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Skylanders: Spyro’s Adventure für Wii im Test

31. Oktober 2011 | 09:00 Geschrieben von : Keine Kommentare

Gleich vorweg: Skylanders: Spyro’s Adventure ist kein Spiel für Erwachsene, stattdessen richtet es sich an Kinder und Familien. Das Besondere: Skylanders: Spyro’s Adventure ist kein Spiel wie jedes andere auch, sondern der Verpackung liegen drei Spielfiguren sowie ein leuchtendes Portal bei. Was es damit auf sich hat, klären wir in unserem Test.

Von der Story her erwartet euch Folgendes: Es dreht sich im Grunde alles um die sogenannten Skylander – kleine Monster, die das Fantasy-Land Skylands retten und vor dem bösen und trotteligen Kaos beschützen müssen, der Dunkelheit über die friedliche Welt bringt. Dazu muss das Gleichgewicht dieser Welt mit einem mächtiges Portal wiederhergestellt werden.

Ihr selbst schlüpft dabei in die Rolle eines Portal-Meisters, der die Monster steuert und sie nach Belieben wechseln und einsetzen kann.

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Das hat uns gefallen

Herr Ober, da ist Spielzeug in meinem Spiel: Wie bereits erwähnt, wird jede Version von Skylanders: Spyro’s Adventure mit drei Grundfiguren geliefert: Spyro, Trigger Happy und Gill Grunt. Die Figuren bestehen aus Hartgummi und können dadurch nicht brechen und kleine Teile verlieren. Jede dieser Figuren gehört einer bestimmten Elementarklasse an – Spyro gehört zur Magie, Trigger Happy zur Technologie und Gill Grunt zu Wasser. Außerdem gibt es noch die Elementarklassen Luft, Leben, Gespenster, Erde und Feuer. Bedeutet also: Wer auch die anderen Elementarklassen bedienen möchte, muss sich zusätzliche Figuren kaufen – darauf gehen wir aber später noch ein.

Außerdem mit enthalten ist ein Portal aus Plastik, das an der Wii-Konsole (wir haben die anderen Versionen nicht getestet) drahtlos angeschlossen wird. Hier liegt ein kleiner Empfänger bei, welcher in einem der USB-Steckplätze passt. Das funktioniert alles ohne Probleme, denn sobald die Batterien (im Lieferumfang enthalten) in dem Portal eingelegt sind und das Spiel gestartet wurde, verbindet sich das Portal mit der Wii-Konsole.

Das Coole daran ist: Je nachdem, welche der Figuren ihr auf das Portal stellt, erscheint diese direkt im Spiel. Wollt ihr also Spyro im Spiel haben, nehmt ihr die Spielfigur und stellt diese auf das Portal. Wollt ihr eine andere Figur nehmen, tauscht ihr diese einfach mit Spyro aus. Das geht auch ohne Verzögerung – sobald ihr die Spielfigur von dem in den Farben der Elementarklasse leuchtenden Portal nehmt, wird es aus dem Spiel „gesogen“ – stellt ihr die andere Figur auf das Portal, dauert es nur wenige Sekunden und ihr könnt mit ihr spielen. Wie diese Technik genau funktioniert, ist uns völlig unklar. Die Figuren haben keine Batterie und können somit auch kein Signal aussenden. Denn selbst wenn man sie zehn bis 20 Zentimeter über das Portal hält, werden sie erkannt – mysteriös.

Jedenfalls ist das Wechseln der Figuren nicht einfach eine optische Dreingabe, sondern jede von ihnen verfügt über ihre eigenen Fähigkeiten. In manchen Bereichen eines Levels sind Figuren einer bestimmten Elementarklasse stärker als alle anderen, so dass ein Wechsel durchaus Sinn macht. Außerdem gibt es noch bestimmte Abschnitte, die auch nur mit den jeweiligen Elementarklassen absolviert werden können. Dahinter verstecken sich meistens am Ende Hüte, mit denen sich die Figuren verbessern lassen. So kann es schonmal vorkommen, dass man Spyro einen Topf aufsetzt, mit dem er etwas widerstandsfähiger wird.

Letztendlich ist es aber so, dass ihr auch mit nur einer Figur das Spiel komplett durchspielen könnt – wenn auch unter erschwerten Umständen. Währenddessen sammelt ihr in den Levels wertvolle Objekte und Erfahrungspunkte auf, mit denen die Figur stärker wird und sich von ihren Attacken her verbessern lässt. So kann Spyro später über den Erdboden fliegen (die Figuren können übrigens nicht springen), unser vierter Skyländer Voodood (separat erhältlich) richtet mit seiner Axt größeren Schaden an und Trigger Happy schießt mit seinen Pistolen schneller.

Im späteren Spielverlauf, wenn man die Spielfigur bereits fast komplett verbessert hat, kann man sich auch noch für zwei verschiedene Stile entscheiden – aber lasst euch überraschen. Die Erfahrungspunkte hingegen lassen die Figuren im Level aufsteigen und stärker werden. Wer nicht nur einen Skylander einsetzen möchte, für den empfiehlt es sich, die Figuren regelmäßig zu wechseln, da man jeden einzeln „trainieren“ muss. Dadurch jede Figur für sich steht, kann man in kritischen Situationen auch schnell wechseln, um mit einer anderen Figur wieder die volle Lebensenergie zu haben.

Witzige Charaktere: Man hat bei Skylanders: Spyro’s Adventure ein wenig das Gefühl, als spiele man einen interaktiven Cartoon. Die Charaktere präsentieren sich so charakteristisch und witzig, dass man einfach nur Spaß damit hat und wirklich an eine Zeichentrickserie denkt. Zum Beispiel gibt es da den fiesen Kaos, der ziemlich trottelig ist und nicht wahrhaben möchte, dass er immer wieder besiegt wird. Er wirft häufig Wörter in den Raum, die selbst seinem treusten Schergen an seiner Seite ständig mit den Augen rollen und den Kopf schütteln lassen. Kaos wirkt wie ein kleines Kind, tritt aber als zorniger Oberfiesling auf und ist mehr Schein als sein.

Und dann sind da noch die Charaktere, die während des Abenteuers hilfreich zur Seite stehen bzw. unsere Hilfe wollen. Sie finden sich meist nahezu alle auf einer Insel ein, auf der wir vor und nach den Missionen unsere Zeit verbringen. Dort können wir herumlaufen, mit Charakteren plaudern und die gesammelten Wertgegenstände gegen bessere Fähigkeiten austauschen. Um mal aber wieder zu den Charakteren zurückzukommen: Gleich am Anfang trefft ihr auf den Piloten Flynn, der selbstverliebt ist und sich in den Mittelpunkt stellen will. Der Humor in  Skylanders: Spyro’s Adventure kommt jedenfalls nicht zu kurz und richtet sich an Kinder, wobei auch Erwachsene das ein oder andere Grinsen im Gesicht haben werden.

Kunterbuntes Abenteuer: Generell ist es so, dass der Ablauf größtenteils identisch ist. Ihr schlendert mit eurem Skylander durch die kunterbuntesten Levels und könnt euch nie verlaufen. Zwar gibt es hier und da ein paar Abstecher in eine andere Richtung, aber meist findet man am Ende einen Schatz oder etwas in dieser Art und kehrt wieder zurück. Währenddessen stellen sich euch zahlreiche fiese Gegner in den Weg, die jeweils ebenso wie die Skylander ihre ganz eigenen Besonderheiten besitzen. Ein wenig Taktik ist da schon gefragt. Klingt aber auf den ersten Blick weniger spannend und kaum abwechslungsreich, oder? Doch die Art und Weise, wie diese Levels und die Spielmechanik dargestellt werden, entschädigt. Alleine die Kämpfe gegen den Bösewicht Kaos sind immer wieder eine Freude. Zum Beispiel jagt er uns Hunderte von Haien entgegen, die in den verschiedensten Formationen schwimmen. Und dann wendet er den „oberfiesesten, tollsten, größten, Superduper-Vernichtungszauber an“, nur um später zu erfahren, dass er doch nicht der Tollste ist.

Doch gerade auch die Levels sind es, die den Spielspaß vorantreiben. Nahezu jedes erdenkliche Szenario wird abgedeckt – egal ob Strand, schweißtreibende Fabrik, Kriegsfeld oder düstere Landschaften. Doch eines der wohl farbenfrohesten, kreativsten und hübschesten Level spielt auf Baumkronen. Dort durchbrechen Lichtstrahlen die Äste, es schwirren kleine Leuchtkäfer umher und sogar sich bewegende Schatten von Blättern werden dargestellt. Skylanders: Spyro’s Adventure holt aus der Wii einiges heraus und lässt sie ordentlich schwitzen.

Übrigens gilt es auch manchmal ein paar kleinere Rätsel in Form von Schlossrätseln zu lösen. Hier muss ein seltsames Getier eine bestimmte Anzahl an bunten Feldern erreichen, wobei das Spielfeld nur gedreht werden kann. Man muss schon ein wenig um die Ecke denken, hat aber unendlich viele Versuche.

Auch für zwei Spieler: Einer der großen Pluspunkte ist schonmal: Wer mehrere Kinder hat, muss Skylanders: Spyro’s Adventure nicht zweimal kaufen. Man kann das Spiel nämlich auch zu zweit absolvieren. Hier stellt der zweite Spieler seinen eigenen Skylander ebenfalls auf das Portal und schon geht es zu zweit Kaos an den Kragen. Etwas schade ist hier, dass der Bildschirm nicht geteilt wird. Zwar hat man so einen besseren Überblick, allerdings geht auch ein wenig die Freiheit verloren.

Die beiden Spieler sollten immer in der Nähe bleiben und sich nicht zu weit voneinander entfernten. Wenn auf dem Bildschirm also richtig die Action losgeht oder man über Schluchten und Plattformen springen muss, kann das schon ziemlich nervig sein – trotzdem macht es Spaß. Eine weitere Möglichkeit ist es, gegeneinander im Kampf anzutreten. Hier  befinden sich beide Spieler in einer Arena und lassen die Waffen und Fähigkeiten sprechen. Wer darauf aber keine Lust hat, kann etwa auch ein Fußballmatch bestreiten. Ansonsten liegen dem Spiel noch Sammelkarten und spezielle Codes bei, die auch im Spiel abgerufen werden können und sich je nach Spielfortschritt ändern. Diese kann man online eingeben und abfragen, wobei dann der eigene Skylander entsprechend auf der offiziellen Website von Skylanders Spyro’s Universe angezeigt wird.

Das hat uns weniger gefallen

Kann kostspielig werden: Für rund 60 Euro erhält man also das Spiel, drei Figuren und ein Portal. Insgesamt gibt es 32 dieser Figuren, die man allesamt einzeln oder auch im Set kaufen kann. Eine Figur kostet um die zehn Euro, manchmal findet man sie auch schon für 7 bis 8 Euro. Ein Set bestehend aus drei Figuren kostet hingegen um die 20 Euro.

Ihr seht also: Möchte man alle Gebiete erforschen, benötigt man alle acht Elementarklassen, so dass man maximal 50 Euro für die fehlenden fünf Klassen ausgeben muss. Sammler können hier natürlich deutlich mehr Geld investieren – zusätzliche Figuren für die einzelnen Elementarklassen aber bringen nichts.

Immerhin können Eltern die zusätzlichen Figuren taktisch klug einsetzen und ihre Kinder damit zu belohnen, um schließlich auch die Spielzeit ein wenig zu strecken und neue Orte hinzuzufügen (Adventure Pack).

Schlusswort

Skylanders: Spyro’s Adventure ist etwas völlig Neues und Innovatives, das digitale Spiele und reale Spielfiguren zusammenbringt. Der Reiz besteht darin, diese Spielfiguren zu sammeln und mit ihnen in der virtuellen Spielwelt Abenteuer zu erleben.

Auch wenn der Preis hochgerechnet sicherlich doch ziemlich happig ist, muss man hier bedenken, dass andere Spielfiguren anderer Hersteller mindestens genauso viel kosten oder sogar noch teurer sind – und dann bieten sich noch nicht einmal eine solch coole Funktion. Hinzu kommt, dass es sich hier ein wenig wie Pokémon verhält – jede Figur muss einzeln trainiert werden.

Abgesehen davon, bietet das Spiel eine schöne Geschichte, viel Humor, wundervolle Charaktere, eine liebevolle Gestaltung und vor allem Wiederspielbarkeitswert. Es ist nicht zu schwer, nicht zu einfach – man kann den Schwierigkeitsgrad aber mit den jeweiligen Figuren bestimmen. Und wer möchte, spielt einfach mit einem Freund, der Schwester, dem Bruder oder den Eltern.

Skylanders könnte der neue Trend bei den Kids werden.

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