Lips: Party Classics – Test

7. März 2010 | 21:17 Geschrieben von : Keine Kommentare

Es ist bereits über ein Jahr her, als Microsoft mit Lips einen Singstar-Konkurrenten auf den Markt brachte. Neu waren zu diesem Zeitpunkt die Mikrofone, die mit Bewegungssensoren und blinkenden Lichtern ausgestattet sind. Dadurch kommt ein viel intensiveres Spielerlebnis auf, was der Konkurrenz den Rang abläuft.

Mit Lips: Party Classics kam vor wenigen Tagen ein neues und eigenständiges Lips auf den Markt, das mit klassischen Partysongs versucht zu begeistern. Was uns alles so an dem Spiel gefällt und was nicht, erfahrt ihr in unserem Test.

Das hat uns gefallen

Gesten und Geräusche: Wer die originalen Lips-Mikrofone besitzt, der darf sich Dank der Bewegungssteuerung auf ein interaktiveres Spielvergnügen freuen. In nahezu allen Liedern werden sogenannte Gesten eingesetzt, die passend zum jeweiligen Song integriert wurden. Spielt eine Gitarre im Hintergrund und es wird in dem Moment nicht gesungen, wird der Xbox-Avatar mit einer Bewegung gezeigt, wie er in die Saiten haut. Und genau diese Bewegung muss mit dem Mikrofon nachgemacht werden. Oft werden aber auch Klatscht-Gesten eingespielt, bei denen man im Takt das Mikrofon bewegen bzw. mit den Händen zusammenklatschen muss. Sobald die Gesten erfolgreich ausgeführt wurden, erhält man Punkte gutgeschrieben. Ein zweiter Spieler kann sich auch ein Mikrofon oder den Xbox-Controller schnappen und im Takt Klatschen, ohne dass er selbst singen muss.

Nach und nach füllt sich der sogenannte Sternenstrahl, der durch richtige Singeinlagen aufgeladen wird. Sollte die Sternenstrahl-Anzeige voll sein, kann das Mikrofon geschüttelt werden, um einen Punkteschub zu verursachen. Durch die gesammelten Punkte lassen sich nicht nur Medaillen verdienen, sondern man kann sich weltweit dadurch mit anderen Spielern in einem Ranking messen. Sehr gefallen hat uns hier, dass bereits während dem Singen angezeigt wird, auf welchem Rang man sich gerade mit dem aktuellen Punktestand befindet.

Lips-Mikrofone nicht zwingend nötig: Die wohl schönste Neuerung an Lips ist, dass man erstmals mit Party Classics nicht mehr zwingend Lips-Mikrofone benutzen muss. Das Spiel lässt sich wie gewohnt sowohl einzeln als auch im Bundle mit zwei Lips-Mikrofonen kaufen. Wer allerdings nicht zusätzlich Geld ausgeben möchte, weil er schon andere Mikrofone besitzt, kann diesmal tatsächlich seine anderen Mikrofone benutzen. Dies funktioniert allerdings nur mit USB-Mikrofonen. Nachteile sind aber nicht nur die Kabel, sondern auch die coolen Features der originalen Lips-Mikrofone, die sich nicht verwenden lassen. So können die kunterbunte Lichershow und auch die Gesten nicht mehr eingesetzt werden.

Tolle Songauswahl: Eine der Stärken von Lips: Party Classics ist die Songauswahl, die natürlich mal wieder nur des Geschmackes wegen begeistern kann. Diesmal wurde der Fokus auf Party-Hits aus den Siebzigern, Achtzigern und Neunzigern gerichtet, wobei ihr insgesamt 40 Songs vorfindet. Jeder Song besitzt sein eigenes Musikvideo, das entweder das Original-Video darstellt oder durch eine Dia-Show ersetzt wurde, weil eben vor allem in den Siebzigern Musikvideos nicht von jedem Künstler verwendet wurden. Alternativ lassen sich auch animierte Universal-Videos verwenden. Hinzu kommt die gewohnte Auswahl an Versus- und Duett-Funktionen, wodurch die Stimmung auf Partys um ein Vielfaches aufgelockert wird. Jetzt aber zu den Songs:

-4 Non Blondes: What’s up
– Alannah Myles: Black Velvet
– Amy Winehouse: Rehab
– Aqua: Doctor Jones
– The B-52’s: Love Shack
– Black Eyed Peas: Let’s Get It Started
– Cameo: Word Up
– Chumbawamba: Tubthumping
– DeBarge: Rhythm Of The Night
– Deee-Lite: Grove Is In The Heart
– Divinyls: I Touch Myself
– Don McLean: American Pie
– Dusty Springfield: Son Of A Preacher Man
– Foreigner: I Want To Know What Love Is
– Gloria Gaynor: I Will Survive
– James: Laid
– James Blunt: You’re Beautiful
– KISS: Rock And Roll All Nite
– Lynyrd Skynyrd: Sweet Home Alabama
– Maroon 5: She Will Be Loved
– Mr. Big: To Be With You
– Nancy Sinatra: These Boots Are Made For Walking
– New Order: True Faith
– Opus: Life Is Life
– Percy Sledge: When A Man Loves A Woman
– Poison: Every Rose Has Its Thorn
– The Pretenders: Brass in Pocket
– R.E.M.: Shiny Happy People
– Right Said Fred: I’m Too Sexy
– Robert Palmer: Addicted To Love
– Sixpence None The Richer: Kiss Me
– The Spice Girls: Wannabe
– The Cure: Friday I’m In Love
– The Knack: My Sharona
– The Righteous Brothers: Unchained Melody
– Tiffany: I Think We’re Alone Now
– Tom Jones: It’s Not Unusual
– UB40: Red Red Wine
– Village People: Y.M.C.A.
– Whitesnake: Is This Love

Avatar-Gewinne: Mittlerweile bieten einige Spiele Avatar-Auszeichnungen, so auch Lips: Party Classics. Mit dem Feature können exklusive Accessoires für die Avatare freigespielt werden, die sich im Avatar-Shop nicht kaufen lassen. Dabei kommt es darauf an, wie gut man in einem bestimmten Lied singt, um ein solches Accessoire freizuschalten. Wer sich alle Kleidungsstücke freigeschalten hat, kann den Avatar ein Lips-Outfit verpassen, dass sich natürlich an Party orientiert. Damit die Accossires dem eigenen Avatar aber auch zugute kommen, muss das jeweilige Mikrofon an den Avatar gebunden sein. Das Feature sorgt nochmals für ordentlich Motivation.

Die eigene Musiksammlung: Wie bereits in den Vorgängern, bietet auch Party Classics die Möglichkeit, eigene Lieder zu importieren, um sie anschließend zu singen. Das funktioniert wirklich hervorragend, egal ob ihr eure Xbox mit eurem PC verbindet oder euren iPod bzw. MP3-Player an die Konsole anschließt. Dadurch könnt ihr jeden beliebigen Song singen. Leider ist wohl der größte Haken daran, dass es keine Songtexte gibt und man somit schon eher „freestyle“ an die Sache herangeht. Wer auf Songtexte und einem entsprechenden Video nicht verzichten kann, der darf sich direkt aus dem Spiel heraus neue Songs herunterladen. Jede Woche kommen neue Titel hinzu.

Das hat uns weniger gefallen

Lange Ladezeit: Ein Kritikpunkt, den man Lips: Party Classics vorwerfen kann, sind die zunehmenden Ladezeiten. Während man anfangs ohne Probleme in das Hauptmenü kommt und von dort auch gleich die gewünschten Optionen ansteuern kann, nehmen die Ladezeiten immer etwas zu. Sobald das Spiel das erste Mal nach einigen Sessions wieder gestartet wird, verbringt man im Hauptmenü rund eine Minute, bevor sich Dinge auswählen lassen. Das Laufwerk rattert und die Konsole versucht Inhalte zu laden, darunter auch den eigenen Avatar, der animierend im Hauptmenü zu sehen ist.

Wechsel zwischen Lead- und Hintergrund-Gesang: Was uns beim Test oft negativ aufgefallen ist, sind die chaotischen Wechsel zwischen Lead- und Hintergrund-Gesang. Besonders wenn man alleine singt, kann es passieren, dass man plötzlich nach dem Lead-Gesang auch die Hintergrund-Stimme mitsingen muss. Nervig ist dies vor allem dann, sobald mehrere Stimmen von einem Spieler gesungen werden müssen. Irgendwann geht einem die Puste aus und man kommt nicht mehr zum Luftholen. Das ist etwas, das beim nächsten Lips-Spiel dringend verbessert werden muss.

Schlusswort

Lips: Party Classic bietet 40 brandneue Songs, die aus den Siebzigern, Achtzigern und Neunzigern stammen. Im Vergleich zu den Vorgängern gibt es bis auf die Songliste keine weitreichenden Neuerungen. Positiv hervorzuheben ist aber vor allem, dass sich jetzt die meisten USB-Mikrofone verwenden lassen. Gut gefallen hat uns auch die Integration des Avatars, der nun Gesten während dem Singen macht oder bei der Songauswahl im Takt die Hüften kreisen lässt. Letztendlich hängt es auch diesmal vom persönlichen Musikgeschmack ab, ob ihr euch für Party Classics entscheidet.

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