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SimCity Test / Review

16. März 2013 | 20:08 Geschrieben von : Keine Kommentare

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Die Wirtschafts- und Aufbausimulation SimCity wurde bereits im Jahre 1989 von Maxis-Gründer Will Wright begründet und ist die wohl bekannteste, erfolgreichste und beliebteste Spielereihe in dem Genre. Nachdem mit SimCity 4 vor 10 Jahren der letzte große Teil auf den Markt kam, folgte in diesem Jahr mit SimCity eine Neuauflage. Auch diese folgt dem klassischen Spielprinzip: Stadt aufbauen und managen. Doch was kann das neue SimCity wirklich, nachdem Maxis so viele Neuerungen und Verbesserungen versprach?

Zu allererst: Ihr benötigt zwingend eine Internetverbindung, offline Spielen könnt ihr SimCity nicht. Maxis entschied sich angeblich zu dem Schritt, weil bestimmte Spiele-Berechnungen auf die Server ausgelegt werden und neue Funktionen zum Einsatz kommen, wie etwa die Vernetzung mehrerer Städte. Die Spielfortschritte selbst werden auf den Servern gespeichert, so dass ihr Fehler leider nicht rückgängig machen und den Spielstand erneut laden könnt – auch fehlt hierzu ein Button, um versehentliche Geschicke rückgängig zu machen. All das sorgte zum Starttag des Spieles für massive Probleme, denn der Ansturm war so enorm, dass tagelang die Server streikten – und das weltweit. Ein Spielen war somit völlig unmöglich.

Und auch heute noch, über eine Woche nach Start, läuft nicht immer alles reibungslos und es kann vorkommen, dass die Verbindung zu den Servern im Spiel abbricht. Immerhin: das Spiel versucht die Verbindung selbst wieder aufzunehmen, und währenddessen könnt ihr problemlos weiterspielen, ohne dass eine Internetverbindung besteht. Da fragt man sich natürlich, ob die Behauptung, ein Offline-Modus sei nicht möglich, so seine Richtigkeit hat. Seit der Veröffentlichung des Spieles jedenfalls haben Maxis und Electronic Arts mit zahlreichen verärgerten Spielern zu kämpfen und sind einem sogenannten „Shitstorm“ (einfach ausgedrückt: alle gegen EA und Maxis) ausgesetzt. An dieser Stelle wollen wir jedoch nicht auf den Zug mit aufspringen und ebenfalls eine solche Welle lostreten. Schauen wir uns doch lieber das Spiel näher an.

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Der Bau beginnt

Bevor ihr als Bürgermeister eure zukünftige Stadt managen könnt, müsst ihr erst eine von insgesamt acht Regionen wählen, in denen ihr eure Stadt oder auch mehrere Städte bauen wollt. Dabei habt ihr die Wahl zwischen unterschiedlich großen Regionen, in denen bis zu 16 Städte Platz finden, die wiederum allesamt über Straßenbahnen, Seeweg oder auch Schienen miteinander verbunden sind. Die Baufläche pro Stadt beträgt 2×2 km, was der Größe Mittel aus SimCity 4 entspricht – laut Entwickler Maxis aus Performance-Gründen so klein. Das reicht für eine mittelgroße Stadt, die riesengroßen Megacitys sind damit so gut wie gar nicht zu erreichen, was aber nicht unbedingt bedeuten muss, dass ihr schnell auf Platzprobleme stoßen werdet, schließlich wird nicht nur in die Breite, sondern auch in die Höhe gebaut. Aber irgendwo müssen neben den Wohnflächen ja auch das Gewerbe, die Industrie sowie Bildungs- und Versorgungseinrichtungen platziert werden. Wichtig ist, schon im Voraus ein wenig zu planen, in welche Richtung man mit seiner Stadt gehen möchte, um später keine bösen Überraschungen zu erleben. Beispiel: die Windrichtung sollte unbedingt direkt am Anfang kontrolliert werden, vor allem wenn man eine Industrie baut, da der Wind nämlich die luftverschmutzenden Ausstöße in die Stadt wehen kann und die Bürger dadurch krank werden.

Und dadurch die jeweiligen Städte eher mittelgroß ausfallen und in einer Region mehrere Städte Platz finden, ist die Überlegung, eine Stadt auf ein bestimmtes Gebiet zu spezialisieren, sinnvoll. Ihr könnt euch etwa auf den Handel, Bildung, Tourismus, Industrie etc. spezialisieren und Dinge verkaufen oder „Services“ anbieten. Der Clou ist hier, dass die Städte sich in einer Region untereinander helfen und versorgen können. Baut man Öl ab, kann man damit die andere Stadt beliefern. Hat man einen Wasserüberschuss, können andere Städte das Wasser kaufen – genauso ist es möglich, anderen Städten Polizei, Feuerwehr oder Krankenwagen zur Verfügung zu stellen oder Geldgeschenke zu machen, während Arbeiter zwischen den Städten pendeln. Es ist ein Geben und Nehmen, was aber leider nicht immer ganz so rund funktioniert – offenbar funktioniert der direkte Verkauf an andere Städte noch nicht so richtig bzw. kommt kein Geld an, zumindest in unseren Fällen nicht. Aber auch hier verspricht Maxis Besserung.

Spielt ihr mit anderen Spielern, solltet ihr vorher aber schauen, mit wem ihr zusammenspielt, denn werden die Städte spezialisiert und jede ist von der anderen abhängig, wäre das natürlich das Aus der anderen Städte, wenn einer der Spieler plötzlich keine Lust mehr hat und seine Stadt ins Nirvana schickt. Aber wie gesagt, könnt ihr auch alleine spielen, was problemlos möglich ist, da die Zeit in den Städten eingefroren wird, in denen ihr euch gerade nicht befindet – ob man das als positiv oder negativ betrachtet, muss jeder selbst entscheiden. Nur der Wechsel zwischen den Städten selbst ist etwas umständlich und mit der Zeit nervig. Hier wäre eine Gesamtübersicht in der Regionsansicht besser gewesen.

Spielt ihr aber mit anderen Spielern, entfaltet das neue SimCity hier in der Theorie sein größtes Potential. Ihr könnt natürlich jederzeit miteinander kommunizieren und euch so absprechen. Etwas Würze verleihen dem Miteinander die verschiedenen Einflüsse der anderen Städte, wodurch es nicht immer harmonisch zugehen muss. Beispielsweise können Qualm der Fabriken oder auch Gangster den anderen Städten schaden. Apropos Schaden: natürlich dürften auch wieder die Katastrophen nicht fehlen, die sich mit der Zeit durch bestimmte Fortschritte freischalten. So kann es schon einmal passieren, dass plötzlich ein Tornado eure Stadt verwüstet, eine Zombieinvasion ausbricht, Aliens angreifen oder gar Meteoriten ganze Häuser einstürzen lassen. Dann ist natürlich wieder viel Aufmerksamkeit und Handeln gefragt.

Wenn Katastrophen eintreffen, sollte man schnell handeln.

Wenn Katastrophen eintreffen, sollte man schnell handeln.

Ok, jetzt beginnt der Bau wirklich

Ihr startet eure neue Stadt mit einem begrenzten Budget und müsst damit erst einmal Wohnflächen an Straßen zuweisen sowie möglichst eine Stromquelle platzieren und die Wasserversorgung sicherstellen, damit die ersten Stadtbewohner ihre Häuser errichten. Ihr selbst könnt nicht direkt Häuser platzieren, sondern legt für Wohnräume, Gewerbe und Industrie Flächen fest, die automatisch bebaut werden. Alle anderen Gebäude jedoch könnt ihr selbst platzieren – die kosten im Gegensatz zu den Flächen dann aber auch etwas. Die Planung der Infrastruktur ist mit das Wwichtigste in SimCity, was schon bei der Straße b

eginnt. Die Breite der Straßen nämlich bestimmt gleichzeitig die Dichte der Gebäude: je breiter die Straßen sind, desto größer können die Gebäude werden und desto mehr Sims kommen unter. Gleichzeitig bestimmt die Straßenbreite aber auch, wie schnell die Sims ihr Ziel erreichen können. Unterdessen ist auch ein Blick auf die Grundstückspreise wichtig. Anfangs noch bauen die Sims Wohnwagen und Minihäuser, was die Niedriglohnschicht darstellt. Baut man Parks, Schulen und andere Dinge, so wird der Grundstückspreis davon beeinflusst und die Sims bauen mit der Zeit größere Häuser – vorausgesetzt man hat die richtige Straßenbreite gewählt.

Insgesamt drei Schichten gibt es pro Gebietstyp. Das ist einmal die bereits erwähnte Niedriglohnschicht, die sich in Fabriken abrackern geht, weniger Steuern zahlt und keine großen Ansprüche stellt. Wollt ihr Bewohner der Einkommensklasse 2 in eurer Stadt haben, die natürlich in keiner Stadt fehlen dürfen, bestimmt ihr mittels eurer Infrastruktur und Umgebung (also Parks etc.) die Grundstückswertigkeit und macht die Flächen (auch Gewerbe) für die etwas besser verdienende Bevölkerung interessant. Dabei könnt ihr den Radius bzw. den Umkreis des Einflusses der Umgebung mehr oder weniger selbst bestimmen, da etwa Parks einen bestimmten Einflussradius besitzen. Und natürlich könnt ihr theoretisch eure Stadt mit der Zeit auch komplett mit den Superreichen bevölkern – solltet ihr allerdings eine Industrie oder auch Gewerbe besitzen, so denkt dran, dass die höhergestellte Einkommensschicht sich nicht gerne die Finger schmutzig macht und ihr irgendwie Arbeiter braucht – zur Not Pendler aus der Nachbarstadt. Zudem müsst ihr dafür sorgen, dass die unterschiedlichen Schichten dauerhaft in der Stadt bleiben und etwas zu tun haben. Es reicht nicht nur entsprechende Wohnflächen festzulegen, Parks zu bauen usw.. Auch wollen die verschiedenen Einkommensschichten in unterschiedlich teuren Läden und Co. shoppen gehen, weshalb ihr ebenfalls das Gewerbe entsprechend anpassen müsst.

Gebäude, darunter Schulen, haben aber auch Einfluss auf die Sims selbst. Sie werden mit der Zeit klüger, durch Bildung passieren weniger Verbrechen, es brechen auch weniger Feuer aus, die schlauen Sims sparen Strom und Wasser, und die Industrie beginnt noch weiter zu wachsen, so dass später eine richtige Hightechindustrie entstehen kann. All das bedeutet am Ende auch mehr Geld für die Stadtkasse. Das Ganze ist ein recht komplexes Thema und bedarf etwas Einarbeitungszeit. Hier ist tüfteln und ausprobieren angesagt.

Keine Einflussradien hingegen besitzen Krankenhäuser, Polizeireviere und Feuerwehrstationen, die nämlich können nun die ganze Stadt befahren, was im Vergleich zu den vorherigen SimCitys wirklich angenehm ist. Andererseits wäre es auch total verzwickt, wenn es hier Einflussradien geben würde, da man sich bedingt durch die Kartengröße den Freiraum verbauen würde. Die verschiedenen Gebäude (nicht alle) lassen sich übrigens ausbauen: sind mehr Schüler und Studenten vorhanden als Plätze an den jeweiligen Bildungseinrichtungen, muss man nicht zwangsweise neue Grundschulen oder Unis bauen, meist reicht einfach die Gebäude durch zusätzliche Klassenzimmer bzw. Anbauten zu vergrößern. Gleiches gilt etwa auch für Krankenhäuser für mehr Patienten und Polizeireviere für mehr Gitterstäbe oder auch Einsatzfahrzeuge.

Der Haken: alles, bis auf die Wohn-, Gewerbe- und Industrieflächen, kostet stündlich einen gewissen Betrag. Auch jeder Anbau und jedes zusätzliche Fahrzeug ist mit stündlichen Kosten verbunden, so dass man immer genau überlegen sollte, ob man sich das überhaupt leisten kann. Sollte das Geld doch mal knapp werden, so hat man die Möglichkeit mehrere Kredite aufzunehmen, die wiederum aber auch stündlich etwas kosten (Zinsen sozusagen). Hat man aber wieder genug Geld auf dem Konto, kann man die Kredite jederzeit wieder zurückzahlen. Alternativ schließt man als Bürgermeister einige Einrichtungen komplett oder vorübergehend, um Geld zu sparen. Dabei hilft euch eine nützliche Statistik zu überprüfen, wo die meisten Ausgaben vorhanden sind.

Die Statistiken sind sehr übersichtlich und hilfreich. Hier die Gebäudedichtekarte, die unter anderem anzeigt, ob die Sims zufrieden sind und ihr Haus gerne ausbauen würden.

Die Statistiken sind sehr übersichtlich und hilfreich. Hier die Grundstückspreiskarte, die den Wert der Grundstücke anzeigt. In den weißen bzw. hellen Bereichen wohnt die Niedriglohngesellschaft.

Achtung Baustelle

Und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn nicht nur ihr errichtet in SimCity so manch Baustelle, auch das Spiel selbst ist eine Baustelle, die hoffentlich im Laufe der Zeit mit Updates versorgt wird. Je nach Spielweise trifft man entweder häufig oder weniger häufig auf Probleme und Ungereimtheiten. Oftmals sind es kleine und mittelgroße Logikfehler, die für Stirnrunzeln sorgen. Zum Beispiel schafft man nie eine richtige Balance zwischen Industrie, Gewerbe und Bewohner.  Es kommt nicht selten vor,  dass wenn ein Arbeitsstellenüberschuss herrscht, die Betriebe dennoch fleißig ihr Unternehmen ausbauen und vergrößern, wodurch natürlich noch mehr Arbeitsstellen erschaffen werden. Wieso sollten Unternehmen wachsen wollen, wenn es keine Arbeiter gibt und man noch viele Stellen zu besetzen hatte? Das führt auf lang oder kurz zur Schließung des Betriebes.

Das kann man in der Theorie unter anderem mit der Straßendichte regeln. Baut man eine Straße für mehr Verkehr, wachsen mit der Zeit auch die Gebäude, was wiederum mehr Arbeiter und Schüler bzw. Bewohner bedeutet. Doch die Balance zwischen Industrie, Gewerbe und Einwohner wird auch damit nie erreicht. SimCity versucht den Spieler immer dazu zu bringen, mehr und mehr zu bauen, um damit die Probleme zu lösen. Aber das kann auf Dauer nicht funktionieren, zumal die Kartengröße dann doch ziemlich beschränkt ist und alles seine Grenzen hat. Anfänger bzw. Neueinsteiger werden hier auf die virtuellen Berater hören und bauen, bauen, bauen. Doch das Beste ist es, die Berater zum Großteil zu ignorieren und spätestens dann zur Tat zu schreiten, wenn die Symbole an der Unterleiste gelb werden. Dann nämlich gibt es wirklich Probleme – entweder wird zu wenig Strom geliefert, die Feuerwehr konnte ein Gebäude nicht rechtzeitig erreichen, die Abwasserrohre sind verstopft und so weiter. Hier wäre dann definitiv Handlungsbedarf angebracht.

Apropos Feuerwehr und Gebäude nicht richtig erreichen: eines der größten Probleme, die SimCity derzeit hat, ist der Straßenverkehr und die Wegfindung der Künstlichen Intelligenz. Entwickler Maxis räumte bereits ein, dass es hier wirklich Probleme gibt und arbeitet schon an einem Update. Häufig kommt es zu großen Staus, während die Sims offenbar faul sind und immer den kürzesten Weg nehmen. Gerade bei größeren Städten sehr unschön, da die Pleite dadurch schon in den Startlöchern steht und man nur noch zuschauen kann, wie die Stadt langsam vor sich hin stirbt. Was besonders nervig ist: trotz Blaulicht werden Einsatzfahrzeuge nicht durchgelassen, wodurch sie nicht selten zu spät zum Einsatzort kommen. Tatsächlich halten Krankenwagen, Feuerwehr und Polizei auch an roten Ampeln.

Staus sind nahezu allstündlich in SimCity -  und dieses Gebilde hier ist noch moderat. Maxis arbeitet aber bereits an einer Lösung. Derzeit hilft unter anderem möglichst auf viele Kreuzungen zu verzichten.

Staus sind nahezu allstündlich in SimCity – und dieses Verkehrsgebilde hier ist noch moderat. Maxis arbeitet aber bereits an einer Lösung. Derzeit hilft unter anderem möglichst auf viele Kreuzungen zu verzichten.

Was wir auch nach Hinweisen von Lesern und Usern aus Foren und Co. testweise beobachteten, waren einzelne Sims, da diese laut Maxis ja jeweils eine eigene Künstliche Intelligenz verfügen und ohnehin die Möglichkeit bieten, sich den gesamten Tag über vom Spieler verfolgen zu lassen. Doch die Wirklichkeit sieht so aus, dass kein einziger Sim eine eigene Künstliche Intelligenz besitzt. Ein Sim geht morgens aus dem Haus und sucht sich die nächstgelegene Arbeitsstelle und geht nach seinem Arbeitstag einfach zum nächstgelegenen Haus, um dort zu nächtigen. Dabei ist es egal, wo er vorher gewohnt hat, diese Wohnung existiert für ihn nicht mehr. Am nächsten Tag geht er wieder zur nächstgelegenen Arbeitsstelle, egal ob er dort gestern gearbeitet hat oder nicht. Es scheint so, als sei dessen Gedächtnis gelöscht worden. Das ist auch mehr oder weniger bei den Einsatzfahrzeugen der Fall, denn diese fahren nicht etwa zum größten Brand, sondern zu dem, zu dem sie als erstes gerufen wurden – und da ist es egal, ob man nur einen oder hundert Feuerwehren hat und die ganze Stadt abbrennt – die Einsatzfahrzeuge setzen sich einen bestimmten Punkt als Priorität und fahren erst den nächsten an, wenn der erste Fall gelöst wurde.

Auch sind die Statistiken fragwürdig, die optisch wirklich hübsch, äußerst angenehm sowie übersichtlich wirken und mit vielen Zahlen und Balken um sich schmeißen. Hier wären wir wieder beim Verhältnis mit den Arbeitern und Fabriken – so kann es vorkommen, dass sich Unternehmen im Niedriglohnbereich beschweren, dass es keine Arbeiter gibt und sich die Arbeitslosen darüber beschweren, dass es keine Jobs im Niedriglohnbereich gibt. Auch ist es unverständlich, weshalb man nicht angezeigt bekommt, wie viele Menschen in ein Wohnhaus passen, während hin und wieder völlig unrealistische Zahlen auftreten: 10 Leute in einem kleinen Wohnmobil – wie soll das möglich sein?

Doch nun genug gemeckert, die Liste ließe sich tatsächlich noch etwas ausbauen, wir wollen aber auch gar nicht alles aufzählen, da das sonst den Rahmen sprengen würde. Wer sich über die Unzulänglichkeiten informieren möchte, kann dies beispielsweise im offiziellen SimCity-Forum und SimCity.com ganz gut. Fairerweise muss man aber auch betonen, dass SimCity trotz der Ungereimtheiten und Fehler spielbar ist.

Die Gebäudedichtekarte, die hauptsächlich anzeigt, ob ein Gebäude demnächst ausgebaut wird bzw. werden möchte. Leider wird im Gewerbe und in der Industrie keine Rücksicht auf verfügbare Arbeiter genommen.

Die Gebäudedichtekarte, die hauptsächlich anzeigt, ob ein Gebäude demnächst ausgebaut wird bzw. werden möchte. Leider wird im Gewerbe und in der Industrie keine Rücksicht auf verfügbare Arbeiter genommen.

Großprojekte

Strebt ihr nach mehr Herausforderungen, könnt ihr eines von insgesamt vier Großprojekten in Angriff nehmen, die innerhalb der Region und außerhalb der eigenen Stadt errichtet werden: einen internationalen Flughafen, eine riesige Solaranlage, einen Weltraumbahnhof und Arkologie – also eine sich selbst versorgende und futuristische Kuppelstadt. Mit ihnen könnt ihr viel Geld verdienen, erfordern jedoch auch ziemlich viel Ressourcen bzw. Materialien und Geld. Natürlich könnt ihr diese als Gemeinschaftsprojekt errichten, wenn ihr mit anderen Spielern spielt, da sie eben außerhalb der Städte platziert werden. Zudem bringen die Großprojekte noch einige spielerische Vorteile, wie etwa mehr internationale Touristen durch den Flughafen oder Strom im Überfluss durch die Solaranlage.

Der Sandkasten

Übrigens bietet SimCity zwei verschiedene Spielmodi: einmal den Standard-Modus und einmal den Sandkasten-Modus. Während ihr im Standard-Modus mit den üblichen Herausforderungen zu kämpfen habt, könnt ihr es im Sandkasten-Modus eher gemächlich und auch mal etwas „mutiger“ zugehen lassen. Dabei unterstützt der Sandkasten-Modus standardmäßig Cheats, so dass ihr ohne Druck Dinge ausprobieren könnt, die sich im Standard-Modus beispielsweise wegen Geldmangel nicht ausprobieren lassen. Im Standard-Modus hingegen müsst ihr Geld erwirtschaften und die Einrichtungen erst hart erarbeiten – die aber sind im Sandkasten-Modus bereits freigeschaltet.

Deluxe vs. Standard Edition

SimCity könnt ihr in insgesamt zwei verschiedenen Versionen kaufen, sieht man mal von der optisch anders gestalteten Verpackung der sogenannten Limited Edition auf Amazon ab. Die Standard Editionen für 59,99 Euro beinhaltet nur das eigentliche Spiel, die Deluxe Edition für stolze 79,99 Euro hingegen, die es exklusiv nur bei EAs Origin gibt, enthält neben den drei Add-ons auch noch das das Set Helden und Schurken. Letzteres ist ganz nützlich, hier bekommt ihr etwa den Superhelden Maxis-Man, den ihr auf eure Stadt ansetzen und mit ihm Verbrecher jagen und Bewohnern helfen könnt. Exklusiv enthält die Deluxe Edition außerdem den Diamanten Park, der für zufriedenere Sims sorgt.

Ansonsten sind die drei bereits erwähnten Add-ons Britisches Stadtset, Französisches Stadtset und Deutsches Stadtset enthalten, die jeweils Wahrzeichen, Gebäude, öffentliche Verkehrsmittel usw. mit sich bringen, womit sich die eigene Stadt entsprechend optisch an die Länder anpassen lässt. Auf den ersten Blick eine gute Sache, sorgt das doch für mehr Abwechslung. Allerdings sehen wir dem Ganzen dennoch kritisch entgegen, da eben direkt seit Start von SimCity Add-ons verkauft werden. Und dann sind die gar nicht mal so günstig, einzeln kosten sie satte 9,99 Euro, zumal man nicht alle Inhalte sofort im Spiel zur Verfügung stehen, sondern erst im Laufe des weiteren Fortschritts. Wir befürchten, dass SimCity ähnlich wie Die Sims ausgeschlachtet wird und es regelmäßig neue Add-ons für viel Geld zu kaufen gibt. Auch befürchten wir, dass versprochene Zusatzfunktionen oder allgemein Funktionen, die es in vorherigen SimCity-Spielen gab, mit kostenpflichtigen Add-ons nachgeliefert werden. Wir hoffen, dass wir uns irren.

Miniaturwelt

Grafisch ist SimCity ohne Zweifel eine Augenweide, je nachdem wie leistungsfähig euer PC ist. Das Tolle ist, dass ihr auch mit einem schwachen Rechner am Städtebau teilnehmen dürft, die Mindestanforderungen liegen bei einem AMD Athlon 64 X2 4000+ Dual Core (2,1 GHz) oder einem vergleichbaren Intel Core 2 Duo Prozessor mit 2 GHz, 2 GB Arbeitsspeicher, 12 GB freien Festplattenspeicher, eine Grafikkarte vom Schlag ATI Radeon HD 2×00, NVIDIA 7800 bzw. integrierte Intel Series 4 – alle mit mindestens 256 MB Speicher und Unterstützung von Shader 3. Auch benötigt ihr natürlich Windows XP, Windows Vista, 7 oder 8 (Mac-Version erscheint im Frühjahr 2013) und eine Internetgeschwindigkeit von mindestens 256 kbit/s Download und 64 kbit/ Upload. Klingt alles ziemlich technisch, aber SimCity sollte auf den meisten PCs laufen, die vier bis fünf, vielleicht auch sechs Jahre alt sind.

Sobald ihr in die Welt von SimCity eintaucht, könnt ihr die sich immer weiter füllende, lebendige Welt beobachten. Alles wirkt ein wenig wie ein Aquarium, wo man dem bunten Treiben beiwohnen kann. Es gibt immer etwas zu entdecken: die Polizei schnappt Verbrecher, die Feuerwehr eilt zum nächsten Brand, die Kids steigen in den Schulbus, vor dem Rathaus demonstrieren Bürger, die Windräder drehen sich eifrig im Wind, der Verkehr nimmt Fahrt auf… es macht immer wieder Spaß die „kleinen Geschichten“ des Alltags zu erleben und sich entspannt hin und wieder nach einem harten Bürgermeister-Alltag zurückzulehnen. Und durch den sogenannten Tiltshift-Effekt, der eine gewisse Unschärfe oben und unten am Bildschirm hinzufügt, wirkt alles wie eine Miniaturwelt. Ihr könnt übrigens auch verschiedene optische Filter aktivieren, um die Farben zu verändern – beispielsweise Lomo-Effekt oder klassisch in Schwarz-Weiß.

In SimCity gibt es immer etwas zu entdecken, wenn man nahe genug an das Geschehen zoomt.

In SimCity gibt es immer etwas zu entdecken, wenn man nahe genug an das Geschehen zoomt.

Fazit

SimCity ist wirklich ein Wechselbad der Gefühle. Auf der einen Seite hat es teilweise mit großen Problemen zu kämpfen, gerade in Sachen Logik und vor allem der wirklich sehr fehlerbehafteten Wegfindung der Sims. Auf der anderen Seite macht das neue SimCity aber einfach nur Spaß. Ein Widerspruch? Wir finden nicht, naja vielleicht nur halb. Wer die vorherigen SimCity-Spiele kennt und hier ein vollwertiges SimCity inklusive großer Komplexität und Freiheit erwartet, wird mit Sicherheit enttäuscht. Neueinsteiger hingegen werden freilich an jeder Ecke Neues entdecken und die Restriktionen und Veränderungen im Vergleich zu den Vorgängern kaum oder gar nicht wahrnehmen.

Ob SimCity das richtige Spiel für euch ist, können wir nicht beantworten. Es ist definitiv eine gelungene Städtebausimulation, die für viele Stunden Unterhaltung und Kopfzerbrechen sorgt. Wer auf Aufbau- und Wirtschaftssimulationen steht, sollte unbedingt einen Blick riskieren, vor allem wenn ihr mit Logikfehlern und den angesprochenen Problemen leben könnt (einige davon sollen in Kürze behoben werden).

Letztendlich bleibt wirklich zu hoffen, dass Entwickler Maxis in den nächsten Monaten mehrere Updates veröffentlicht, um nicht nur die Probleme und Ungereimtheiten zu beheben, sondern auch auf Fan-Wünsche zu reagieren. Die bisherigen Updates gingen jedenfalls schon einmal in die richtige Richtung. Das letzte Update (Stand 16.03.2013) schraubte unter anderem an der Performance, so dass SimCity nun noch besser auf älteren PCs laufen sollte. SimCity hat großes Potential – nun liegt es an Maxis, dies einzubringen.

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