G-Force Agenten mit Biss – Test (Xbox 360)

7. Januar 2010 | 20:53 Geschrieben von : Keine Kommentare

Die Disney Studios lassen bei uns meist ein fröhliches Lächeln auf dem Gesicht zurück, denn deren Animationsfilme sind grandios – nicht nur für die jüngere Gesellschaft. Nahezu immer wird ein aktueller Film von einem Videospiel begleitet, das für sämtliche Plattformen erscheint. Zum Film G-Force Agenten mit Biss haben wir uns die Xbox 360-Version angesehen. Das Spiel ist eine echte Bereicherung für die sonst eher mageren Filmversoftungen.

In G-Force Agenten mit Biss geht es darum, dass ein Fiesling namens Saber die Weltherrschaft übernehmen möchte und mit seiner Firma Saberling Mikrochips baut, die in verschiedenen Geräten eingesetzt wurden. Durch die Chips haben die Geräte ein Eigenleben und verwandeln sich in gefährliche Blechmonster. Und da menschliche Spezialeinheiten versagen, muss die Elite-Einheit G-Force ran, um Saber das Handwerk zu legen. G-Force ist alles andere als menschlich, denn der Trupp besteht doch tatsächlich aus Meerschweinchen, einem Maulwurf und einer Stubenfliege. Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Die kleinen Nager kommen überall dort hin, wo kein Gras mehr wächst.

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Das hat uns gefallen

Knallharte Spezialagenten: Meerschweinchen als Spezialagenten sind nicht niedlich, sondern äußerst clever und gefährlich. Darwin ist der Hauptprotagonist, denn ihr unter die Arme greift. Mit seiner Stubenfliege Mooch, seinem Jetpack auf dem Rücken und seiner Laser-Peitsche, versucht er dem Saberling-Konzern hinter die Schliche zu kommen. Neben Darwin und Mooch sind da auch noch Blaster, Suarez und der Maulwurf Speckels. Darwin führt die Truppe an, muss auch mal Teamkollegen aus der Patsche helfen und erhält im Gegenzug dafür Tipps und Unterstützung. Meistens geht es mit Darwin durch Gebäude, Büros und Lüftungsschächte. Es gibt allerdings auch Passagen, in denen sich die Teamkollegen in ein seltsam anmutendes Gefährt setzen, das im Grunde aus Glaskugeln besteht. In einer solchen Glaskugel sitzt auch Darwin und so kommt es, dass man mit ihm durch die Kanalisation (oder etwas in der Art) fährt und den Gegnern mit seiner Kanone ordentlich einheizt. Sehr cool!

Sinnvolle Ausrüstung: Darwin stehen jede Menge verschiedene Ausrüstungsmöglichkeiten zur Verfügung. Am Anfang sind sie natürlich stark begrenzt, doch im weiteren Spielverlauf lassen sich etwa neue Waffen freischalten. Die Waffen, Gesundheitsupgrades oder aber auch Munition kosten sogenannte SaberSense-Chips, die sich etwa in Mülleimern, einigen Gegnern oder Kisten befinden. Mit seiner Peitsche öffnet Darwin die Behälter und kann die Chips einsammeln. Das außergewöhnliche Zahlungsmittel kann anschließend in Automaten ausgegeben werden, die in unregelmäßigen Abständen in der Spielwelt zu finden sind. Neben der Peitsche und den normalen Blaster, können etwa Bolzen verschossen werden, die einer Schrotflinte von der Streuung her gleichen. Ein sehr wichtiges Gagdet ist der Saberlizer, mit dem sich diverse Gegenstände und auch Gegner scannen lassen. Wurde ein Scan erfolgreich ausgeführt, darf man sich auf ein paar Tipps freuen, die die Schwachstellen der Gegner offenbaren, sofern sie denn welche besitzen. In etwa der Mitte des Spieles darf sich Darwin übrigens auch auf eine Art Kletterhaken freuen, mit dem er sich auch in höhere Bereiche vorwagen kann. Ziemlich raffiniert wurde zudem eine Wärmebildkamera integriert. Mit ihr lässt sich, wie könnte es auch anders sein, Wärme anzeigen. In manchen Lüftungsschächten ist es extrem dunkel und deshalb muss man erst auf die Idee kommen, die Wärmebildkamera einzuschalten, mit der man Heizungsrohre sieht, die einem den Weg weisen.

Mooch, die Fliege: Eine Stubenfliege ist schlauer, als man denken mag. In G-Force wird Darwin von der Fliege Mooch unterstützt. Sie begleitet ihn unauffällig überall mit hin und kommt erst in den kniffligen Situationen zum Einsatz, sobald unser Meerschweinchen nicht mehr weiterkommt. Mooch wird per Tastendruck von dem Spieler selbst gesteuert und kann wegen ihrer Größe durch enge Gitter und kleine Schlupflöcher fliegen, um die Ortschaft zu erkunden. Mooch kann außerdem die Zeit verlangsamen, um etwa gefräßigen Türen oder sich drehenden Ventilatoren zu entkommen. Außerdem lassen sich mit ihr Schalter betätigen, Türen öffnen und bestimmte Gegner bzw. Gerätschaften kurzzeitig deaktivieren. Der Wechsel zwischen Darwin und Mooch macht unheimlich viel Spaß, sorgt für Abwechslung und wurde sinnvoll mit einigen Rätseln eingesetzt. Es gibt sogar in einigen Arealen so etwas wie Fliegenfallen, die Mooch automatisch anziehen und grillen. Außerdem kann Mooch diverse Gegenstände tragen und sie Darwin bringen. Leider ist die Zeit begrenzt, um Mooch steuern zu können. Im Automaten darf aber ein entsprechendes Upgrade gekauft werden, das die Zeit erhöht. Was wir etwas schaden finden: Wenn Mooch vor den Augen der Menschen herumfliegt, hätten wir uns eine kleine Reaktion gewünscht, wie etwa mit einer Hand die Fliege aus Reflex wegschieben, wedeln oder wie man das nennen mag.

Kuriose Gegner: G-Force hat mit Abstand die coolsten und verrücktesten Gegner, die wir je in einem Videospiel gesehen haben. Wie bereits erwähnt, handelt es sich um technische Geräte, vorwiegend aus dem Haushalt. Die technischen Geräte gleichen allerdings der Gattung Transformer, was also ein Waffeleisen zu einem bissigen Etwas macht. Die Vielzahl der Gegnertypen ist enorm und jedes Gerät hat seine eigene Schwachstelle, seine eigenen Waffen und meistens auch eine eigene Vorgehensweise. Wir zählen nur ein paar dieser seltsamen Kreaturen auf: Da gibt es etwa fliegende Rasierer, bösartige Toaster mit Stromschlägen , fliegende Radiowecker, feuerlegende Feuerlöscher und gefährliche Computermäuse. Relativ häufig trifft man außerdem auf etwas schwere Gegner, die man auch als Zwischengegner betiteln kann. Sie besitzen meistens besondere Fähigkeiten und benötigen einige Hiebe mehr, bevor sie außeinanderfallen. Zu erwähnen wäre hier etwa ein Computertower oder auch Wasserspender.

Gute Sprachausgabe und Sound: Eine wohltuende Bereicherung für die Ohren ist wahrhaftig die Sprachausgabe. Geglänzt wird hier mit den Original-Stimmen aus dem Kino, unter anderem die deutsche Synchronstimme von Sam Rockwell, die Darwin vertont. Allerdings ist uns aufgefallen, dass sie mehr der deutschen Synchronstimme von Adam Sandler gleicht. Wir können leider nicht sagen, um welche es sich letztendlich handelt. Ansonsten ist auch die Musik gelungen. Besonders gefallen hat uns hier, dass es einige Passagen gab, in denen es musikalisch leicht in die Richtung von Romantic Comedy ging, was häufig in amerikanischen Komödien eingesetzt wird.

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Das hat uns weniger gefallen

Etwas kurze Spielzeit: So wirklich bemängeln können wir an dem Spiel nichts. Mit sechs bis sieben Stunden gehört es aber nicht gerade zu den längsten Titeln. Die kurze Spielzeit empfinden wir deshalb etwas doof, weil G-Force keinen Wiederspielwert bietet. Durchschnittsspieler dürften allerdings länger ihren Spaß daran haben.

Schlusswort

reviewG-Force Agenten mit Biss hat uns wahrlich überrascht. Selten haben wir eine so gelungene Filmumsetzung gesehen, die innovative Rätseleinlagen, durchgeknallte Gegner und jede Menge Humor bietet. Außerdem kommen auch die grandiose Vertonung und der ebenso tolle Soundtrack nicht zu kurz. Dem Spiel liegen zwei 3D Brillen bei, mit denen ihr Darwin und Co. in 3D genießen könnt. Leider lag unserem Testmuster keine solche Brille bei, um das Feature testen zu können. Wir gehen aber mal davon aus, dass es eine nette Zusatzoption ist. Ansonsten haben wir im Grunde keine Beanstandungen und freuen uns wie kleine Kinder, dass man die Möglichkeiten einer Film-Versoftung erkannt und richtig umgesetzt hat. G-Force Agenten mit Biss ist eines der besten Spiele auf Basis eines Filmes in diesem Jahr. Natürlich auch für ältere Spieler zu empfehlen.

Das Spiel könnte interessant sein für: Kinder, Hobby-Agenten, Meerschweinchen-Freunde

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