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Mystery of Columbus im Test

22. November 2010 | 09:00 Geschrieben von : Keine Kommentare

Vor einiger Zeit brachte rondomedia mit Mystery of Columbus ein neues Wimmelbild-Spiel auf den Markt, das sowohl für PC als auch für den Nintendo DS erhältlich ist. Wir haben uns die PC-Version angeschaut und möchten euch in unserem Test nun das Spiel etwas näherbringen.

Die Geschichte ist recht simpel, ihr solltet keine tiefgründige Story erwarten, trotzdem ist sie spannend. Es geht umVirginia, die gemeinsam mit ihrem Vater, ein berühmter Archäologe, am Strand eines verlassenen Dorfes auf eine 500 Jahre alte Galeone von Amerikas Entdecker Christoph Kolumbus gestoßen ist.

Die Galeone ist mit einem heiligen Artefakt beladen, das einst spurlos verschwand. Merkwürdig an dem Schiff ist: An Bord sieht alles so aus, als wäre das Schiff erst gestern verlassen worden, der Zahn der Zeit scheint keinerlei Spuren hinterlassen zu haben… Als Virginias Vater dann auf geheimnisvolle Weise ums Leben kommt, beginnt sie, den Schleier der Verschwörung zu lüften. Es scheint, als sei das Schiff nur ein Puzzleteil eines mystischen Rätsels aus einer längst vergangenen Zeit.

Szenen gibt es viele, gleich am Anfang befindet ihr euch an einem Strand und könnt dort in das große alte Schiff gehen, wo euer Abenteuer erst so richtig beginnt. Dort trefft ihr gleichzeitig auch das erste Mal auf eine Zwischenwelt, wo sich Geister aufhalten. Im Grunde handelt es sich bei der Zwischenwelt nicht um völlig neue Szenen, sondern um die gleichen Szenen, die ihr zuvor verlassen habt. Die Zwischenwelten erstrahlen nur von der optischen Seite her etwas anders. Was man in solch einer Zwischenwelt aber macht, das wollen wir nicht verraten.

In Mystery of Columbus geht es nicht immer wieder in neue Szenen, sondern Virginia muss einige bereits besuchte Plätze erneut aufsuchen. Das finden wir jetzt nicht ganz so schlimm, da die jeweiligen Szenen ohnehin immer viele Details zu bieten haben.

Das hat uns gefallen

Klassisches Wimmelbild-Spiel mit Adventure-Einlagen: Wimmelbild-Spiele gibt es wie Sand am Meer, bei vielen muss man auch nur etwas herumklicken, um die Geschichte bzw. die Aufgaben zu bestehen. Bei Mystery of Columbus ist das natürlich auch so, hier kommen aber einige kleine Adventure-Elemente zum Tragen.

Manchmal müssen Objekte miteinander kombiniert werden, wodurch wieder ein neues Objekt entsteht, das eine andere Aufgabe bzw. Eigenschaft hat. Relativ nah am Anfang muss zum Beispiel eine Leiter gebaut werden, was mit einer Kette und sogar Kerzenständern funktioniert. Es ist aber nicht so, dass ihr großartig überlegen müsst, sondern das Spiel gibt euch alles vor – Hauptdarstellerin Virginia hilft gerne mal mit Ratschlägen. Und so ist es dann auch beim Suchen. Das geschieht entweder durch Symbole oder durch Text, mit denen euch gezeigt wird, was ihr in der Szene alles finden müsst. Die wichtigen Objekte wandern direkt in den Rucksack und lassen sich von dort aus jederzeit aufrufen.

Ansonsten gibt es noch interaktive Bereiche, wo etwa ein Gegenstand in Form einer Kurbel angebracht werden muss. Oder aber man wendet die zuvor gesammelten Beeren gegen einen Schwarm fliegendes Getier an, um sie wegzulocken. Hin und wieder kommen sogar einige kleinere Rätsel als Minispiele zum Vorschein, die sich bei Bedarf auch überspringen lassen. Das Überspringen hat keine Nachteile. Die Minispiele sind sehr einfach gehalten.

Grafisch hübsch: Die Entwickler zauberten eine sehr schöne und atmosphärische Kulisse auf den Bildschirm, die  vor allem durch zauberhafte Effekte trumpfen kann. Viele Wimmelbild-Spiele bieten oft nur eine starre Kulisse, Mystery of Columbus aber lässt hier und da mal ein paar Objekte wackeln und sogar das Wasser bewegt sicht leicht.

Ebenso sind einige Szenen animiert und der Kontrast zwischen diesen ist oftmals so stark und ausgeprägt, dass dadurch genug Abwechslung in die optische Seite kommt. Was auch nicht üblich bei Wimmelbild-Spielen ist: Ihr habt die Wahl zwischen zwei Ansichten. Entweder der ganz normalen oder aber ihr scrollt bzw. bewegt das jeweiligen Szenenbild, wodurch das Ganze etwas räumlicher wirkt.

Was uns besonders gefallen hat: Egal über welche Auflösung euer PC bzw. Bildschirm verfügt, Mystery of Columbus kann diese darstellen. Wir haben generell fast immer Probleme bei Wimmelbild-Spielen, da sie oftmals nur bestimmte Auflösungen zulassen – HD-Auflösungen werden ohnehin nicht von jedem Spiel unterstützt, weshalb sie deshalb bei uns manchmal gar nicht erst starten wollen. Mystery of Columbus aber funktioniert ohne Probleme und kam sogar mit unserer HD-Auflösung zurecht.

Das hat uns weniger gefallen

Sinnlos und ohne Strafen: Ganz ehrlich: Manchmal machen bestimmte Dinge überhaupt keinen Sinn. Wozu jetzt eine Aubergine oder gar Banane benötigt werden, das geht nicht hervor. Aber so ist es eben bei recht vielen Wimmelbild-Spielen, nicht immer macht alles einen Sinn. Das ist sehr schade, wir hätten uns gewünscht, dass jedes gesuchte Objekt in irgendeiner Art und Weise nützlich ist.

Seltsam: es gibt überhaupt keine Strafen für zielloses Herumklicken. Das System erwarten wir normalerweise bei allen Wimmelbild-Spielen, da es so sonst absolut keine Herausforderungen gibt. Das macht Mystery of Columbus schon wieder viel zu leicht. Immerhin wird dem Spieler nicht alles brühwarm auf dem Tablett serviert, hin und wieder lässt euch das Spiel nämlich auch mal im Dunkeln tappen.

Solltet ihr dann in einer Szene mal feststecken und ein Objekt nicht finden, habt ihr einen Pinsel zur Auswahl, mit dem ihr die Objekte freilegen könnt. Hier ist es aber zum Glück nicht ganz so einfach, der Pinsel wird nach Gebrauch automatisch gesäubert, was einige Zeit in Anspruch nimmt. Dadurch läuft man nicht die Gefahr, sich jedesmal dabei zu erwischen, doch noch den Pinsel genommen zu haben, anstatt das jeweilige Objekt selbstständig zu suchen.

Schlusswort

Mystery of Columbus ist ein grundsolides Wimmelbild-Spiel, das uns von der technischen Seite her völlig verzaubert hat. Die Story ist sehr einfach gehalten, für einen Preis von 9,99 Euro aber kann man das natürlich auch nicht anders erwarten. Was sehr interessant an dem Spiel ist: Es ist nicht schwer, kann an einigen Punkten aber herausfordernd sein. Gerade solche Wimmbild typischen Eigenschaften, wie etwa Strafen für wildes Herumklicken oder gar ein Zeitlimit für das Lösen von Rätseln, gibt es nicht. Zumindest Letzteres ist erfrischend und lässt keinen Druck entstehen. Empfehlen würden wir das Spiel daher nur Spielern, die noch nicht so viel mit Wimmelbild-Spielen am Hut haben.

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