My Boyfriend: Verliebt in einen Star – Test (DS)

7. Januar 2010 | 20:54 Geschrieben von : Keine Kommentare

My Boyfriend: Verliebt in einen Star ist eines der neuesten Spiele aus der Just 4 Girls-Reihe und wurde demnach natürlich hauptsächlich nur für Mädchen gemacht. Das Spiel erinnert an Die Sims und ist so aufgebaut, dass man den Tag über verschiedene Aufgaben erledigt. Wurden alle Aufgaben gemeistert, kann man sich anderen Dingen widmen oder schließt den Tag ab, indem man ins Bett geht. Danach stehen wieder neue Aufgaben bereit. Alles dreht sich um Liebe, einer Band namens Velvet Black und allerlei Mädchen-Probleme.

Am Anfang lässt sich wie gewohnt ein eigener weiblicher Charakter erstellen. Sowohl Haarfarbe als auch T-Shirt und Rock oder Hose lassen sich bestimmen. Bei den Shirts findet man ebenso wie bei den Beinbekleidungen nur zwei Kleidungsstücke vor. Das empfinden wir als viel zu wenig, um unserer Protagonistin einen individuellen Look zu verpassen. Danach kann man quasi seinen „Boyfriend“ heraussuchen, der im Laufe des Spieles auftritt. Hier stehen euch drei verschiedene Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung. Und dann beginn auch schon das Spiel.

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Das hat uns gefallen

Text Auswahlmöglichkeiten: Carina, unsere besteFreundin, holt uns ab, wir verpassen den Bus und müssen den gesamten Weg durch die Stadt laufen, um schließlich zu spät zum Unterricht zu kommen. Gleich zu Beginn könnt ihr bei einem Dialog mit eurer Freundin Carina erstmals eine Antwort geben. Uns hat besonders gut gefallen, dass man zwei oder aber auch mehrere Antwortmöglichkeiten hat. Meistens eine freundliche und eine eher unfreundliche Antwort. Je nachdem, für welche ihr euch entscheidet, reagiert auch euer Gegenüber entsprechend. Das hat allerdings keine weitreichenden Auswirkungen. Tippt man einen Charakter an, fängt er an zu sprechen. Sehr cool: Sie wiederholen sich nicht ständig, sondern sagen immer wieder neue Sätze, die oftmals mit einem bestimmten Thema zu tun haben.

Wissensspiele: Da wir zu spät zur ersten Stunde kommen, dürfen wir uns auf einen langen Tag einstellen. Das meinte zumindest Frau Werner, als wir die Schuld auf den Schulbus schoben [Anmerkung: Eine von zwei Antwortmöglichkeiten]. Die erste Stunde ist Geografie. Man erhält eine Landkarte, auf der die gesuchten Länder zu finden sind. Frau Werner wollte wissen, wo Thailand, Saudi Arabien, Kasachstan, Mali und Polen liegen. Hat man den „Test“ geschafft, vergibt die Klassenlehrerin eine Note. Im Nachsitzunterricht müssen wir Geometrie-Matheaufgaben lösen. Hier muss man erneut das Köpfchen anstrengen und kleine Bausteine in Tetris-Form richtig auf ein Blatt übertragen. Hat man das erfolgreich überstanden, wird eine freundlichere Mathenote in das Notenheft eingetragen. Danach geht es zwar weiter, wer allerdings Lust hat, darf auch Biologie üben. Biologie ist etwas schwer und nichtmal Tierprofis werden dort schnell zu einer guten Note finden. Es werden kurz Karten mit Fußspuren gezeigt, die sich sofort wieder umdrehen. Danach muss man ein gezeigtes Tier den Fußspuren zuordnen. Das Problem ist nicht einmal das Tier selbst, sondern die kurze Zeit, die man zum Einprägen hat.

Minispiele: Neben den Wissensspielen (wir nennen sie so) gibt es auch normale Minispiele. Küche putzen und CDs sortieren sind weniger spannend, doch dafür machen Musik hören und Volleyball-Training irre viel Spaß. Ansonsten sind die restlichen Minispiele eher zweckmäßig gehalten. Schminken gehört dazu und erhöht gleichzeitig den Styling-Wert. Das Minispiel Quatschen kommt das erste Mal zum Vorschein, wenn man mit seinem potentiellen „Boyfriend“ etwa in einem Café Sitz und sich unterhält. Wobei das Unterhalten nur eine Art Puzzlespiel ist. Hier hätten wir etwas mehr erwartet, um vielleicht einige neue Details des Gegenübers zu erfahren.

Die Stadt und Gebäude: Die Stadt in My Boyfriend ist wirklich riesig. Man kann zu verschiedenen Orten gehen, wie etwa Shoppingcenter oder in einen Park. Damit man weiß, wohin es gehen soll, steht einem eine Karte zur Verfügung. Die Laufwege sind oftmals viel zu lang, auch wenn es einen Bus gibt, mit dem man sich zu bestimmten Orten fahren lassen kann. Viele Gebäude und Geschäfte sind betretbar. Außerdem gibt es an jeder Ecke zumindest optisch immer etwas zu entdecken, denn die Details überwiegen doch sehr stark und deshalb macht es viel Spaß, durch Räume, Gebäude oder die Stadt zu gehen. Wie bereits erwähnt, sind Menschen auch in der Stadt anzutreffen. Mit einigen lässt sich interagieren. Auch sehr gefallen haben uns die verschiedenen Umgebungsgeräusche. Während etwa im Park die Vögel zwitschern, geht es im Essensraum der Schule etwas lebhafter zu.

Bedürfnisse: Ähnlich wie in Die Sims, müsst ihr auch in My Boyfriend die eigenen Bedürfnisse befriedigen. So ist es nicht nur wichtig, auf Hygiene und Ernährung zu achten, sondern auch auf die Schulnoten, das Styling und Beziehungen. Schulnoten lassen sich etwa durch regelmäßiges Üben verbessern. Ihr erhaltet jeden Tag etwas Taschengeld, um euch zum Beispiel Essen kaufen zu können. Alternativ findet sich auch im Kühlschrank zu hause mal ein Sandwich. Bei den Beziehung sollte man immer schauen, zu welcher Bezugsperson im Moment kein so guter Draht herrscht. Ähnlich ist es auch bei der sogenannten Boyfriend-Beziehung. Falls diese sinken sollte, muss mehr Zeit mit dem Freund verbracht werden.

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Das hat uns weniger gefallen

Ein paar Kleinigkeiten: Generell haben uns die Gesichter nicht so richtig gefallen. Sie vermitteln zwar durch Mimik verschiedene Gefühlsausdrücke, doch irgendwie lässt sich keine so richtige Verbindung aufbauen. Auch die etwas langatmigen Laufwege gingen uns nach einiger Zeit auf die Nerven. Einzig eine Bushaltestelle kann hier etwas unter die Arme bzw. in dem Fall unter die Beine greifen. Leider auch nur zu bestimmten Stellen, wie Schule oder das eigene Haus. Relativ zeitig am Anfang, als der potentielle „Boyfriend“ der Klasse vorgestellt wird, muss man mit ihm einen Rundgang durch die Schule machen. Das Ganze wird künstlich in die Läge gezogen, wo man erst in die Cafeteria geht, kurz danach ins Lehrerzimmer und dann in die Sporthalle. Man läuft quasi mehrmals am Lehrerzimmer vorbei, dabei hätte man das als erstes ansteuern können.

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Schlusswort

My Boyfriend: Verliebt in einen Star ist das typische Spiel für Mädchen. Sehr gefallen hat uns, auch wenn der Tester kein Mädchen war, die Story. Zwei Mädchen schwärmen von der Musikband Velvet Black, dann taucht am nächsten Tag plötzlich ein neuer Mitschüler auf und man führt ihn durch die Schule und die Stadt. Dass der neue Mitschüler doch so eine bestimmte Beziehung zu der Band hat, lässt einem schon am Anfang vermuten, wenn man denn die Beschreibungen auf der Rückseite der Spieleverpackung nicht gelesen hat – fast wie in einem amerikanischen Teenie-Film. Sehr cool ist auch der Umfang des Spieles. Ihr könnt euch in einer riesigen Stadt frei bewegen, Aufgaben meistern, müsst nebenbei auf Bedürfnisse achten und versucht euch an verschiedenen Minispielen bzw. auch Wissensspielen. Was vielleicht doch etwas merkwürdig ist, ist die Ernährungseinstellung der Mädchen. Hamburger und Sandwiches gehören schon fast zur Grundnahrung. Ansonsten ist der Spielspaß enorm und es gibt viel zu entdecken. Von uns eine klare Kaufempfehlung für Mädchen, die mindestens lesen können müssen und Geografie in der Schule haben.

Das Spiel könnte interessant sein für: Junge Mädchen (mit Geografiekenntnissen)

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