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Hollow Grounds für iPhone im Test

23. Januar 2012 | 10:00 Geschrieben von : Keine Kommentare

Erst vor wenigen Tagen berichteten wir über das neue Indie-Spiel Hollow Grounds, das ab sofort für iPhone, iPod Touch und iPad im App Store für schlanke 79 Cent erhältlich ist. Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt zweier Schweizer Studenten (FullColorPlanet.com), die mit Hollow Grounds ihr erstes Spiel veröffentlichen.

Hollow Grounds spielt auf dem Planeten Ella, wo ursprünglich ein kleiner Kartograph namens Piri das gesamte Land auf einer Karte einzeichnen wollte. Da der Planet jedoch klein ist, war er schnell damit fertig. Einzig diese schwarzen und überall auf Ella verstreuten Löcher fehlten ihm noch für seine Zwecke – und daher fährt er mit seinem Fahrzeug bis an die Löcher heran, um sich schließlich dort hineinfallen zu lassen. Einzig die Schwerkraft ist seine Antriebskraft bzw. in diesem Fall eher Anziehungskraft, während er Gefahren ausweichen muss.

Während der Kartograph also in eines dieser tiefen Löcher fällt, dreht man das iPhone und somit den Planeten. Piri hingegen wird nicht gesteuert. Und das funktioniert auch ganz gut, zum Einsatz kommen dabei die Bewegungssteuerungen des iOS-Gerätes. Anfangs ist das Ganze ziemlich gewöhnungsbedürftig, zumindest dann, wenn man sein iPhone vorher nie schnell in die verschiedensten Richtungen gedreht hat. Daher empfiehlt es sich gerade am Anfang, lieber im Sitzen und über einer weichen Oberfläche seine ersten Versuche zu machen, da beispielsweise das Glas des iPhones ein wenig rutschig ist.

Schnelligkeit ist nämlich wichtig, da die Löcher bzw. Höhlen mit der Zeit ziemlich anspruchsvoll werden. Anfänglich geht es noch relativ gemächlich zur Sache und man macht sich ein wenig mit der Steuerung vertraut, sammelt seine ersten Sterne und Edelsteine ein. In Addition mit der benötigten Zeit für den jeweiligen Level erhält man am Ende bis zu drei Sterne, was eine große Motivation darstellt, Hollow Grounds immer und immer wieder zu spielen, um alle Sterne zu erhalten.

Es dauert aber nicht allzu lange, bis sich in den insgesamt 25 Levels die ersten Schikanen bemerkbar machen. Sobald das erste Warnschild auftaucht, muss man kurz darauf schnell reagieren. Anfangs sind es Unebenheiten in Form von Felsen, die sich links oder rechts befinden, so dass man entsprechend das iPhone drehen muss, damit Piri nicht dagegen knallt. Kurz darauf folgen Zickzacks, Loopings, scharfe Kurven und sogar Sackgassen.

In den letzteren Levels geht das Spiel noch einen Schritt weiter und mischt darunter eine Art Wurm, der sich von rechts nach links durch die Höhlen frisst und man entsprechend ausweichen muss. Das Ganze ist schnell, fordernd und trotz mehrerer potentieller Versuche wird es nie eintönig oder langweilig.

Ein wenig bemängeln kann man hier, dass die Schilder nicht immer so richtig glasklar ins Auge stechen. Meist konzentriert man sich auf Piri, der sich am oberen Bildschirmrand befindet – die Warnschilder aber tauchen direkt in der Mitte des Bildschirms auf und in schwierigen Situationen hat man dann etwas Mühe, seine Augen zwischen beiden Dingen hin- und herzubewegen. Sollte es dann doch einmal zu einem Crash kommen, was durchaus häufiger vorkommt, dann ist natürlich noch lange nichts verloren. Einzig ein Stern, den man am Ende auf die Zeit bekommt, ist so möglicherweise nicht mehr drin.

Technisch ist Hollow Grounds ein echtes Feuerwerk. Die kunterbunten Grafiken und der Stil machen es zu einer richtigen Augenweide. Auch wenn man es während der schnellen Spielgeschwindigkeit nicht direkt sehen kann, so sind Dinge wie Lichtstrahlen oder auch Pflanzen animiert. Aber auch der Sound kann sich hören lassen und unterstreicht die grandiose Optik mit tollen Beats und Retro-Klängen, die echten Ohrenwurm-Charakter mit sich bringen.

Was etwas negativ aufgefallen ist, ist der plötzlich spürbare Performance-Einbruch in späteren Levels, wo die Löcher immer mehr Gefahren beherbergen. Das Gesamtbild wirkt dann ein wenig ruckelig, ist aber dennoch ohne Probleme spielbar. Getestet wurde das Spiel bei uns mit einem iPhone 4. Ob es auf einem iPhone 4S besser läuft, können wir nicht beurteilen, allerdings sollte das bei Hollow Grounds keinen großen Unterschied machen.

Schlusswort

Hollow Ground ist ein Indie-Projekt, das das Zeug zum neuen Kultspiel hat. Die Art und Weise der Steuerung, also dass man sein iOS-Gerät ständig drehen muss, ist erfrischend und macht richtig Laune.

Der Spielspaß wird durch die verschiedenen Schikanen und der teilweise „wirren“ Levels stark gesteigert, während die kunterbunte Optik und der retrolastige Sound ihr Übriges tun. Wer ein tolles Indie-Projekt aus der Schweiz unterstützen möchte, sollte im App Store vorbeischauen.

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