Review / Test: Mein Gestüt – Ein Leben für die Pferde (DS)

21. Februar 2010 | 15:27 Geschrieben von : Keine Kommentare

Wenn es ein Genre auf dem Nintendo DS gibt, aus dem man von gefühlten 1000 Spielen wählen kann, dann ist es das Pferde-Genre. Fast jeder nahmhafte Publisher hat mehrere Spiele im Angebot, was für richtige Pferde-Fans schon ein richtiges Hindernis darstellt. Viele der Spiele unterscheiden sich in ihrer Qualität so extrem, dass man fast den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. Wir bekamen von dtp young ein Päkchen mit dem DS-Spiel Mein Gestüt – Ein Leben für die Pferde. Den Titel gibt es bereits für die Wii-Konsole und PC und baut natürlich auf die sehr erfolgreiche Pferd & Pony-Reihe auf. Man mag es kaum glauben, aber selbst Nicht-Pferde-Fans können Spaß mit den Spielen von Pferd & Pony haben. Und damit wir uns gleich richtig verstehen: Mit Pferden haben wir so rein gar nichts am Hut. Deshalb überraschte uns das Spiel umso mehr.

Wie immer dreht sich alles um das eigene Pferd auf einem Bauernhof bzw. einer Pferderanch. Und da der Hof in den letzten Jahren langsam aber sicher immer weiter den Verfall nahe kam, wurden wir dazu verdonnert dem Anwesen neues Leben einzuhauchen. So beginnt das Spiel gleich damit, einen eigenen Protagonisten zu erstellen. Dabei könnt ihr zwischen Junge und Mädchen wählen sowie verschiedene Haare und Kleidung. Ebenso darf ein Pferd natürlich nicht fehlen und wir entschieden und schließlich für einen weißen Hannoveraner mit schwarzen Haaren.

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Das hat uns Spaß gemacht

Nicht nur für Mädchen: Was uns sofort positiv ins Auge gestochen hat, war die Erstellung eines männlichen Charakters. Sonst wird meist nur ein Mädchen bevorzugt, doch hier hat man die Zielgruppe erweitert und richtet sich ebenfalls an die männlichen Spieler. Auch hat uns diesmal die Personalisierung gefallen, denn es lässt sich sogar Kleidung im Online-Shop kaufen.

Ponnyhof-GTA?: Ziemlich cool ist die Steuerung und das Gameplay ausgefallen. Wer Grand Theft Auto kennt, fühlt sich sofort heimisch. Aus der isometrischen Ansicht wird der Charakter mit dem Stylus gesteuert und lässt sich durch den gesamten Hof dirigieren. Dabei fallen die hübschen 3D-Grafiken und die vielen kleinen Details auf, in denen das Spiel gehüllt wird. Z.b. liegen im Stall Bretter herum, da noch nicht alle Pferde-Boxen fertig gebaut sind. Oder aber sich bewegendes Wasser im Fluss und die hohe Detail-Vielfalt an den Häusern. Der Hof besteht aus verschiedenen Gebäuden, wie etwa ein Therapiezentrum, einen Stall, ein Gästehaus oder unser eigenes Haus.

Viel zu tun: Da ein Pferd viel Pflege benötigt, gibt es natürlich auch in Mein Gestüt – Ein Leben für die Pferde viel zu tun. Das fängt beim Füttern an, geht hin zum Saubermachen und Ausreiten. Doch statt einfach nur simpel auf dem Touchscreen herum zu drücken, muss man richtig anpacken. Sobald etwa die Hufen dreckig sind, müssen alle vier davon gereinigt werden. Dafür steht einem ein Werkzeug zur Verfügung, mit dem sich sowohl gröbere auch als feine Verschmutzungen lösen lassen. Aber nicht nur Pferdepflege steht auf dem Programm, denn hinter dem Spiel steckt auch eine kleine Wirtschaftssimulation. So können Gäste aufgenommen und betreut werden, die die Kassen mit mehr Geld füllen. Letzteres darf in den Gebäudeausbau gesteckt werden, damit der Hof attraktiver wird. Und sogar Pferde lassen sich züchten, indem man am Anfang erst einmal ein weiteres Pferd über den Online-Shop kauft. Die Fohlen hingegen werden dann in der Longierhalle trainiert, was eher einem Minispiel gleicht. Insgesamt lassen sich sechs Pferde im Stall halten.

Hoppe, hoppe, Reiter: Das Gameplay besteht als Arbeiter nur aus simplen Touchscreen-Einlagen. Sobald es aber auf das Pferd geht, muss man es mit dem Stylus zum Schnelllaufen „anheizen“. Dabei reicht die Gangart etwa von Schritt über Trab bis zum Galopp. Und während das Pferd seiner größten Leidenschaft nachgeht, muss man als Spieler Kurven nehmen können und Hindernisse überspringen. Letzteres funktioniert recht einfach: Es tauchen nacheinander kurz Huf-Grafiken auf, die mit dem Stylus schnell antippen muss. Dabei geht es durch durch Berge, Wiesen und Felder.

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Das hat uns weniger Spaß gemacht

Etwas schwerfällig: Der Anfang, so sind wir der Meinung, ist etwas schwer geraten. Es wir verlangt, dass man eine 1-Stern-Bewertung erlangt und das Pferd in seine Box bringt. Die Orientierung ist für Einsteiger etwas gewöhnungsbedürftig, auch wenn man das nach einer kurzen Spielzeit nicht mehr nachvollziehen kann. Um das Pferd also in seine Box zu bringen, muss es von der Koppel geholt werden. Dazu geht es an das Eingangstor, was allerdings wie ein normaler Zaun aussieht. Dann schnappt man sich das Pferd und geht in den Stall. Da die Türe zum Stall automatisch aufging, denkt man am Anfang nicht daran, dass man das Pferd nur via Menü in seine Box bekommt – es hätte ja auch automatisch gehen können, oder? Ähnlich verhält es sich auch, wenn man das Pferd füttert. Dazu muss erst der Eimer genommen werden, um mit diesem dann an das Futtersilo zu gehen. Danach wird das Futter in den Eimer gefüllt, der anschließend manuell in den Futterbehälter entleert wird. Ansonsten ist der Rest recht einfach, wenn man das ganze System verstanden hat.


Mein Gestüt – Ein Leben für die Pferde knüpft an den Vorgänger an und lässt Pferde-Fans den Alltag auf einem Pferdehof erleben. Dabei muss das Anwesen aufgebaut, die Pferde gepflegt und die Einnahmen mit zahlenden Gästen aufrecht erhalten werden. Das ganze Prinzip ist ziemlich gut umgesetzt worden und bietet selbst einen wirtschaftlichen Hintergrund. Etwas negativ ist uns aufgefallen, dass der Einstieg durchaus etwas schwer sein könnte. Die Erklärung zur jeweiligen Aufgabe im Spiel selbst könnte ruhig ein bisschen umfangreicher sein. Ansonsten hat uns die tolle Grafik beeindruckt, die viele aktuelle DS-Spiele in den Schatten stellt. Aber auch die Gameplay-Elemente, wie etwa das Reinigen der Hufen, hat uns sehr gefallen. Interessant ist ebenfalls die Integration eines männlichen Spielers, so dass nicht nur Mädchen in den Genuss kommen. Was bleibt uns also letztendlich nur noch zu sagen? Ganz klar die neue Pferde-Referenz auf dem DS.

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