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Mit Gleichgewichtstraining zu besseren Noten

28. September 2012 | 12:00 Geschrieben von : Keine Kommentare

Ergebnisse der Studie “Schnecke – Bildung braucht Gesundheit” belegen den positiven Einfluss von regelmäßigen Gleichgewichtsübungen auf schulische Leistungen in Deutsch und Mathematik.

Im Jahr 2007 startete das Projekt “Schnecke – Bildung braucht Gesundheit”. Die Studie, deren Name in Anlehnung an die Schnecke des Innenohres entstand, befasst sich mit drei Wahrnehmungssystemen, die in engem Zusammenhang stehen: Hören, Sehen und Gleichgewichtssinn. Diese Systeme haben für den Alltag in Kindergarten, Schule, Beruf und Freizeit große Bedeutung. Denn Gesundheit und schulische Leistungen sind grundlegend für die spätere berufliche und soziale Situation eines Menschen. Je früher Gleichgewichtsschwierigkeiten, Seh- und Hörschwächen erkannt werden, desto besser sind die Möglichkeiten, diese Störungen pädagogisch und medizinisch zu behandeln.

Prävention für besseres Lernen
Ziel des Projektes “Schnecke” ist es, Hörschäden vorzubeugen, Seh- und Gleichgewichtsschwierigkeiten präventiv zu begegnen sowie vorschulischen, schulischen und außerschulischen Lärm zu senken. Damit werden das Lernumfeld sowie die Lernergebnisse in allen Alters- und Schulformen gefördert.

Korrelation zwischen guten Noten und gutem Gleichgewicht
Die mehrjährige Studie des Hessischen Kultusministeriums, Arbeitsgebiet Schule & Gesundheit, gliedert sich in zwei Phasen. In Phase I – im Zeitraum von 2007 bis 2009 – wurden Hör-, Seh- und Gleichgewichtstests bei ca. 8.000 Vor-/Schülerinnen und Vor-/Schülern im Alter von 5 bis 19 Jahren durchgeführt. Die Auswertungen ergaben eine hohe Anzahl von Schülerinnen und Schülern mit Schwierigkeiten bei den Gleichgewichtstests. Eine Korrelation mit den Noten in den Fächern Deutsch, Mathematik und Sport zeigte ein überraschendes Ergebnis: Schülerinnen und Schüler mit auffälligen Gleichgewichtsleistungen zeigten deutlich schlechtere Noten in besagten Fächern im Vergleich zu Schülerinnen und Schülern mit gutem Gleichgewicht.

Gleichgewichtstraining im Unterricht
Aufbauend auf den Ergebnissen stand im zweiten Teil des Projekts “Schnecke – Bildung braucht Gesundheit” die gezielte Schulung des Gleichgewichtssinns im Fokus, um die Auswirkungen auf Leseverständnis, Rechtschreibung, Rechnen, sozial-emotionale Kompetenzen sowie auf Fein- und Grobmotorik zu evaluieren. Schülerinnen und Schüler aus 27 zweiten Klassen hessischer Grundschulen nahmen teil. 17 Klassen bildeten die Interventionsgruppe, die ein 18-monatiges, wenig zeitaufwändiges Gleichgewichtstraining durchführte. Bestandteile des ca. 15-minütigen täglichen Trainings waren wahlweise der Einsatz des Gleichgewichtskalenders (“Bildung kommt ins Gleichgewicht, Ein Gleichgewichtsprogramm zur Lernunterstützung”, Borgmann Media, 2009), eines Mini-Trampolins von Bellicon sowie die Gleichgewichtsübungen von Wii Fit Plus auf dem Wii Balance Board von Nintendo.

Messbare Verbesserungen in Deutsch und Mathematik

Nach der 18-monatigen Trainingsphase wurden alle Schülerinnen und Schüler erneut getestet. Die Ergebnisse der Evaluation pädagogischer Maßnahmen 2010- 2012 der Studie “Schnecke – Bildung braucht Gesundheit” belegt: Regelmäßiges Gleichgewichtstraining führt zu messbaren Verbesserungen in den Fächern Deutsch und Mathematik. Lehrerinnen und Lehrer berichten zudem von höherer Konzentration und Aufmerksamkeit der Schüler sowie von einem besseren

Klassenklima und erhöhter Lernfreude (Evaluation Prof. Dr. med. Eckhard Hofmann, Aalen, Prof. Dr. phil. Christina Reichbach, Bochum, Prof. Dr. med. Dietrich Grönemeyer, Witten/Herdecke). Das Projekt “Schnecke – Bildung braucht Gesundheit II” liefert damit wertvolle Empfehlungen für sinnvolle und umsetzbare Unterrichtsmethoden, die flächendeckend – ohne besonderen Raum- und Zeitbedarf – im täglichen Schulalltag eingesetzt werden können. Engagierte Unterstützung erhielt das Projekt durch die AOK Hessen sowie durch Nintendo Deutschland. Weitere Auswertungen der Studienergebnisse – auch für den Vorschulbereich – sollen bis Anfang 2013 abgeschlossen sein.

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