iPad sorgt für Zoff im Bundestag

23. Juni 2010 | 22:26 Geschrieben von : Keine Kommentare

Man mag es kaum glauben, aber auch in der Politik gibt es Fortschritte, technische Fortschritte. Im Bundestag benutzte der FDP-Abgeordnete Jimmy Schulz für seine Rede kein normales Stück Papier, sondern ein iPad von Apple. Der Tablet-Computer sorgte im Bundestag zunächst für eine große Verwirrung, doch einen Widerspruch gab vorerst es nicht, weshalb Schulz reden durfte.

Der Ärger aber kam danach. Wie Schulz gegenüber dem KURIER erklärte: „Einer der Bundestagspräsidenten hat mich darauf hingewiesen, dass die iPad-Nutzung gegen die Vorschriften verstoßen hat. Das Thema wird jetzt im Geschäftsordnungsausschuss behandelt.“ Ein Sprecher des Bundestatgs bestätigte mittlerweile: „Die Angelegenheit ist im internen Klärungsprozess.“

Bis auf Journalisten auf der Tribüne darf man im Plenarsaal gemäß der Geschäftsordnung keine Notebooks verwenden. Schulz aber kämpft dagegen an: „Die Zeiten von Telefax und Telex sind vorbei: Auch der Bundestag sollte sich für neue Medien öffnen. Wir als FDP plädieren dafür, dass die Nutzung digitaler Aktenmappen im Plenum möglich wird. Es kann doch nicht sein, dass wir weiterhin Berge von Akten mit uns herumschleppen.“

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