Maestro! Jump in Music – Test

16. Mai 2010 | 21:02 Geschrieben von : Keine Kommentare

Der Nintendo DS bietet sich prima für Musikspiele jeglicher Art an, was nicht zuletzt an seinem Touchscreen liegt. Eines dieser Musikspiele hört auf den Namen Maestro! Jump in Music und wird – eher ungewöhnlich – vom Zubehör-Hersteller Bigben vertrieben. Maestro! Jump in Music aber ist nicht einfach nur ein stinknormales Musikspiel, bei dem man nach und nach Noten mit dem Stylus zupft. Stattdessen nimmt es sich einem weiteren Genre an: Jump & Run.

Wie das genau funktioniert und was Maestro! Jump in Music alles zu bieten hat, das möchte wir in unserem Test erklären. Versprochen werden uns ein neues Spiekonzept, klassische und moderne Melodien, sechs verschiedene Welten, drei Schwierigkeitsgrade und drei verschiedene Spielmodi. Im Mittelpunkt steht dabei das pinke Vögelchen Pestro, das stets ein freches und aber auch liebenswertes Lächeln im Gesicht trägt.

In Maestro! Jump in Music gibt es eine Art Oberwelt, die ein wenig an Super Mario erinnert und nach und nach zu den Levels führt. Jeder vierte Level ist ein Spielchen gegen den Obermotz Stakkato, eine riesige Spinne. Wie irgendwie zu erwarten, geht es auch in diesem Spiel um ein Weibchen, das Pestro und Stakkato den Kopf verdreht hat. Und da sie das Herz von Pestro erobern konnte, ist sein Wiedersacher natürlich sauer…

Aktueller Trailer

Das hat uns gefallen

Interessantes Spielkonzept: Wie bereits erwähnt, macht Maestro reichlich Gebrauch von der Mischung Musik und Jump & Run. Mit dem Stylus zieht, ruppelt und tippt man im Takt der Musik. Währenddessen rennt Pestro automatisch durch den jeweiligen Level von links nach rechts und wird einzig durch das Zupfen bzw. Anschlagen von Saiten von uns gesteuert. Man muss ihn springen oder gar fallen lassen, um Sterne und sonstige Musikobjekte aufzusammeln. Auch Gegner zur richtigen Zeit antippen und auf Harfen mit dem Stylus quer entlangfahren gehören dazu. Durch diese Aktionen mit dem Stylus wird natürlich die Musik gespielt. Sollte man die „Noten“ aber nicht richtig treffen, so bekommt Presto Bekanntschaft mit fiesen roten Noten, die schließlich über den Erfolg entscheiden können. Toll!

Gelungene Musikauswahl: Bei der Musikauswahl entscheidet wie immer der persönliche Geschmack. Schön ist, dass die Musik bunt gemischt ist und euch solche Lieder wie „Eine kleine Nachtmusik“ von Mozart, „ABC“ von den Jacksons und „House of The Rising Sun“ von den Animals erwarten. Insgesamt gibt es 24 verschiedene Musikstücke. Sehr gefallen hat uns auch die Neuausrichtung von einigen Songs, wo klassische Musik etwa mit einigen Drums verschmischt wurde. Jeder Song kommt in drei verschiedenen Variationen daher und wird je nach Schwierigkeitsgrad länger und und mit weiteren Noten gespickt.

Grafisches Schmankerl: Grafisch konnten die Entwickler ein richtiges Feuerwerk zünden. Die Hintergründe sind teilweise in 3D gehalten, bestechen aber auch durch Parallax Scrolling. Das bedeutet, dass die Hintergründe in verschiedenen Ebenen aufgteilt sind, die plastisch wirken und durch ihre zeitliche verzögerte Bewegung Tiefe in das Spiel bringen. Putzige Animationen von Pestro und seinen Gegnern können ebenso überzeugen und geben den Charakteren nicht nur den nötigen Charme, sondern auch den Witz. Übrigens geht es unter anderem durch Venedig und einen dichtbewachsenen Dschungel, in dem sogar Dinosaurier hausen.



Das hat uns weniger gefallen

Langweilige Bosskämpfe: Wie schon erwähnt, kommt die Spinne Stakkato alle vier Levels hervorgekrochen, um sich an Presto zu rächen. Das Gameplay ist völlig anders als in den normalen Levels, in denen Presto von links nach rechts läuft. Hier gibt Stakkato einen bestimmten Rhythmus vor, der von uns nachgetrommelt bzw. nachgezupft werden muss. Beim ersten Mal ist das Ganze noch OK, doch da sich dies immer und immer wiederholt, schwindet die Motivation schnell. Zudem ist der Endbosskampf sehr anspruchslos und kann sich qualitativ nicht auf eine Ebene mit den normalen Levels stellen.

Künstlich klingende Melodien: Dass der Nintendo DS soundtechnisch eine ganze Menge drauf hat, konnten Entwickler in der Vergangenheit mehrfach unter Beweis stellen. So toll die einzelnen Musikstücke auch sein mögen, so künstlich hören sie sich teilweise auch an. Da wäre aufjedenfall mehr drin gewesen. Einen Eindruck davon machen könnt ihr euch im Trailer, den ihr weiter oben findet.

Schlusswort

Musikalisch und thematisch wurde in Maestro! Jump in Music für genügend Abwechslung gesorgt. Der leichte Schwierigkeitsgrad ist aber nur für wirkliche Anfänger geeignet. Der Haken für Fortgeschrittene: Der Schwierigkeitsgrad lässt sich am Anfang nicht auswählen, was für Motivationslosigkeit sorgen könnte. So wirklich interessant wird Majestro nämlich erst in den beiden höheren Schwierigkeitsstufen, wo die Musikstücke länger werden und nicht beschnitten sind. Wer trotzdem etwas Außergewöhnliches sucht und sowieso ein großer Musik-Fan ist, der wird mit dem Spiel seinen Spaß haben. Die frische Spielidee ist bisher einmalig und macht süchtig nach mehr. Das macht Maestro! Jump in Music zu einer der besseren Alternativen unter den Musikspielen, wenn man denn von den genannten Kritikpunkten absehen kann.

Das Spiel könnte interessant sein für: Rhythmisch Veranlagt

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