Games Convention Online 2010: Fachmesse statt Publikumsausstellung

2. Juni 2010 | 12:43 Geschrieben von : Keine Kommentare

Letztes Jahr ging die Leipziger Messe erstmals mit der Games Convention Online an den Start, nachdem der BIU Richtung Köln mitsamt Aussteller zur gamescom wanderte. Das Konzept war bisher einzigartig, doch da die gamescom jenes Konzept für dieses Jahr (erneut) stibitzt, mussten sich die Leipziger ein neues interessantes Programm ausdenken.

Hieß es im Februar noch, dass man den Schwerpunkt in diesem Jahr auf die Community verlegen und das weltweit größte Communitytreffen abhalten möchte, bestätigte nun die Leipziger Messe in einer Pressemitteilung, dass die Publikumsausstellung in diesem Jahr wegfällt. Das bedeutet also, dass ihr nicht anreisen braucht. Stattdessen wird es nur eine Fachmesse für Publisher und Entwickler geben, wo sie sich unterander austauschen können. Insgesamt 30 Firmen konnten für dieses Jahr gewonnen werden, im letzten Jahr waren es noch 27.

„Das ist eine bedauerliche, aber notwendige Entscheidung“, sagte Strategy Director Silvana Kürschner. Die Zahl der angemeldeten Aussteller und die geplanten Präsentationen hätten nicht ausgereicht, das gewohnt hohe Niveau der GAMES CONVENTION-Messen zu halten. „Damit wäre weder der Geschäftserfolg der Messe zu garantieren noch das Interesse der Besucher zu befriedigen, die aufgrund ihrer bisherigen Erfahrungen mit hohen Erwartungen nach Leipzig reisen.“

Im Vorfeld der GCO 2010 konzentriert sich das Interesse der Industrie vor allem auf Angebote der Business Area. Als Plattform des dynamischen Marktes für Online und Mobile Games wird die GCO nicht nur für Kontakte zwischen Entwicklern und Publishern genutzt, sondern auch als zentrales Forum für länderübergreifende Trendanalysen und Entwicklergespräche. Neben europäischen Entwicklern und Publishern sind es vor allem Vertreter des asiatischen Gamesmarktes, die in Leipzig Kontakte suchen. Darauf habe sich die Leipziger Messe mit der Modifizierung des Veranstaltungskonzeptes eingestellt, so Silvana Kürschner. Der Business-Bereich der GCO sei ein anerkanntes Forum der nationalen und internationalen Onlinespielebranche und die Messe eine optimale Plattform für eine derart spezialisierte Fachmesse.

Marc Wardenga, Beiratsvorsitzender der GCO und Head of Games SevenOne Intermedia bedauerte, dass es keine Publikumshallen geben wird. Mit Bildung des Fachbeirates im Frühjahr war der Eventcharakter des Publikumskonzeptes nochmals forciert worden. „Doch leider hat die Zeit nicht gereicht, die Zahl der Industrievertreter dadurch signifikant zu erhöhen“, so Wardenga. Zugleich unterstützt der Beirat nachdrücklich den Ausbau des Business Forums. „Die GCO fokussiert sich auf Online und das finden wir richtig, denn Online ist der Wachstumsmarkt bei Spielen. Wir arbeiten weiterhin sehr eng mit der Leipziger Messe zusammen, um die GCO als Branchenplattform zu festigen“, erklärte Marc Wardenga im Namen des Fachbeirates. In der Business Area der GCO sind auch alle Beiratsmitglieder mit eigenen Präsentationen vertreten.

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