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Michael Jackson – The Experience für Wii im Test

13. Dezember 2010 | 09:00 Geschrieben von : 2 Kommentare

Noch bevor Michael Jackson starb, wurde bekannt, dass er an einem Videospiel arbeitet. Es ist nicht bekannt, ob es sich beim kürzlich veröffentlichten Michael Jackson – The Experience auch wirklich um jenes Spiel handelt. Jedenfalls handelt es sich nüchtern betrachtet um ein Just Dance 2 mit Jackson-Songs. Doch letztendlich ist es viel mehr als das, da nicht nur seine Songs zum Einsatz kommen, sondern eben auch seine grandiosen Tanzeinlagen.

Unser Test basiert einzig und allein auf der Wii-Version, die PSP- und DS-Versionen haben mit richtigem Tanzen überhaupt nichts zu tun. Wer keine Wii hat, dafür aber eine Xbox 360 oder PlayStation 3, der darf Anfang nächsten Jahres Michael Jackson – The Experience ebenfalls auf seiner Konsole spielen. Wir gehen davon aus, dass die Steuerung über Kinect bzw. PlayStation Move etwas präziser ausfallen wird.

Aktuelles Video

Das hat uns gefallen

Gigantische Songauswahl: Was könnte wohl der größte Pluspunkt an einem Spiel zu Michael Jackson sein? Natürlich dessen Lieder.  Insgesamt sind 26 Lieder enthalten, davon größtenteils altbekannte. Sicherlich fehlen hier und da noch einige große Hits, die Auswahl aber kann sich durchaus sehen lassen. Das Schöne ist, dass ihr nicht nur tanzen, sondern auch dazu singen könnt. Zwar werden keine Mikrofone unterstützt, dafür aber werden zu jedem Lied die Textpassagen eingeblendet.

Mit dabei sind:
· Bad
· Beat it
· Billie Jean
· Black or White
· Dirty Diana
· Don’t Stop ‚Till You Get Enough
· Earth Song
· Ghosts
· Heal the World
· In the Closet
· Leave Me Alone
· Money
· Remember the Time
· Rock With You
· Smooth Criminal
· Speed Demon
· Streetwalker
· Sunset Driver
· The Girl is Mine
· The Way you Make Me Feel
· They Don’t Care About Us
· Thriller
· Wanna Be Startin‘ Something
· Who Is It
· Will You Be There
· Workin‘ Day and Night

Es gibt zwar noch den Song Another Part of Me, der ist aber nur in der Limited Edition enthalten.


Schweißtreibende Tanzeinlagen: Die gesamten Tanzeinlagen basieren fast komplett auf denen von Michael Jackson, die er auch tatsächlich so in den jeweiligen Musikvideos und auf der Bühne vollführte. Und diese Tanzeinlagen sind es letztendlich, die Michael Jackson – The Experience zu einem ganz besonderen Spiel machen. Michaels Tänze sind nunmal völlig einzigartig, teilweise auch kurios und daher nicht von dieser Welt. Während der Songauswahl könnt ihr den Schwierigkeitsgrad einsehen, manche Titel verfügen auch über mehrere Schwierigkeitsgrade. Wer möchte, kann sich auch als Background-Tänzer versuchen, die im Vergleich zu Michael dann teilweise wieder völlig andere Schritte beherrschen. Doch ihr müsst nicht alleine tanzen, manche Songs lassen sich sogar im Duett oder als Crew mit bis zu vier Spielern spielen. Ihr könnt euch also vier Wiimotes schnappen und zu viert vor dem TV tanzen – genug Platz natürlich vorausgesetzt.

Die Tanzschritte selbst sind oftmals sehr knackig, allerdings oft auch selbsterklärend und leicht einzustudieren. Ihr müsst richtig Einsatz zeigen, was unter anderem beim Earth-Song sofort auffällt, wo man etwa mehrmals auf die Knie gehen und kurz darauf wieder aufstehen muss. Drehungen, Sprünge, spontane Bewegungen – all das darf natürlich nicht fehlen. Wer mit der Komplexität von Michaels Tanzschritten nicht zurecht kommt, der kann sich in der Dance School bzw. Tanzschule versuchen. Fast alle Videos müssen zwar erst freigespielt werden (und davon gibt es eine ganze Menge), dafür aber lohnt sich das. Ihr bekommt Schritt für Schritt die jeweiligen (komplexen) Bewegungen nähergebracht und könnt sogar die Videos pausieren und zu bestimmen Tanzschritten spulen, um effektiver zu lernen.

Im Spiel selbst werden auf dem Bildschirm nacheinander die Posen in Form von Grafiken angezeigt, die am Rand von unten nach oben laufen und im richtigen Moment eben vollführt werden müssen. Dabei wird aber aber glücklicherweise sparsam mit den Grafik-Posen umgegangen, denn sollte keine erscheinen, führt man die gleichen Tanzschritte immer und immer wieder aus, bis die nächste Pose erscheint. Das klingt vielleicht etwas kompliziert, ist es aber nicht. Solltet ihr einen Move bzw. Tanzschritt richtig ausgeführt haben, erhaltet ihr entsprechend viele Punkte. Das ist gar nicht mal so leicht, pro Tanzschritt die volle Punktzahl zu erreichen. Eure erreichte Punktzahl tragt ihr danach in eine Rangliste ein und habt so immer den Blick auf eure Leistung.

Ansonsten ist die Steuerung sehr präzise. Zwar werden unter anderem die Beinarbeit und auch die linke Hand nicht vom Spiel erkannt, das ist aber auch gar nicht nötig, da man währenddessen die Wiimote in der rechten Hand hält und durch die Haltung signalisiert wird, dass ihr die Pose gerade ausführt. Natürlich kann man auch gelangweilt mit der Wiimote schwingen, aber das ist nicht Sinn und Zweck des Spieles, so dass die Punktzahl kaum für einen Stern ausreicht. Maximal fünf Sterne lassen sich pro Song in einem Durchgang verdienen, die dann auf dem Sternenkonto gutgeschrieben werden, um neue Videos freizuschalten.

Natürlich gibt es einen kleinen Wermutstropfen: Michael Jackson ist selbst nicht in dem Video zu sehen, stattdessen sind es andere Tänzer, die nur so wie er gekleidet sind. Damit man aber den Eindruck erhält, es wirklich mit Michael zu tun zu haben, kommt ein gewisser Grafikeffekt zum Einsatz. Dadurch werden die Gesichter fast vollständig verschleiert und nur ihre Konturen sind zu sehen. Dass das nicht anders machbar ist, also Michael selbst auftreten zu lassen, dürfte selbstverständlich klar sein. Und letztendlich fällt es auch gar nicht so sehr auf, zumal die Tänzer bzw. die Animationen sehr nah am Original sind.

An dem Spiel wirkte übrigens Michaels ehemaliger Choreograf Travis Payne mit, der sogar in Videos in der Dance School auftaucht. Daher könnt ihr euch also sicher sein, dass die Tanzschritte nicht halbherzig oder nur zum Teil übernommen wurden.

Warum es auch als Fitness-Spiel durchgeht: Ja, ihr lest gerade richtig. Michael Jackson – The Experience ist nicht nur ein Tanzspiel, sondern man kann es auch als Fitness-Spiel durchgehen lassen. Die Tanzschritte verlangen gerade auf den höheren Schwierigkeitsgraden einiges von euch ab, so dass selbst trainierte Spieler nach den ersten zwei, drei Songs anfangen zu schwitzen. Besonders die Beinarbeit wird ständig gefordert. Einige Lieder bzw. Tanzschritte sind bestens dafür geeignet, Muskeln in den Beinen aufzubauen und die Ausdauer zu trainieren. Ich hab das Spiel inzwischen fast komplett in meinen alltäglichen Fitnessplan integriert und letztendlich macht der Sport dadurch noch mehr Spaß.

Das hat uns weniger gefallen

Aufwärmübungen: Das Aufwärmen ist so ziemlich das Wichtigste, was ihr vor dem Start tun solltet. Michaels Tanzeinlagen sind sehr herausfordernd, so dass man sich durchaus bei zuviel Engagement etwas übernehmen könnte. Generell ist das Aufwärmen vor jeder Sportart und eben dem Tanz sehr wichtig. Ihr habt auch tatsächlich Aufwärmübungen im Spiel als Video, wo euch die Sachen erklärt werden. Doch das Ergebnis ist leider nicht so prickelnd. Im Gegensatz zu den anderen Videos, wo Michaels Tanzschritte besser erklärt werden, werden die Aufwärmübungen nur kurz angeschnitten. Ihr müsst euch also völlig selbstständig für ein paar Minuten aufwärmen, ohne dabei großartig Hilfe zu bekommen. Das ist gerade für Anfänger nicht ganz so einfach. Der zweite große Minuspunkt ist der, dass nicht alle Aufwärmübungen am Anfang freigeschaltet sind. Etwa zwei müssen erst freigespielt werden, das zumindest unserer Ansicht völlig doof gelöst ist. Man kann doch nicht tanzen und sich danach erst aufwärmen.

Beschnitte Lieder: Einige der Lieder sind teilweise etwas beschnitten bzw. bearbeitet worden. Das mag vielleicht nicht sofort auffallen, als MJ-Fan ist es aber doch ersichtlich. Allerdings ist dieser Punkt nicht ganz so schlimm, die Lieder sind noch immer voller Dynamik und machen unheimlich viel Spaß. Aber wir wollten es nur erwähnen, dass hier und da ein paar Dinge verändert wurden. Übrigens: Musikvideos von Michael sucht ihr im Spiel vergebens, was sicherlich auch seine Gründe hat. Mehr Sinn würden sie nämlich in einem Karaokespiel machen, nicht aber in einem Tanzspiel.

Schlusswort

Ich als großer Fan von Michael Jackson bin vom Spiel  Michael Jackson – The Experience einfach nur begeistert. Dahinter verbirgt sich zwar ein herkömmliches Tanzspiel, das fast wie Just Dance aufgebaut ist. Es sticht aber völlig aus der Masse heraus, weil es eben das Spiel zum King of Pop ist, weil es eben seine Musik bietet und weil es eben auch genau so komplex von den Tanzschritten her gehalten ist, wie man es von Michael Jackson kennt. Es gibt einfach kein vergleichbares Spiel auf dem Markt.

Ob die Langzeitmotivion hoch genug ist, das können wir nicht genau sagen. Wer Fan von Michael Jackson ist und seine Lieder unheimlich gerne anhört, der wird auch in einem Jahr noch Spaß mit dem Spiel haben. Zudem darf man sich mit Freunden duellieren und kann sogar mit drei weiteren Spielern vor dem Fernseher tanzen. Ich bin jedenfalls sehr erfreut darüber, dass Ubisoft ein derartiges Spiel auf den Markt gebracht hat. Und ich bin mir ganz sicher: Michael Jackson hätte dieses Spiel geliebt.

2 Kommentare Antworte

  1. Sabrina Brem
    27. Dezember 2010

    Wie bekommt man am Anfang den Stern bei Warmup mit Maryss?

  2. ich verstehs nicht! komm bei den meisten liedern über den vierten stern und trotzdem bleib ich immer bei S1! wie komm ich denn da weiter? bitte dringend um hilfe:-(

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