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Kampf der Giganten: Dinosaurier 3D für Nintendo 3DS im Test

15. April 2011 | 14:06 Geschrieben von : Keine Kommentare

Dinosaurier hatten für mich schon immer etwas Faszinierendes an sich. Nachdem Anfang der Neunziger Jurassic Park in die Kinos kam, interessierte ich mich erst so richtig für die Urzeitechsen und war daher auch sehr angetan davon, dass Ubisoft einen Nachfolger zu Kampf der Giganten: Dinosaurier ankündigte. Der nennt sich Kampf der Giganten: Dinosaurier 3D und ist seit wenigen Wochen für den Nintendo 3DS erhältlich.

Erzählt wird die „Geschichte“, dass die Dinos kurz vor dem Aussterben stehen und plötzlich einer weiteren  Gefahr ins Auge blicken: dem mächtigen Archosaurus, der das Land unterwirft. Der Archosaurus konnte sich von den vier uralten Wächtern befreien, weshalb es an der Zeit ist, vier neue Champions aufzustellen, die sich gegen den Fiesling stellen wollen.

Hier beginnt euer Abenteuer, wo ihr zwischen vier unterschiedlichen Dinosaurierfamilien wählen könnt. Nämlich Räuber, Jäger, Verfolger und Verteidiger. Darunter findet ihr beispielsweise den T-Rex, Stegosaurus, Velociraptor und weitere. Jede der Dinosaurierfamilien durchstreift ihr eigenes Gebiet.

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Das hat und gefallen

Sammelleidenschaft: Blickt man mal von den Kämpfen (auf die wir später noch eingehen werden) und der Story ab, so ist eines der Ziele in Kampf der Giganten: Dinosaurier 3D verschiedene Gegenstände zu sammeln, wie etwa Klauen oder Hörner. Mit den Gegenständen verbessert ihr mit der Zeit euren Dino, so dass er etwa mehr Schaden anrichtet, eine bessere Panzerung besitzt, seine Gesundheit höher ist, er mehr Kraft hat oder aber es erhöhen sich dadurch der Widerstand und der Schlag. Hier könnt ihr viel herumexperimentieren, da der Dino mit hunderten von Gegenstände bestückt werden kann. Allerdings nur drei Stück gleichzeitig.

Die Gegenstände erhaltet ihr entweder durch zerbrechliche Objekte in der Umgebung, wie Zweige oder kleinere Felsen. Oder aber ihr bekommt sie durch Gürteltiere und besiegte Dinos. Wenn es etwas Strategie in dem Spiel gibt, dann steckt sie einzig und allein in den Gegenständen. Schön ist auch, dass ihr die Gegenstände mit euren Freunden tauschen könnt, um etwa eure Sammlung zu vervollständigen oder seltene Gegenstände zu erhalten. Ebenfalls möglich ist der StreetPass-Modus, was wir aber nicht testen konnten. Hier kann man anderen Spielern Geschenke übergeben und selbst welche erhalten. Sollte man auf einen Spieler mit einer feindlichen Spezies treffen, so kämpfen die beiden Dinos gegeneinander. Gewinnt ihr, erhaltet ihr eine Belohnung.

Schade: Die Rüstungen, Klauen und sonstigen Gegenstände, die an den Dino angebracht werden, werden im Gegensatz zum Vorgänger leider nicht an der eigenen Urzeitechse angezeigt. Das ist sehr schade, wirkten die Dinos im Vorgänger dadurch doch bedrohlicher und individueller. Dafür aber könnt ihr euren Dino farblich wieder nach euren eigenen Vorlieben gestalten. Anfangs sind nur wenige Farben verfügbar, später schaltet ihr dann weitere frei. Zudem sind auch Muster vorhanden, um dann doch etwas mehr die persönliche Note einzubringen. Gefallen hat mir allerdings vor allem, dass es für die Dinos ein sogenanntes Bbesonderes Muster gibt. So wurde mein T-Rex plötzlich als Skelett dargestellt und streifte so dann auch durch die Gegenden.

Ein Fest für die Augen: Technisch ist Kampf der Giganten: Dinosaurier 3D wahrlich gelungen und gehört zu den wenigen Spielen auf dem Nintendo 3DS, die die 3D-Optik zum Glänzen bringen. Die Kamera positioniert sich direkt hinter dem jeweiligen Dinosaurier und schwenkt ins Geschehen, sobald es zum Kampf kommt. Das Besondere aber ist, dass nicht nur hin und wieder die Äste und Bäume plastisch aus dem Bildschirm kommen, sondern vor allem der Schwanz so in Szene gesetzt wurde, dass man das Gefühl hat, als könne man ihn anfassen.

Und nicht nur der 3D-Effekt ist gelungen, auch die Animationen der Dinos und die Spielwelt wurden super eingefangen. Zum Beispiel geht es durch ein wüstenähnliches Gebiet, durch dichtbewachsene Wälder und auch durch Gegenden, in denen Chaos und Zerstörung herrscht. Leider ruckelt das Spiel relativ häufig, auch wenn man den 3D-Effekt ausstellt. Trotzdem ist es ohne Einschränkungen spielbar.

Das hat uns weniger gefallen

Kaum fordernde Kämpfe: Dieser Punkt ist wirklich ein zweischneidiges Schwert. Denn auf der einen Seite will das Spiel jüngere Spieler und Gelegenheitsspieler ansprechen, doch auf der anderen Seite sind die Kämpfe so vorhersehbar, dass man nach etwas Übung jeden Dino ohne Probleme besiegen kann. Dabei laufen die Kämpfe im Grunde immer nach dem gleichen Schema ab, ohne dass man wirklich Taktik einbringen muss. Es gibt zwei Möglichkeiten, einen anderen Dino zu besiegen. Entweder man schubst ihn aus dem „Ring“ bzw. in diesem Fall einer Klippe herunter. Oder aber man greift ihn so lange an, bis sich seine Energie dem Ende neigt.

Blinkt der Gegner rot auf, was gleichzeitig mit einem entsprechenden Soundeffekt angekündigt wird, so greift er an. Genau in diesem Moment muss man mit seinem Dino ausweichen, was durch das Schiebepad funktioniert. Anschließend greift man zum Konter an und entzieht dem Dino so die meiste Energie. Hin und wieder blinkt ein gegnerischer Dino zudem blau auf, wodurch man dann bei schneller Reaktion einen mächtigen Angriff starten kann, der ordentlich Schaden anrichtet.

Das war es auch schon, was sehr schade ist, zumal die gegnerischen Dinos immer nach dem gleichen Prinzip angreifen und sich verhalten. Spielt ihr einen Level, so sind nahezu immer fünf gegnerische Dinos vom gleichen Kaliber anwesend, wobei der letzte Dino stärker und leicht aggressiver ist. Dadurch kommt keinerlei Abwechslung zustande, spätestens beim zweiten Dino wisst ihr, wie ihr euch verhalten müsst und wie die anderen Kämpfe ablaufen werden.

Richtig cool sind hingegen die Naturkatastrophen während eines Kampfes, auch wenn sie nicht so häufig auftreten. Sollte ein Erdbeben seine Muskeln zeigen, dann beginnen Teile der Arena einzustürzen, wodurch der Kampfbereich verkleinert wird und so der Kampf schneller enden kann, wenn man denn seinen Gegenüber herunterschubst. Aber auch der Vulkanausbruch sorgt für ordentlich Dampf, welcher aber nur dann eintrifft, wenn die Kämpfe zu lange dauern. Dann steigt Lava aus dem Boden und fügt beiden Dinos Schaden zu.

Monotonie: Das zweite Problem, das Kampf der Giganten: Dinosaurier 3D hat, ist seine Monotonie. Die gab es bereits im Vorgänger, doch diesmal hat man das Gefühl, als wurden die jeweiligen Levels etwas enger gemacht – schlauchartig wäre hier das richtige Wort. Ihr stapft stolz und mit geschwellter Brust also durch die schlauchartigen Level und drückt das Schiebepad quasi fast nur in eine Richtug. Nämlich nach vorn, manchmal auch kurz nach links und nach rechts, während ihr bei Bedarf einen Schrei durch die Wälder und Co. gleiten lasst.

Schlusswort

Kampf der Giganten: Dinosaurier 3D hat so viel Potential, von dem leider zu viel ungenutzt bleibt. Im Vergleich zum Vorgänger hat sich natürlich optisch einiges getan und der 3D-Effekt lässt unter anderem Dino-Schwänze und Äste aus dem Bildschirm herauskommen. Man merkt dem Spiel allerdings an, dass es schnell fertig werden musste, damit es pünktlich zur Veröffentlichung des Nintendo 3DS auf den Markt gebracht werden kann. Da wäre so viel mehr drin gewesen.

Das Problem, das ich mit Kampf der Giganten: Dinosaurier 3D habe, sind einfach die schlauchartigen Levels, die im Vergleich zum Vorgänger ein deutlicher Rückschritt sind – und dabei können sie noch so gut aussehen. Ihr bewegt euren Dino einfach immer nach vorn, zertrümmert Steine und Äste und kämpft auf eurem Weg gegen Dinos. Auch wenn sich Kampf der Giganten: Dinosaurier 3D an Gelegenheitsspieler richtet, so hätte ich mir doch etwas mehr oder eben überhaupt taktische Möglichkeiten und Angriffe gewünscht. Mehr als ausweichen, kontern und angreifen ist nicht möglich. Und wer das Verhaltensmuster der gegnerischen Dinos einmal durchschaut hat, der weiß, wie die gesamten Kämpfe ablaufen.

Ich weiß einfach nicht, was ich von Kampf der Giganten: Dinosaurier 3D halten soll. Ich mag Dinos, ich bin sogar ein richtiger Fan. Auch die bisherigen Spiele von der ‚Kamf der Giganten‘-Reihe fand ich nicht übel, aber ich habe einen deutlichen Fortschritt erwartet. So ist Kampf der Giganten: Dinosaurier 3D nur ein Spiel für Zwischendurch, um mit hübsch animierten Dinos durch Wälder zu stapfen.

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