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LEGO Pirates of the Caribbean im Test

10. Juni 2011 | 10:00 Geschrieben von : Keine Kommentare

Spieleumsetzungen zu Filmen sind öde? Das trifft zumindest bei der LEGO-Reihe nahezu nie zu, die sich in der Vergangenheit unter anderem Harry Potter, Indiana Jones und Star Wars annahm. Das jüngste Spiel nennt sich LEGO Pirates of the Caribbean, wo sich alles um Fluch der Karibik dreht. Und diese beiden Franchises scheinen die perfekte Mischung zu sein – tapsiges LEGO-Figuren und tapsige Piraten.

Das Spielprinzip selbst unterscheidet sich kaum von den anderen LEGO-Spielen. Ihr löst Rätsel, stellt euch Gegnern und folgt der Story aus den Filmen, während die gewohnt humoristische Art den Mundwinkeln neuen Stoff gibt.

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Das hat uns gefallen

Nur gemeinsam ist man stark: Kaum ein anderer Spruch passt besser zu LEGO Pirates of the Caribbean, als dieser. Im Laufe des Spieles trefft ihr auf alle wichtigen Charaktere aus den Filmen und könnt diese meistens sogar selbst übernehmen. Zum Beispiel finden sich in eurem Team mit der Zeit neben Jack Sparrow unter anderem auch Will Turner, Elizabeth Swann, Joshamee Gibbs sowie Pintel und Ragetti. All diese Charaktere verfügen im Spiel über eigene Fähigkeiten, die man sich an einigen Stellen zunutze machen kann.

Während Jack geschwind mit seinem Säbel umgeht, springt Elizabeth höher, Will hat neben seinem Säbel auch ein kleines Wurfbeil und Gibbs kann bestimmte Objekte mit seinem Hammer zusammenbauen bzw. schmieden. Während eures Abenteuers laufen euch im Durchschnitt zwischen zwei und fünf Charaktere hinterher, zwischen denen ihr ganz einfach via Knopfdruck wechseln könnt. Eine Besonderheit hat Jack dann aber doch noch. Und damit ist nicht sein witziger, torkelnder Gang gemeint, sondern sein Kompass. Mit diesem findet er Gegenstände, die hin und wieder für die Story wichtig sind. Sollte man also mal nicht weiterkommen, kann ein Blick auf den Kompass helfen.

Natürlich darf auch ein Koop-Modus nicht fehlen. Wer möchte, kann sich einen zweiten Controller schnappen und sofort mit in das Spiel einsteigen. Sollten sich die Charaktere im Mehrspieler zuweit voneinander entfernen, schaltet das Spiel automatisch in den Splitscreen-Modus.

Alle vier: LEGO Pirates of the Caribbean kam in etwa fast gleichzeitig mit dem vierten Film der Reihe auf den Markt. Daher verwundert es nicht, dass auch alle vier Filme eine Rolle spielen. Vom Hafen könnt ihr die vier Filme ansteuern und ihre Handlung nachspielen. Pro Film sind fünf Levels enthalten, was also bedeutet, dass die Handlung stark zusammengequetscht wurde. Das ist allerdings nicht weiter schlimm, sondern angenehm für den Spielfluss, da das Ganze somit nicht endlos in die Länge gezogen wird.

Sehr schön ist hier, dass ihr häufig auf witzige Szenen trefft. Eine davon zum Beispiel beim zweiten Film, wo Jack vor Eingeborenen flüchtet. Sehr witzig: während man im Vordergrund mit anderen Figuren aus dem Film spielen muss, sieht man im Hintergrund hin und wieder den flüchtenden Jack – und hinter ihm die Eingeborenen. Im Gegenzug bedeutet das natürlich, dass ihr die Filme schon kennen solltet, damit ihr Anspielungen und einige witzige Szenen auch als solche erkennt. Da nicht gesprochen wird und relevante Aktionen oft auch nur durch Andeutungen gezeigt werden, dürfte es oftmals schwerfallen, der Geschichte richtig folgen zu können – sollte man denn die Filme nicht gesehen haben. Alle anderen fühlen sich sofort in vertrauter Umgebung wieder.

Mehr Rätselspaß: Tatsache, im Vergleich zu den anderen LEGO-Spielen hat LEGO Pirates of the Caribbean mehr Rätseleinlagen. Diese bereiten euch zwar nicht schlaflose Nächte, sind an einigen Stellen dann aber doch ab und zu knackig. Dabei sind die Rätsel so angelegt, dass sie natürlich vor allem von einer jüngeren Zielgruppe gemeistert werden können.

Am spaßigsten sind die Rätsel, bei denen man erst Objekte zerlegt bzw. sammeln und sie später wieder an anderer Stelle zusammensetzen muss. Das funktioniert zwar auf Knopfdruck automatisch, geht so aber besser von der Hand. Manchmal muss man auch besondere Aktionen ausführen, was das Spielgeschehen etwas auflockert. So versammelt sich die Crew um einen Tisch und wir blicken durch ein Fernglas bzw. in diesem Fall ersetzt durch eine Lupe und blicken so auf bekannte Szenen aus den Filmen. Oder aber man führt einen Affen in einem Käfig durch ein Level und kämpft an einem anderen Punkt gegen ein riesiges Krokodil.

Bis ihr alle Ecken erkundet habt, vergeht eine ganze Weile. Nicht sofort ist alles begehbar, für einige Dinge müsst ihr später wiederkommen. Rechnet mit gut 18 bis 20 Stunden oder noch mehr, wenn ihr alles sehen wollt. Während eures Abenteuers sammelt ihr typisch LEGO-Münzen ein, die ein Gefühl von Sammelwut auslösen. Man mag es kaum glauben, aber diese kleinen, auf dem Boden klackernden Plastik-Münzen sammelt man mit Freude ein. Mit ihnen lassen sich etwa Teile des Hafens, von dem aus man die einzelnen Levels ansteuert, vergrößern. Und dort warten einige witzige Überraschungen auf euch. Auch lassen sich dort neue Charaktere anheuern.

Technisch eine Augenweide: Schon LEGO Star Wars 3: The Clone Wars war vor allem optisch großer Schritt in die richtige Richtung. LEGO Pirates of the Caribbean wirkt sogar noch einen Tick interessanter, zumal hier eine Klötzchenbauweise mit einer „atmenden Spielwelt“ gemischt wurde. Während auf der einen Seite eckige LEGO-Konstruktionen sind, wadet man durch fließendes Wasser, läuft an loderndem Feuer vorbei und blickt auf eine sich im Wind wiegende Vegetation.

Wie von den LEGO-Spielen gewohnt, ist es wieder die Art und Weise der Präsentation inklusive der Animationen, die einen Großteil des Charmes ausmachen. Alleine vom torkelnden Captain Jack Sparrow kann man nicht genug bekommen, weshalb man sich auch immer wieder dabei erwischt, eben auf diesen Charakter zu wechseln. Kommt es dann zu Zwischensequenzen, kommt wieder der unvergleichliche LEGO-Charme zum Tragen. Eine Sprachausgabe gibt es nicht, stattdessen geben die Figuren nur ein paar Töne von sich und verziehen das Gesicht. Grandios!

Ansonsten gibt es auch ständig etwas auf die Ohren. Der vom deutschen Komponisten Hans Zimmer erschaffene Soundtrack sorgt für bekannte Klänge und tolle Ohrwürmer.

Das hat uns weniger gefallen

Reiz geht schnell verloren: Das Spielprinzip ist klasse, doch nach einiger Zeit verliert es etwas an Reiz. Trotz der abwechslungsreichen Schauplätze und immer wieder anderen Aufgaben, hat man das Gefühl, dass manche Kniffe und Rätsel wiederholt werden. Vor allem dann, wenn zum x-ten Mal Schalter mit dem Säbel betätigt werden müssen, man schon wieder an einem Rad drehen muss und man schon wieder eine Brücke herunterlassen muss. All das ist eben nur immer etwas anders verpackt.

Kameraproblem: Man kennt das Kameraproblem schon von den anderen LEGO-Spielen, hier hat sich leider auch nicht viel geändert. Vor allem bei Sprungpassagen verspringt man sich nicht gerade selten, weil man die Distanz nicht genau einschätzen kann. Die Kamera ist nur minimal bewegbar, allerdings nicht schwenkbar.

Hänger bei der Künstlichen Intelligenz: Es kommt nicht allzu häufig vor, es gibt aber durchaus Situationen, in denen die Künstliche Intelligenz komplett versagt. Einmal suchten wir in einem Level mindestens eine halbe Stunde nach der Lösung. Das Problem: das Rätsel benötigte zwei Charaktere. Die vom Computer gesteuerten Charaktere sind bei solchen Aufgaben normalerweise an Ort und Stelle und helfen natürlich, wenn man nicht gerade im Koop-Modus mit einem menschlichen Spieler spielt. Jedenfalls war es allen anwesenden Charakteren egal, niemand wollte helfen, so dass wir nicht weiterkamen. Daher musste das Spiel neu gestartet werden – erst dann reagierten sie wieder normal.

Schlusswort

Es ist faszinierend, dass Entwickler Traveller’s Tales die Puste nicht ausgeht und sie sich mit LEGO Pirates of the Caribbean erneut übertroffen haben, nachdem Lego Star Wars 3: The Clone Wars gerade erst auf den Markt kam und die Reihe mehr oder weniger auf den Kopf stellte. LEGO Pirates of the Caribbean ist genau richtig für Jung und Alt, für Anfänger und Fortgeschrittene, für Fans und Interessierte.

Wer die Filme nicht kennt, wird leider einige tolle Anspielungen und Witze nicht verstehen, auch wenn sie direkt vor der Nase herumfuchteln. Wir empfehlen daher erst die Filme zu schauen und dann LEGO Pirates of the Caribbean zu spielen. Gerade auch was den vierten Teil betrifft, also Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten, da dann doch einiges von der Story erzählt wird. Kurzum: LEGO Pirates of the Caribbean ist das bisher beste LEGO-Spiel.

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