Erhältlich für:

  • ps3
  • wii
  • ds

Phineas und Ferb: Quer durch die 2. Dimension – Spiel im Test

26. September 2011 | 10:25 Geschrieben von : Ein Kommentar

Phineas und Ferb ist eine US-amerikanische Zeichentrickserie von Walt Disney, die bereits seit vier Jahren jung und alt begeistert. Nachdem es bereits einige Zeichentrickfilme dazu auf DVD gab, steht mit Phineas und Ferb: Quer durch die 2. Dimension seit 22. September die vierte DVD im Handel bereit. Nicht fehlen darf dazu parallel das gleichnamige Spiel. Phineas und Ferb: Quer durch die 2. Dimension ist neben Nintendo DS und Wii ebenfalls für die PlayStation 3 erhältlich. Wir haben uns die PS3-Version angeschaut.

Das hat uns gefallen

Für Kinder einfach zu erlernen: Man merkt sofort, dass Phineas und Ferb: Quer durch die 2. Dimension für jüngere Spieler gemacht ist. Die Steuerung ist sehr einfach gehalten und der Schwierigkeitsgrad ist leicht, damit jüngere Spieler stets Erfolge sehen und nicht frustriert aufgeben. Es wird gehüpft, gerannt, gerutscht, geflogen, geklettert, geschwommen und mit witzigen Gadgets bzw. Waffen geschossen. Eines von ihnen ist eine Baseballkanone, die harte Bälle verschießt. Ein anderes Gadget, nämlich ein Handschuh, ermöglicht das Hochklettern an bestimmten Wänden. Durch Chips lassen sich die Gadgets erweitern. Die Baseballkanone schießt zum Beispiel schneller, der Karbonator, mit dem man Orangensaft verschießt, richtet mehr Schaden an. Sogar Sound-Chips lassen sich installieren, wodurch die Waffen anders klingen. Es gibt auch ein Gagdet, mit dem man etwa Laserstrahlen umleiten muss. Hier muss man bestimmte Winkel hochheben und sie in die richtige Position bringen, damit die Laserstrahlen in die dafür vorgesehene Einrichtung geleitet werden und somit neue Wege öffnen.

Sollte man einmal abstürzen, was durch die nicht immer ganz so optimale Kameraperspektive durchaus häufiger passieren kann, wird der Charakter wieder automatisch zurückgesetzt. Dabei verliert er etwas Energie bzw. Gesundheit, die sich durch kleine Medizinpakete (findet man nahezu überall) wieder aufladen lässt. Es können auch Doppelsprünge gemacht werden – wenn man nach dem zweiten Drücken die Sprungtaste gedrückt hält, erscheint ein Rotor und der jeweilige Charakter kann für eine kurze Zeit schweben.

Was auch schön ist: Kinder und Eltern dürfen zusammenspielen, da man gleichzeitig zwei Charaktere steuern kann. Darunter finden sich nicht nur Phineas und Ferb, sondern auch Agent P, Agent T und zwei weitere. Diese lassen sich vor jeder Mission auswählen, wobei man nie vorgeschrieben bekommt, für welchen Charakter man sich entscheiden sollte. Jeder von ihnen verfügt über spezielle Fähigkeiten. Phineas zum Beispiel hat die Fähigkeit Erholung, Agent T hingegen verfügt über einen Reflektorpanzer und Ferb ist belastbarer und steckt somit mehr Schaden ein, der durch die Gegner versursacht wird.

Teamarbeit wird beim Zusammenspiel großgeschrieben – zum Beispiel wenn Schalter gedrückt werden müssen. Einer der beiden Spieler stellt sich auf einen Schalter, wodurch eine Türe aufgeht. Anschließend geht der andere Spieler hindurch, erledigt ein paar Gegner und sammelt einen wichtigen Gegenstand ein. Nun stellt sich dieser Spieler auf einen anderen Schalter und der andere Spieler, welcher als erstes einen Schalter betätigte , kann nun durch eine andere sich soeben geöffnete Türe gehen. Währenddessen muss der andere Spieler natürlich auf dem Schalter bleiben, sonst wird die Türe wieder geschlossen und der  Spieler kommt nicht mehr heraus. Währenddessen wird übrigens der Bildschirm in zwei Hälften geteilt, da sich beide Spieler in unterschiedlichen Räumen befinden.

Wir haben die PS3-Version getestet und können somit nichts zu Wii-Version sagen. Das Spiel sollte auf beiden Konsolen jedoch identisch sein. Die Steuerung könnt ihr auf der PS3 nicht nur mit dem normalen PS3-Controller spielen, sondern auch mit PlayStation Move. Egal welchen man verwendet – sollten die Gegner einmal in der Überzahl sein und man sieht keinen Ausweg, dann genügt ein kurzes Schütteln, um eine Wirbelattacke auszuführen und die Gegner so zurechtzuweisen.

Abwechslung pur: Wer Lizenzspiele kennt, also Spiele, die etwa auf einer TV-Serie oder einem Film basieren, der weiß, dass diese oftmals kaum Abwechslung bieten. Anders aber bei Phineas und Ferb: Quer durch die 2. Dimension. Das Spiel strotzt nur so vor Einfallsreichtum und Abwechslung. Jeder Level spielt sich anders, sieht anders aus, fühlt sich anders an. Zum Beispiel gibt es da das Land der Ballons, in dem man auf Luftballons in allen erdenklichen Farben, Formen und Größen trifft. Wie in den meisten anderen Levels auch, gibt es hier verschiedene Abschnitte. So hüpft man etwa von Ballon zu Ballon, während Stachelschweine aus der Ferne versuchen die Ballons zum Platzen bringen. Da heißt es dann natürlich ausweichen und schnell einen anderen Ballon suchen. Auch witzig: man trifft in einer Szene auf einen riesigen Blasebalg, mit dem man durch mehrmaliges Springen einen Ballon aufbläst, über den man dann weiterkommt. An andere Stelle fallen Wasserballons herab, denen man ausweichen muss.

So richtig nostalgisch wird es dann einen Level weiter, der komplett in Schwarzweiß und im Stil der alten Stummfilme gehalten ist – ein sehr gelungener Kontrast zu den kunterbunten Charakteren im Vordergrund. Dabei erinnert dieser Level in vielen Details an den Disney-Zeichentrickfilm Steamboad Willie mit Micky Maus in der Hauptrolle. Sogar der Dampfer ist mit dabei, wo man über Kisten springen und anschließend auch welche sortieren muss, da alle ein wenig durcheinandergeraten sind. Also greift man zu einem Gadget, hebt die Kisten mit diesem auf und legt sie in den dafür vorgesehen Bereich ab. Die Bananen-Kisten kommen zu den Bananen, die Orangen-Kisten zu den Orangen, etc. Abseits von den Sprungeinlagen wird danach ein Labyrinth betreten und später muss man auch noch einen Traktor in dieser Schwarzweiß-Welt reparieren. Sobald man den Traktor reparieren möchte, findet man sich in dessen Inneren wieder – die beiden Charaktere werden quasi in eine Art Computerprogramm gesogen, wo sie „Viren“ bekämpfen müssen. All das passt zwar nicht zu einem alten Traktor, dafür aber zum nostalgischen Stummfilm-Level, da dieses Minispiel an die alten Spiele aus den 1990er Jahren angelehnt ist und auch so klingt – Stichwort „Retro-Gaming“.

Die anderen Levels sind ebenfalls sehr abwechslungsreich gestaltet. Zum Beispiel müssen Wasserkanonen vor Zeitportalen aufgebaut werden, um die daraus hervortretenden Gegner zu besiegen. Dabei sollte man die Wasserkanonen strategisch klug platzieren, denn sind diese zu weit weg vom Geschehen, wird es etwas schwerer. In weiteren Levels trifft man auf Gele, das zum Beispiel die Charaktere höher springen lässt – und durch orangenes Gele kann man sogar schwimmen.

Das Spielgeschehen findet in der Regel immer in 2D statt, allerdings gibt es dann auch Levels, wo man plötzlich in eine andere Richtung (nach vorne) laufen kann oder durch die Luft mit einem Jetpack auf dem Rücken fliegt. Oder aber man steht auf Luftballonkissen, die sich automatisch nach vorne bewegen und man nach links und rechts ausweichen muss. Es gibt einfach so viele tolle Szenen, die wir hier aber nicht alle aufzählen können und wollen, um euch nicht die Überraschung zu nehmen.

Zwischen den Levels könnt ihr übrigens zwei Minispiele spielen, wenn ihr denn wollt. In den Levels finden sich Goldmünzen, die ihr nach Lust und Laune einsammeln oder einfach liegenlassen könnt. Die Goldmünzen lassen sich in einem Greifarm-Automaten investieren, also eine Maschine, in der  man Kugeln bzw. Preise herausfischen kann. Hier ist etwas Timing und Augenmaß gefragt. Neben verschiedenen Überraschungspreisen könnt ihr Tickets abgreifen, die sich dann wiederum in Chips und Co. stecken lassen. Ein weiteres Minispiel ist etwas schwer zu erklären, aber nicht weniger spaßig. Man verfügt über Bälle, die auf eine sich drehende Scheibe gerollt werden. Das Ganze erinnert im weitesten Sinne an Bowling, nur hier wirft man keine Kegel um, sondern muss Farbfelder treffen, die einem Punkte und schließlich weitere Tickets geben.

Witzig und kunterbunt: Phineas und Ferb: Quer durch die 2. Dimension ist natürlich ganz im Stil des Filmes und der bekannten Zeichentrickserie gehalten. Alle Texte und auch die Sprachausgabe sind auf Deutsch und leicht verständlich. Die Synchronsprecher, die die Charaktere vertonen, sind sehr professionell, viele sind auch bekannt und scheinen während ihrer Arbeit richtig Spaß gehabt zu haben. Alle Stimmen sind natürlich die Originalstimmen der Charaktere. Die Dialoge sind witzig und unterhaltsam, überfordern Kinder allerdings nicht. Was die Optik angeht, so ist alles quietschebunt gehalten, die Charaktere heben sich von den Hintergründen sehr gut ab und wirken comichaft.

Das hat uns weniger gefallen

Mitstreiter-Intelligenz häufig durchwachsen: Spielt man zu zweit, steigt der Spaßfaktor ordentlich an. Spielt man hingegen alleine, wird der zweite Charakter vom Computer übernommen. Das Problem hier ist, dass dieser oftmals an Objekten hängenbleibt und uns nicht mehr folgen kann. Anschließend wird er automatisch zurückgesetzt und an jene Stelle teleportiert, an der wir uns gerade finden. Dadurch wird dem computergesteuerten Charakter Energie abgezogen. Nicht selten schießt bzw. hilft uns der computergesteuerte Mitstreiter nicht, wenn Gegner auftauchen. Er steht stattdessen in der Gegend herum, schießt kurze Zeit etwas um sich und hört wieder auf. Ob das von den Entwicklern so gewollt ist, damit der Spieler etwas zu tun hat und der computergesteuerte Charakter nicht die gesamte Arbeit erledigt, ist unklar. Trotzdem kann man das Spiel ohne Probleme auch alleine spielen, ein zweiter Spieler wird nicht benötigt – es macht dann aber eben etwas mehr Spaß.

Schlusswort

Wir sind noch immer völlig baff, wie gut Phineas und Ferb: Quer durch die 2. Dimension doch geworden ist. Obwohl der Schwierigkeitsgrad nicht hoch ist und sich somit eher an Kinder richtet, werden jung und alt viel Spaß damit haben. Nicht zuletzt wegen der großen, kreativen Abwechslung, die jeden einzelnen Level einzigartig macht. Egal ob man hüpft, rennt, fliegt, schwimmt oder klettert, kein Level spielt sich wie der andere. Punkten kann ebenfalls die kunterbunte Comicgrafik und die witzige, deutsche Sprachausgabe, die den Charakteren Leben einhaucht. Zu empfehlen ist Phineas und Ferb: Quer durch die 2. Dimension vor allem für Familien, in denen Eltern mit ihren Kindern oder die Geschwister miteinander spielen, da das Spiel Teamarbeit großschreibt. Phineas und Ferb: Quer durch die 2. Dimension ist definitiv eines unserer Spiele-Highlights 2011.

 

1 Kommentar Antworte

  1. Hey ich will das Spiel spielen nicht die Regeln lesen

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