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Need for Speed: Rivals im Test / Review

13. Dezember 2013 | 10:00 Geschrieben von : Keine Kommentare

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Nachdem Criterion im vergangenen Jahr mit Need for Speed: Most Wanted sein letztes Spiel der Rennspielreihe ablieferte, ging die Krone nun an den Entwickler Ghost, der sich in Zukunft um Need for Speed kümmert. Sein erstes Werk unter diesem neuen Job ist Need for Speed: Rivals. Das ist um Grunde eine Mischung aus Most Wanted, Blur / Mario Kart und Need for Speed: Hot Pursuit.

Jederzeit könnt ihr euch entscheiden, ob ihr den Pfad des Racers / Rennfahrers oder aber den des Cops / Gesetzeshüters gehen wollt. Egal für welche Richtung ihr euch entscheidet, immer dürft ihr euch hinter das Steuer schicker Flitzer setzen.

Es gibt eine Art Karriere, allerdings mit einer eher dürftigen Story. Als Racer nehmt ihr an verschiedenen Events teil, müsst Zeitfahr-Rennen gewinnen und euch gegen die Cops durchsetzen. Währenddessen trefft ihr in der vollkommen offenen Welt auf andere Fahrer, die ihr jederzeit zu einem Rennen herausfordern könnt. Auf der Seite der Cops hingegen fahrt ihr natürlich gegen die Racer keine Rennen, sondern versucht diese zu stellen. Auf jeder Seite verfügt euer Auto nur über eine begrenzte Schadensaufnahme, so dass euch jeder einzelne Crash immer mehr in Richtung Aus befördert. Dem kann man entweder mit Upgrades bzw. einer Verstärkung der Karosse oder aber ganz einfach mit Werkstätten entgegenwirken, die sich wiederum hin und wieder am Straßenrand blicken lassen. Es ist nicht immer ganz so einfach, während den durchschnittlich 200 bis 300 Stundenkilometern die Einfahrt einer Werkstatt zu erwischen.

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Die sogenannte Speedlist gibt euch vor, welche Aufgaben ihr zu erledigen habt. So müsst ihr beispielsweise nicht nur Events gewinnen, sondern auch die Fahrzeuge der Cops kaputtfahren oder andere Racer von der Seite rammen. Im Laufe der Zeit steigt ihr so weiter im Rang auf, wodurch ihr immer wieder neue Fahrzeuge erhaltet und Speedpoints (Währung) sammelt. Ein wenig Überlegungsarbeit ist durchaus angebracht, wenn ihr euch für einen neuen fahrbaren Untersatz entscheiden wollt. Zwar hat dieser auf dem Papier vielleicht mehr Vorteile als eurer letzter Wagen, doch der wiederum könnte mit ein paar kostengünstigeren Upgrades ebenso auf die gleiche Stufe wie das gerade erst freigeschaltete Auto gebracht werden. Neben leistungsverbessernten Upgrades hat man nämlich noch die Wahl, bestimmte zu installieren, die bei Verfolgungsjagden bzw. anderen Rennfahrer behilflich sind. Die neuen Wagen sind mit diesen Upgrades noch nicht ausgerüstet, stattdessen müssen sie auch da erst gekauft werden. So kann man mit diesen Upgrades etwa eine Schockwelle ausstoßen, um ein anderes Fahrzeug wegzuschieben. Oder aber man nutzt Turbo oder Anti-EMP-Technik. Das Ganze erinnert ein wenig an Mario Kart und Blur. Ihr fahrt also nicht nur Runden, um zu gewinnen, sondern solltet möglichst „Waffen“ einsetzen.

Auch die Cops sammeln Speedpoints und schalten immer stärkere Autos frei, wobei das generelle Tuning hier fehlt. Einzig das Anbringen von Verfolgungs-Technologie kann individualisiert werden. Ansonsten kann man bei den Fahrzeug-Freischaltungen zwischen den Typen Streifenwagen, Undercover oder Enforcer wählen. Via Knopfdruck lassen sich EMPs elektromagnetischer Impuls), Elektroschocks, Nagelbretter oder auch Helikopter anfordern. Die Upgrades lassen die Rennen lockerer und nicht so starr wie in herkömmlichen Rennspielen wirken. So wirklich nützlich wirken die Speedpoints in der Cop-Laufbahn allerdings nicht.

Dennoch kommt irgendwann der Punkt, an dem sich Eintönigkeit breitmacht, da sich die Speedlist bzw. die Aufgaben ständig wiederholen. Der Anreiz wird zudem durch die eher langweiligen Freischaltungen minimiert, da man etwa als Racer Lackierungen und als Cop weitere Variationen der Fahrzeuge freischaltet. Was die Lackierungen bzw. Aufkleber angeht, so bringt diese wohl kaum jemand freiwillig an sein Fahrzeug an. Unspektakuläre Tribals und Zahlen lassen die Autos dadurch wie Kinderspielzeug wirken.

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Sehr spannend wird Need for Speed: Rivals dann, wenn ihr euch nach gewonnenen Speedpoints entscheiden müsst, ob ihr weiterfahrt oder zurück ins Versteck geht, um diese zu sichern. Denn befindet ihr euch weiterhin in eurem Auto und fahrt umher, könnt ihr diese wieder verlieren, wenn ihr von einem Cop gestoppt wurdet bzw. euer Auto das Zeitliche segnet. Es ist also ein gewisses Risiko vorhanden, mit Speedpoints in eurer virtuellen Geldbörse die Welt von Redview unsicher zu machen. Auf der anderen Seite allerdings auch lukrativ, denn stellt ihr allerlei Unsinn an, erhöht sich euer Fahndungslevel und damit eine Art Multiplikator, wodurch ihr noch mehr Speedpoints bei den verschiedenen Aktionen / Aufgaben bekommt. Natürlich könnt ihr nach jeden gewonnen Speedpoints direkt in euer Versteck fahren und diese sichern, was aber durchaus etwas nervig mit der Zeit wird, da ihr erst ständig dorthin fahren müsst und es währenddessen ohnehin passieren kann, dass die Cops wieder an eurem Heck hängen. Zudem sind dann wieder Ladezeiten und Menüpunkte zu überstehen.

Zwei Dinge stören mich an Need for Speed: Rivals gewaltig. Zum einen werde ich mit der Steuerung nicht so richtig warm. Die Autos steuern sich recht schwammig und nicht sonderlich knackig. Gerade bei den hohen Geschwindigkeiten und den verschiedenen Straßenkreuzungen, Pfaden, versteckten Abkürzungen und Co. kann man schnell mal gegen einen Baum oder in die Leitplanke krachen. Die Fahrzeuge in Need for Speed: Most Wanted und Hot Pursuit steuerten sich definitiv besser – wieso wurde das schon wieder geändert? Zum Zweiten trägt die Kameraperspektive auch eine gewisse Mitschuld daran. Ihr könnt entweder in die Stoßenstangen-Ansicht schalten, wodurch alles gewohnt rasanter, dafür aber unübersichtlicher wirkt. Oder aber ihr schaltet direkt hinter das Fahrzeug. Was hier allerdings das Problem ist: die Kamera ist zu nah im Auto platziert, ihr habt hier tatsächlich nur eine einzige Einstellung und könnt sie nicht weiter zurücksetzen. Das wirkt alles sehr unangenehm und unübersichtlich.

Ebenfalls nervig ist die fehlende Pause-Funktion, die vermutlich deshalb nicht mit drin ist, um für mehr Adrenalin zu sorgen. Tatsächlich könnt ihr zu keiner Zeit pausieren, auch nicht außerhalb der Rennen. Wenn ihr euren Wagen also einfach stehen lasst, dann kann es mit der Zeit durchaus passieren, dass euch ein Cop sieht und wieder die Verfolgung aufnimmt. So richtig entspannen kann man also nur im Versteck. Um zum Versteck oder beispielsweise auch Garage zu gelangen, könnt ihr direkt über ein kleines Menü während der Fahrt wählen, dass euch das Navigationssystem direkt zum nächstgelegenen Ort leiten soll – während hitzigen Verfolgungsjagden nicht gerade einfach.

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Technisch gesehen kann sich Need for Speed: Rivals durchaus sehen lassen – auch auf Xbox 360 und PlayStation 3, selbst wenn diese Versionen im Gegensatz zu PC, Xbox One und PS4 optisch nicht ganz so hübsch wirken und beispielsweise coole Regentropfen-Effekte vermissen lassen. Zwar gibt es auch einige spürbare Ruckler, es ist allerdings dadurch nie unspielbar. Was zumindest auf der von uns getesteten ‚Xbox 360‘-Version häufig auffällt, sind verschiedene Grafikfehler. Es gab einmal den Fehler, da wurden keine Straßentexturen geladen, wodurch das Auto teilweise unter der Fahrbahn zu fahren schien. Ansonsten solltet ihr möglichst eine große Festplatte haben, da ihr nicht nur das Spiel selbst installieren könnt, sondern zusätzlich noch HD-Texturen.

Need for Speed: Rivals bietet ansonsten noch einen Mehrspieler-Modus. Interessant darin ist, dass ihr das Spiel komplett auch im Multiplayer durchspielen könnt. Während ihr eure Speedlists bzw. eure verschiedenen Aufgaben angeht, trefft ihr in der Spielewelt auf andere Spieler. Durch einen Knopfdruck kann man ein Rennen zwischen sich selbst und einem anderen Spieler starten und direkt ohne Ladezeiten einsteigen. Die zu fahrende Strecke wird dynamisch festgelegt. Außerdem kann man ebenfalls bei Events von anderen Spielern teilnehmen – andersherum natürlich ebenfalls -, wenn diese ihre Speedlist gerade „abhaken“. In diesem Bereich besser als Test Drive Unlimited 2.

Fazit

Need for Speed: Rivals hinterlässt gemischte Gefühle. Es ist ein schickes Arcade-Rennspiel mit herausfordernden Aufgaben, einer tollen Technik sowie hübschen Präsentation und einem Spielprinzip, das an Mario Kart und Blur erinnert. Mit verschiedenen Gadgets / Waffen kann man den anderen Rennfahrern und Polizisten ordentlich zusetzen und sogar ein wenig strategisch vorgehen. Das bringt eine ganz eigene Dynamik in die verschiedenen Rennen und lässt alles viel lockerer wirken.

Auf der anderen Seite sind es die nicht so knackige Steuerung, eine gewisse Unübersichtlichkeit und die Eintönigkeit, die den Spielfluss stören. Was wiederum besonders interessant ist, ist das Risiko, das man nach dem Gewinnen von Speedpoints eingehen kann. Immer wieder fragt man sich, ob man lieber in den Unterschlupf fährt, um sich sein Verdientes zu sichern, oder doch lieber noch ein paar Runden dreht – dabei allerdings das Risiko eingeht, die Speedpoints wieder zu verlieren.

So oder so, egal für welche beiden Seiten ihr euch entschieden – ob Raser oder Polizei -, die Mischung aus all dem ist interessant, wenn auch nicht perfekt. Wer gerne Rennspiele genießt, schaut sich Need for Speed: Rivals an.

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