Herunterladen, wie etwa einen neuen Schläger in Tiger Wood. Falls der Original-Zugangscode bereist eingelöst wurde und Fans auf die Online-Inhalte zugreifen möchten (wenn du das Spiel zum Beispiel gebraucht gekauft hast), kannst du den Onlinepass 7 Tage lang kostenfrei testen oder einen zusätzlichen Onlinepass für 10 US-$** kaufen.

Was meinen Sie mit „Bonusinhalte“? Um welche Arten von Inhalten handelt es sich dabei?

Wir planen, dass jedes Produkt als Teil des Onlinepasses neben dem Online Team Play, Live-Turnieren und anderen Modi und Funktionen zusätzliche Inhalte enthalten soll. Der Zugriff auf diese Bonusinhalte ist im Kauf eines Onlinepasses für ein bestimmtes Spiel inbegriffen. Bei Tiger Woods PGA TOUR 11 enthält der Onlinepass beispielsweise einen modernen Schläger, wie er auf der PGA TOUR eingesetzt wurde. Unser Ziel ist es, dem Kunden einen echten Gegenwert zu geben, und der Onlinepass ist ein Teil dieser Philosophie.

Schon viele Publisher, darunter auch EA, haben das Konzept von Registrierungscodes eingeführt. Was ist jetzt anders als bei ähnlichen Vorhaben des vergangenen Jahres?

Das Konzept eines solchen Codes ist in der Tat nicht neu, und wir haben es in den letzten Jahren mit der Live Season in FIFA und mit der Dynamischen DNS in NBA LIVE bereits eingesetzt. Im Vergleich dazu ist der Onlinepass allerdings ein gewaltiger Sprung nach vorne, denn es ist einzigartig, dass alle Benutzer Zugriff auf die erstklassigen Online-Dienste und -Inhalte haben, die wir bereitstellen. Wer als Kunde das Spiel zum vollen Preis neu kauft, erhält damit Zugriff auf die Online-Dienste und -Inhalte sowie auf Bonusinhalte; andere Kunden sind für 10 US-$** ebenfalls dabei. GameStop hat seine Unterstützung auch zugesagt. Spieler können den Zugriff auf den Onlinepass und zusätzliche Inhalte zum Herunterladen von EA in den jeweiligen Stores und auf den Websites kaufen.

Warum berechnen Sie überhaupt etwas für den Online-Zugriff?

Zunächst muss noch einmal ganz klar gesagt werden, dass alle Benutzer Zugriff auf erstklassige Inhalte bekommen. Ich bin nun schon über zehn Jahre in diesem Geschäft, und die Entwicklungskosten für den Online-Markt sind enorm, vor allem, wenn man sie mit den Kosten vor wenigen Jahren vergleicht. Und das ist auch klar. Wir sehen doch, wie viele Leute unsere Spiele online spielen, und wir hören die Kunden sagen, dass der Konkurrenzgedanke gerade im Sport so wichtig ist, dass es den meisten einfach nicht genügt, ganz allein auf der heimischen Couch zu spielen. Als Antwort darauf haben wir enorme Summen investiert, um die intensivste Online-Erfahrung anbieten zu können, die derzeit möglich ist. Wir möchten die Online-Dienste von EA SPORTS für die Leute reservieren, die EA für den Zugriff darauf auch bezahlen.

Soll das ein Instrument gegen den Gebrauchtverkauf sein?

Nein, wir sehen den Gebrauchtverkaufsmarkt eher als Gelegenheit, direkten Kontakt mit unseren Kunden herzustellen, und mit dem Onlinepass erhält jeder Spieler Zugriff auf dieselben erstklassigen Online-Dienste und -Inhalte, völlig unabhängig davon, wie und wo er das Spiel gekauft hat. Damit wir auch weiterhin die Online-Erfahrung verbessern können, die derzeit mit fast fünf Millionen Spielsitzungen täglich genutzt wird, halten wir es nur für fair, wenn wir dafür auch bezahlt werden und diese Dienste nur denen zugänglich machen, die dafür bezahlen. Im Gegenzug investieren wir weiterhin in die Entwicklung großartiger Spiele und bieten branchenführende Online-Dienste an, um die Spielerfahrung für alle Spieler noch interessanter zu machen. Meiner Ansicht nach kann dagegen nicht einmal der schärfste Zyniker ernsthaft argumentieren. Ich glaube, dass die Fans stattdessen den Wert erkennen, den sie bekommen, wenn sie sehen, wie viel Leistung, Funktionalität und Bonusinhalte sie erhalten, was ja letztlich auch das Spiel länger interessant macht.

*Der Onlinepass wird in kommenden EA SPORTS-Spielen enthalten sein.
**Preise für Deutschland werden noch bekannt gegeben.

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