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Rabbids 3D im Test

4. April 2011 | 10:00 Geschrieben von : Ein Kommentar

Mit Rabbids 3D betreten die verrückten Hasen Neuland. Glücklicherweise handelt es sich dabei nicht um eine weitere Minispielsammlung, wie nicht gerade wenige von euch nun vermuten dürften. Rabbids 3D ist stattdessen ein 2D Jump & Run durch und durch und verwendet gleichzeitig auch noch 3D-Effekte. Kann das denn überhaupt funktionieren? Also ein 2D Jump & Run gepaart mit 3D? Und fühlen sich die verrückten Hasen in dem Genre wirklich pudelwohl? Diese Fragen wollen wir in unserem Test beantworten.

Es gibt sogar eine Story: Die Rabbids spielen gerade in einem Museum herum, als plötzlich eine Waschmaschine aus dem Nichts auftaucht. Aus ihr steigt ein Rabbid mit einem entenförmigen Schwimmring heraus und richtet Chaos an. Dadurch gelangen einige der Rabbids in die Waschmaschine und reisen unabsichtlich durch die Zeit oder eher in die Vergangenheit. Ihr Ziel besteht darin, Schwimmringe zu finden… den Anfang macht dabei die Urgeschichte, später dann geht es auch in die griechische und römische Antike. Insgesamt vier verschiedene Zeitalter mit insgesamt über 60 Levels gibt es.

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Das hat uns gefallen

Ja, es funktioniert: Dass ein 2D Jump & Run mit 3D funktionieren kann, zeigte bereits Wario Land auf dem Virtual Boy. Dort nutzte Nintendo sogar den 3D-Effekt aus, um spielerische Features zu verwenden, wie etwa das Hin- und Herspringen zwischen verschiedenen (Hintergrund-)Ebenen. Das gibt es in Rabbids 3D allerdings nicht und wird es wohl auch nie in einem 3DS-Spiel so in dieser Form geben. Die Entwickler müssen nämlich garantieren, dass ihr Spiel auch mit ausgeschaltetem 3D-Effekt spielbar ist. Jedenfalls funktioniert der 3D-Effekt in Rabbids 3D wirklich sehr gut.  Während ihr von links nach rechts, von unten nach oben, von rechts nach links und von oben nach unten springt, kommt ein schöner Tiefeneffekt zum Einsatz. Im Hintergrund kreisen zum Beispiel Flugsaurier und im Vordergrund springen Pflanzen ins Auge.

Besonders witzig ist die Sterbeanimation, wenn unser verrückter Hase zerquetscht wird, keine Energie mehr hat oder in eine grüne Giftwolke fällt. Dann fliegt er auf den Spieler zu und hinterlässt einen zersplitterten 3D-Bildschirm. Noch witziger und erschreckend echt aber ist der Skarabäus-Käfer, der sich in der Antike hin und wieder auf den 3D-Bildschirm setzt. Man hat wirklich das Gefühl, als würde sich auf dem Bildschirm ein echter Käfer bequem machen. Tolle Spielerei. Letztendlich will Rabbids 3D die Spielwelt nicht künstlich mit 3D aufplustern – und das ist gut so.

Klassisches Jump & Run: Man muss vor Ubisoft den Hut ziehen, dass sie eine solch gelungene Steuerung  hinbekommen haben. Ihr könnt den Rabbid wahlweise mit dem digitalen Steuerkreuz oder dem Schiebe-Pad bewegen. Es fühlt sich an, als habe der Hase tatsächlich ein gewisses Gewicht und bewegt sich dementsprechend durch die Levels. Die Steuerung ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, durch die Einfachheit aber sehr schnell zu erlernen.

In den Levels, in denen man hauptsächlich von Plattform zu Plattform springt und Abgründe überwinden muss, kommt man in Situationen, in denen dann doch etwas mehr, als einfach nur Sprungtalent abverlangt wird. Ab und zu muss sich der Hase auch ducken bzw. in diesem Fall eher hinlegen, damit er nicht zerquetscht wird. An einer anderen Stelle ist der Absatz so hoch, dass man mit einem normalen Sprung nicht weiterkommt. Hierfür steht dann zwar eine Kiste bereit, die der Rabbid aufnehmen und an beliebiger Stelle platzieren kann, der Absatz ist aber weiterhin zu groß. Was also tun? Ganz einfach: Man springt hoch, setzt zur Stampfattacke an und die Kiste wird hochgeschleudert. Während sie sich in der Luft befindet, springt man von ihr ab und gelangt so an eine höhere Stelle. Die Stampfattacke dient außerdem dafür, um Gegner zu zermatschen oder Blöcke zu zerstören, hinter denen sich allerlei Goodies befinden können.

Ansonsten kann unser Charakter aber auch gegnerische Hasen angreifen, die etwa Feuer spucken oder wie angestochen mit einem Bienenstock auf dem Kopf in der Gegend herumtorkeln. Wirklich gefährlich werden können diese aber zumindest für geübte Spieler nicht. Gelegenheitsspieler könnten sich an einigen Gegnern aber durchaus die Zähne ausbeißen, wie etwa wenn ein Hase an einer Liane schwingend auf einen zukommt und den eigenen Rabbid nicht nur einen Energiepunkt abzieht, sondern ihn auch ein paar Meter weit schleudert. Apropos… sollte sich die Energie dem Ende neigen, die übrigens durch rosarote Klopapierrollen dargestellt wird, dann reicht es einfach, selbige aufzusammeln. Die findet man entweder in zerstörbaren Blöcken, hin und wieder in einer Kiste und auch bei besiegten Gegnern. Und da die Entwickler gefühlt an jeder Ecke ein Leben verstecken, kann man kaum verlieren, zumal es auch noch mehrere Checkpoints in jedem Level gibt und sich die Energieleiste regelmäßig erweitert. Trotzdem ist es nicht so, dass Profis ohne Probleme durch die Levels springen – es gibt Passagen, da gehen 5 bis 10 Leben drauf.

Rabbids 3D bietet auch ein paar (!) recht gute Ideen. Zum Beispiel flüchtet man in einem Level vor einem riesigen Dinosaurier und rennt und hopst mit seinem Hasen davon. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, da geht es plötzlich von rechts nach links und kurze Zeit später wieder von links nach rechts. Leider sind solche abwechslungsreichen Abschnitte sehr selten. Außerdem dürft ihr euch hin und wieder ein paar Hüte aufziehen, um schwimmen zu gehen, für kurze Zeit höher springen zu können oder unbesiegbar zu werden.

Kleider machen Rabbids: Wer LittleBigPlanet kennt, der will die Individualisierung des Hauptcharakters nicht mehr missen. Das gibt es auch in Rabbids 3D, allerdings stark abgespeckt und dennoch nicht weniger unterhaltend. Für besiegte Gegner erhaltet ihr automatisch Kleidungsstücke, die ihr im Kleiderschrank euren Hasen anziehen könnt. Diese beschränken sich auf den Kopf und den Oberkörper. Ihr könnt eurem Hasen also einen Cowboyhut aufsetzen und den Rest in eine Mumie verwandeln. Oder aber er trägt ein Tarzankostüm und auf dem Kopf Indianerschmuck. Auch wenn die Kostüme keinerlei Nutzen haben, so sind sie gerade deshalb richtig cool.

Das hat uns weniger gefallen

Leveldesign copy & paste: Rabbids 3D versucht zwar, in jedem Level ein paar Neuerungen einzubauen, allerdings unterscheiden diese sich im Grundkern nur geringfügig voneinander. Die Levels sind vom optischen Aufbau her nahezu identisch und spielen sich im Grunde auch kaum anders. Der bereits weiter oben im Text erwähnte Dinosaurier ist ein guter Ansatz, der leider nicht weiter von den Entwicklern verfolgt wurde. Auch gibt es mal einen Level, in dem man unter Zeitdruck steht und sich die Kamera bzw. der Levelanfang automatisch bewegt und man immer unter Strom steht. Aber sonst bleibt eben alles identisch – Abgründe überwinden, Gegner plattmachen und über Plattformen springen. Außerdem erinnert alles stark an die Jump & Runs mit Nintendos berühmten Klempner. Besser gut kopiert als schlecht selbstgemacht, doch alles war schon einmal da und trotz einiger pfiffiger Ideen fehlt es dem Titel an Kreativität.

Während ihr durch die Levels springt, sammelt ihr ständig Goldmünzen, Quietsche-Enten und Schwimmreifen, die am Ende auf ein Punktekonto fließen. Dadurch schaltet ihr Bonuslevels sowie 3D-Figuren zum Anschauen frei, was auf den ersten Blick eine wirklich gute Sache ist, doch die Bonuslevels hätten sich die Entwickler auch sparen können. Bei den Bonuslevels müsst ihr zumeist auf Zeit weitere Münzen und Enten einsammeln, um noch mehr solcher Bonuslevels freizuschalten. Was zum…  Und was die 3D-Figuren angeht, so gibt es hier immerhin ein paar witzige Animationen zu sehen.

 

Schlusswort

Nintendo hat es einfach verpennt, ein Jump & Run des Klempners zum Start des 3DS auf den Markt zu bringen – Ubisoft hat regiert. Rabbids 3D ist daher auch eines meiner 3DS-Highlights, da es mich als alten Jump & Run-Fan begeistert. Klar, an die Genialität eines Super Marios kommt die verrückte Hasen-Springerei nicht heran und irgendwie fehlen auch kreative Abwechslungen, was zur Folge hat, dass sich die meisten Levels identisch spielen. Trotzdem ist Rabbids 3D ein klassisches Jump & Run der alten Schule, weiß mit der Sprungphysik umzugehen und bietet einen leckeren 3D-Effekt. Und dass dann auch noch hier und da ein Bwaaaaahh unserer Lieblingshasen kommt, macht das Ganze schon beinahe unbezahlbar. Ubisoft, ich hoffe auf einen Nachfolger mit ein paar kreativeren Ideen und mehr Abwechslung.

1 Kommentar Antworte

  1. Hey, ein guter Artikel. Leider komme ich in der Mittelalterwelt am Ende nicht weiter weil mir Zeitreisen fehlen, ich hab 8 von 9 oder so. Wo bekomme ich die denn jetzt noch her? Ist das Spiel dann da am Ende einfach so vorbei?

    Ich brauche Hilfe 😉

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