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Super Mario 3D Land für Nintendo 3DS im Test

22. November 2011 | 10:00 Geschrieben von : 2 Kommentare

Mit Super Mario 3D Land hielt endlich ein weiterer Grund Einzug, sich einen Nintendo 3DS anzuschaffen. Ein neues Mario-Abenteuer ist schließlich Pflicht, auch wenn es Nintendo versäumt hatte, den dicken Klempner zum 3DS-Start Anfang des Jahres hüpfen zu lassen. Als Nintendo damals ein erstes verschleiertes Logo zu dem Spiel zeigte und ein seltsamer Schwanz unten rechts die Aufmerksamkeit auf sich zog, war schnell klar: Tanuki-Mario, fälschlicherweise auch als Waschbär-Mario bezeichnet, kommt zurück.

Tatsächlich nimmt dieser Schwanz des Marderhundes eine etwas größere Rolle in Super Mario 3D Land ein, als man zunächst annehmen möchte. Denn nicht nur Mario selbst trägt nach einem Item diesen Schwanz, auch Goombas, Marios Erzfeind Bowser und sogar einige Fragezeichenblöcke tragen hin und wieder diesen Schwanz.

Was euch von der Story her erwartet, dürfte klar sein: Prinzessin Peach wird wieder einmal von Bowser entführt und Mario muss sie retten. Insgesamt durch 8 Welten mit jeweils 5 Levels sowie einem End-Level mit Endgegner(n) warten auf euch. Zwischen den Welten bekommt Mario immer einen Brief zugestellt, in dem die Geschichte mehr oder weniger ein klein wenig weitererzählt wird bzw. immer ein Foto in 3D zu sehen ist, was gerade passiert.

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Das hat uns gefallen

Marios neue Künste: Super Mario 3D Land ist quasi eine Hommage an Super Mario Bros. 3 und greift nicht wenige Elemente des Klassikers auf. Allen voran natürlich der erwähnte Tanuki-Anzug, mit dem Mario für eine gewisse Zeit in der Luft schweben bzw. gleiten kann. Mit dem Schwanz hingegen teilt er bei den Gegnern ordentlich aus. Im Gegensatz zu Super Mario Bros. 3 kann Mario mit dem Tanuki-Anzug jedoch nicht fliegen, was auf den ersten Blick seltsam erscheint, aber einen Sinn ergibt. Die Levels sind schließlich so gestaltet, dass das Ganze einfach nicht funktionieren würde. Das Fliegen habe ich in keiner Weise vermisst – im Gegenteil, es fühlte sich so wirklich viel natürlicher an.  Neben dem Tanuki-Anzug und die obligatorische Feuerblume, darf sich Mario das erste Mal auch in Bumerang-Mario und eine Propeller-Box verwandeln.

Bumerang-Mario ist im Grunde eine Abwandlung des Bumerang-Bruder (so heißt dieser Gegner wirklich), welcher einen riesigen Bumerang wirft und einen blauen Schildkröten-Panzer sowie einen Helm trägt. So sieht auch Bumerang-Mario aus, wobei er mit dem Bumerang aber nicht nur Gegner eins auf die Rübe geben, sondern auch Münzen aus einer bestimmten Entfernung zu sich holen kann. Das ist ganz nützlich, wenn man die drei großen Sternmünzen pro Level einsammeln will und man sie nicht richtig erreicht. Propeller-Box ist eine braune Kiste mit einem Probeller dran, womit Mario über eine gewisse Distanz schweben und sich einmalig pro Sprung in die Lüfte hochschleudern kann. Es gibt da ein paar Levels, bei denen man über riesige Schluchten fliegt und einen großen Ausblick genießt. Diese beiden letzten Items werden aber nicht allzu häufig genutzt, stattdessen sind es die Feuerblume und der Tanuki-Anzug, die Mario häufig im Einsatz hat.

Stampfattacke, seitlicher Salto, Wandsprünge, Hechtsprung, geduckter Sprung, Rolle vorwärts und Hocke sind alle wieder mit dabei – leider aber beherrscht Mario in Super Mario 3D Land keinen Dreifach-Sprung, was dann doch etwas schade ist. Der Dreifach-Sprung hätte dem Ganzen noch ein wenig Würze gegeben, aber auch so kommt man hervorragend zurecht.

Abwechslungsreiche Levels: Gleich vorweg: Der Umfang von Super Mario 3D Land ist im Vergleich zu einem Super Mario 64 oder dem neueren Super Mario Galaxy 2 sehr überschaubar. Die acht Welten hat ein eher durchschnittlich guter Spieler in gut vier bis fünf Stunden durchgespielt. Je Level kann man im Durchschnitt etwa 3 Minuten einplanen, wobei der eine Level eben etwas kürzer und der andere Level etwas länger ausfällt. Der Schwierigkeitsgrad ist im Ganzen nicht hoch, aber an einigen Stellen doch selbst für Mario-Veteranen sehr fordernd. Klar ist also, dass Super Mario 3D Land auch den jüngeren und Gelegenheits-Spielern gefallen soll. Sollte man partout wirklich nicht weiterkommen, taucht etwa nach einigen Versuchen eine Box auf, durch die man optional einen funkelnden, hellen Tanuki-Anzug erhält. Dieser macht Mario ebenso wie der Stern unsterblich und wird bis zum Ende des jeweiligen Levels getragen. Alternativ kann man sich in einigen Levels auch direkt zum Ende katapultieren lassen.

Wer nun befürchtet, dass das Spiel durch den eher gelockerten Schwierigkeitsgrad schnell langweilig oder auch schnell im Spielregal verstauben wird, darf aufatmen. Sobald Bowser besiegt ist (ups, Spoiler), ist Super Mario 3D Land keinesfalls vorbei. Stattdessen nimmt der Schwierigkeitsgrad ordentlich zu und bietet Herausforderungen, die selbst dem hartgesottensten Mario-Fan ordentlich Schweißperlen auf die Stirn treiben. Zudem gilt es noch, die restlichen goldenen Sterne in den Levels einzusammeln und der Streetpass-Modus sorgt auch für eine verlängerte Spielzeit. Sobald man hier einem anderen Spieler begegnet, tauscht man untereinander automatisch kleine Spielboxen aus, bei denen Mario auf engem Raum kleine Aufgaben innerhalb eines Zeitlimits absolvieren muss. Die Boxen selbst findet ihr auch immer mal wieder im Laufe des Spieles und lassen euch etwa Münzen innerhalb eines bestimmten Zeitlimits einsammeln – wenn man mal die unspektakulärste Box hernimmt.

Nun aber zu den Levels selbst: Super Mario 3D Land folgt glücklicherweise nicht der Tradition und lässt euch nacheinander die obligatorischen Welten absolvieren, wie etwa Wüstenwelt, danach Wasserwelt, Lavawelt, etc. Stattdessen ist alles buntgemischt und jeder Level ist einzigartig. Das tolle ist hier, dass etwa die bekannten fliegenden Schiffe aus Super Mario Bros 3. wieder mit dabei sind, wo Mario hauptsächlich von links nach rechts hüpfen muss, während die Kamera sich langsam bewegt und dem Spieler keine Zeit zum Atmen lässt. Aber auch die Geisterhäuser dürfen nicht fehlen, wo ein Level sich beispielsweise auf Schritt und Tritt verändert. Unter anderem trifft man auch auf Level mit Keksen in den verschiedensten Variationen, auf Level mit im Takt der Musik auftauchenden Stufen, auf Level mit erst auf Marios Sprung reagierende Plattformen, auf Level aus der Vogelperspektive, auf Level mit den aus Super Mario Bros. 3 bekannten Notenwürfeln und auf Level, in denen riesige Piranha-Pflanzen den 3DS-Bildschirm beklecksen und die Sicht rauben. Ich könnte ewig so weitermachen.

Aber auch aus den bislang zweieinhalb Jahrzehnten Super Mario werden einige Elemente untergebracht. So trefft ihr auf einen Miniabschnitt, indem ihr tatsächlich kurz Super Mario Bros. (der erste Teil) spielt. Aber auch viele Musikstücke lassen an die Klassiker erinnern, wie etwa Super Mario 64 oder gar Super Mario World. Es sind diese vielen kleinen Details, die einem eingefleischten Mario-Fan zum Schmunzeln bringen, ihn aber auch an die guten alten Zeiten zurückerinnern lassen.

Sinnvoller 3D-Effekt und toller Soundtrack: 3DS-Spiele übertreiben es ganz gerne mal mit den 3D-Effekten, immerhin ist das Ganze ja völlig neu und die Entwickler möchten damit experimentieren. Nintendo aber ist Nintendo geblieben und setzt den 3D-Effekt sinnvoll und nicht aufdringlich ein. Wenn etwas „aus dem Bildschirm herauskommt“, dann sind es entweder Schmetterlinge oder Teile einer Pusteblume. Der Rest konzentriert sich auf die Tiefenwirkung und das damit verbundene „gefühlte“ Gameplay, wodurch sich Abstände teilweise viel besser einschätzen lassen. Nintendo baute sogar noch einen virtuellen Schalter ein, mit dem man den 3D-Effekt schon fast verdoppeln kann und man so eine noch räumlichere Tiefe erhält.

Was Super Mario 3D Land aber so Besonders macht, , sind nicht nur die abwechslunsgreichen Levels, sondern auch der Perspektivenwechsel. Mal steuert ihr Mario von der Seite, ein paar Sekunden später dann plötzlich von hinten. In einem anderen Level von schräg vorne, dann auch mal von ganz vorne und sogar von ganz oben bzw. aus der Vogelperspektive, was es so noch nie in einem Mario-Spiel bisher gegeben hat. Alleine eine der Unterwasserwelten ist ein echtes Highlight, wo es erst von links nach rechts geht und etwas später wird man in ein seltsames Loch gesogen – dann schließlich muss man vor einem riesigen Fisch flüchten, während Marios Gesicht zum Spieler zeigt und man ihn sozusagen von vorn steuert. Grandios!

Wie von Nintendo zudem nicht anders zu erwarten, ist der Soundtrack eine Wucht: Bekannte Melodien aus den verschiedensten Mario-Abenteuern, teilweise gemixt und verändert. Immer wieder gibt es Ohrwürmer zu hören, die simpel aufgebaut sind und im Nachhinein zum Nachpfeifen bewegen. Toll!

Das hat und weniger gefallen

Träger Klempner und Button-Belegung: Insgesamt zwei kleinere Kritikpunkte habe ich, die vermutlich aber mal wieder Meckern auf hohem Niveau darstellen. Zum einen wirkt Mario ein wenig träger als in anderen Spielen. Gut, Mario ist natürlich auch ein wenig älter geworden, könnte man nun meinen. Aber es ist wirklich so: Mario ist etwas träger und langsamer als etwa in New Super Mario Bros. Wii, Super Mario World, Super Mario Galaxy, … Aber es ist nicht so, dass Mario deswegen unpräziser durch die Landschaft hüpft – nein, das ist gar nicht der Fall. Das Spielgefühl wird mit der Zeit definitiv besser. Möglicherweise könnte all das auch etwas mit dem 3D bzw. den teilweise fixen Perspektivenwechseln zu tun haben.

Zum anderen muss ich die Tastenbelegung des 3DS bemängeln. Normalerweise, und da werden mir vielleicht einige von euch zustimmen, sollte sich das Springen auf dem A-Knopf befinden und das Rennen bzw. das Nutzen der Items auf dem B-Knopf. Alternativ hätte das auch der X- bzw. Y-Knopf auf dem 3DS sein können. Zwar befindet sich das Springen tatsächlich auf dem A-Knopf, auf dem B-Knopf aber befindet sich diese Aktion ebenfalls. Nintendo legte das Rennen bzw. das Nutzen der Items auf den X- und Y-Knopf. Das mag zwar kleinlich klingen, aber Mario-Spiele spielt man mit Buttons bzw. Knöpfe, die gemeinsam in den Nordosten und nicht in den Nordwesten zeigen. Das ist einfach komisch zu spielen, auch wenn man sich später daran gewöhnt. Aber wie gesagt, jeder mag es anders.

Immerhin gehen die anderen Belegungen sofort von der Hand und sind selbsterklärend. Da braucht man auch keinen Blick in die dünne Spielanleitung.

Schlusswort

Super Mario 3D Land richtet sich vor dem ersten Mal Durchspielen an alle Altersgruppen: Das Zeitlimit der Levels ist mehr als großzügig, Leben gibt es an jeder Ecke, beginnt man einen Level erneut, beginnt man als Super Mario (statt dem kleinen Mario) –  und lässt man zu häufig Leben, dann kann man auch schonmal direkt zum Level-Ende fliegen. Dennoch ist Super Mario 3D Land ebenso eine Herausforderung für die eingefleischten Mario-Fans, nicht zuletzt deshalb, weil nach dem ersten Mal Durchspielen der Schwierigkeitsgrad ordentlich zunimmt. Was die eingefleischten Mario-Fans am Anfang etwas nervig finden könnten, ist der etwas trägere Mario. Aber das pendelt sich glücklicherweise nach einer kurzen Gewöhnungszeit dann doch noch ein.

Super Mario 3D Land hat darüber hinaus viele schöne Seiten, die das Spiel einfach zu einem Must Have auf dem Nintendo 3DS machen. Es gibt so viele kunterbunte und wunderschöne Levels mit grandiosen Ideen, dass ich aus dem Schwärmen nicht mehr herauskomme. Ich habe mich auch oft dabei erwischt, wie ich Wörter wie „krass“, „das gibt’s doch gar nicht“ oder „wow“ benutzte, weil ich einfach nicht glauben konnte, wie einfallsreich und detailverliebt die Entwickler sein können.

Nintendos Klempner wird einfach nicht müde und unterhält auch auf dem 3DS erstklassisch mit neuen und altbekannten Elementen. Super Mario Bros. 3 stand hier eindeutig Pate, was Super Mario 3D Land auch ein wenig Identität raubt. Aber das ist egal, Super Mario 3D Land ist ein weiteres Mario-Abenteuer, das man nicht verpassen darf.

2 Kommentare Antworte

  1. derkevevin
    22. November 2011

    wieso träge? und wieso träger als in mario galaxy? DA war mario träge und langsam. bei mario 3d land kann man ja rennen . den 3 sprung vermisse ich aber auch ein bisschen, dafür gibt es aber einen dehr weiten sprung, der eine mischung aus rolle und weitsprung ist ;/

  2. derkevevin
    22. November 2011

    sehr*

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