Test: Moorhuhn: Das verbotene Schloss

24. Januar 2010 | 13:53 Geschrieben von : Keine Kommentare

Ursprünglich als Werbespiel gedacht, entpuppte sich Moorhuhn 1999 zum wohl meistgespielten Spiel im Büro. Musste man die Moorhühner am Anfang noch mit einer Schrotflinte vom Himmel holen, steuert man sie mittlerweile selbst durch kunterbunte Levels und kann mit ihnen sogar auf der Rennstrecke seinen Spaß haben.

Moorhuhn: Das verbotene Schloss ist der neueste Teil der Moorhuhn-Reihe, mit dem man die Marke zu neuen Ufern schicken möchte. Dabei handelt es sich um ein waschechtes Jump&Run, in dem das Moorhuhn durch lineare Welten hüpft und hauptsächlich der jüngeren Zielgruppe die Hände reicht. Was das Spiel taugt, erfahrt ihr in unserem Test.

Die Geschichte ist schnell erzählt: Moorhuhn findet eines Tages eine alte und kaum zu entziffernde Karte. Moorhuhn und seine Freunde analysierten die Karte und kommen auf den Gedanken, dass es sich um eine Schatzkarte zum Weg des verbotenen Schlosses handeln könnte. Sogleich machte sich Moorhuhn auf den Weg und darf unterwegs auf die Hilfe der Freunde hoffen.

Das hat uns gefallen

moorhuhn_schloss4Reines Jump&Run: Jump&Runs sind in den letzten Jahren weniger geworden, obwohl die potentielle Zielgruppe niemals aufgehört hat zu exisitieren. Das Moorhuhn wird geradeaus gesteuert, wobei sich die Aktionen hauptsächlich auf das Springen und das Ausweichen von Hindernissen konzentrieren. Ihr müsst keine Rätsel lösen und keine Schalter umkippen, sondern einfach nur genussvoll durch stimmige Welten springen. Zum Einsatz können optional eine Kürbiskanone und ein Holzhammer kommen. Mit der Kürbiskanone habt ihr unendlich Schuss Kürbiskerner zur Verfügung, die mittels eines Fadenkreuzes in Richtung Gegner geschossen werden. Der Vorteil liegt hier auf der Hand. Ihr könnt einige gefährliche Gegner schon von weiter Entfernung erspähen und sie so dann ausschalten. Der Schwierigkeitsgrad ist nicht ganz so niedrig, weshalb die Kürbiskanone eine sinnvolle Ergänzung ist. Der Holzhammer hingegen ist für den Nahkampf geeignet, muss allerdings auch nicht eingesetzt werden. Mit ihm könnt ihr entweder einen normalen Hammerschlag oder aber eine schnelle Drehbewegung ausführen. Leider lässt sich oftmals die Entfernung und die Zeit des Schlages nicht immer richtig einschätzen, weshalb der Schlag schonmal daneben gehen kann. Mit einem aus dem Genre typischen Doppelsprung können übrigens weiter entfernte Bereiche auch kurz vor dem Absturz erklommen werden. Der Doppelsprung fühlt sich gut an und man bekommt durch ihn ein sicheres Gefühl während des Sprunges.

moorhuhn_schloss2Münzen sammeln: Das Prinzip ist aus Super Mario bekannt. Ihr sammelt 100 Münzen und erhaltet ein Leben. Das ist auch in Moorhuhn: Das verbotene Schloss der Fall, wobei man hier schon ab 25 Münzen ein Extraleben erhält. Hier bedienten sich die Entwickler einem erfolgreichen Rezept, das munter zum Aufsammeln der Münzen einlädt. Die Münzen schweben entweder einfach in der Gegend herum oder lassen sich in einem Münzbeutel finden, in dem gleich fünf dieser Münzen enthalten sind. Findet ihr aber eine Schatzkiste, dürft ihr euch auf zehn Münzen freuen. So huscht man nicht nur einfach durch die Levels, sondern versucht immer wieder die Münzen einzusammeln, auch wenn manche unmöglich zu erreichen scheinen. Ab und zu taucht ein Extraleben in einem Level auf, das manchmal etwas versteckt ist.

Das hat uns weniger gefallen

moorhuhn_schloss3Die Steuerung und der Moorfrosch: Die Steuerung des Spieles ist generell nicht besonders gut gelungen. Sie ist zwar sehr simpel aufgebaut und jeder Spieler dürfte sofort mit ihr klar kommen. Allerdings lassen sich Entfernungen nicht richtig einschätzen, was besonders beim Level mit dem Moorfrosch auffällt. Dort darf das Moorhuhn auf dem befreundeten Moorfrosch Platz nehmen und ihn über Seerosen und Holzstämme lenken. Das Ganze erinnert stark an Frogger. Jedoch wurde die Steuerung im Vergleich zu den anderen Levels komplett geändert. Der Moorfrosch steuert sich wie ein großer Klotz und viel zu träge. Oftmals passiert es daher, dass sich die Steuerung und die nicht einzuschätzende Entfernung beißen und man im Wasser landet. Ist dies der Fall, geht es zurück zum letzten Checkpoint und ein Leben wird abgezogen. Frust pur. Immerhin darf man sich mit der langen Zunge des Moorfrosches allerlei Münzen schnappen. Weiterhin trefft ihr im Laufe des Spieles auf eine Kröte und auf einen Ram(m)bock. Das sind zwar alles nette Abwechslungen, doch die normalen Moorhuhnlevels machen mehr Spaß.

Etwas schwer und fiese Gegner: Obwohl das Spiel für die jüngere Zielgruppe entwickelt wurde, so ist der Schwierigkeitsgrad doch etwas hoch. Das hat in erster Linie etwas mit der schlechten Steuerung zu tun, aber auch die Gegner heizen ab und zu ein. Fledermäuse, Füchse, Schlangen, Schneemänner, Geister, Stachelschweine, Krokodile oder nervige Wespen. Hauptsächlich handelt es sich um fieses Getier, das dem Moorhuhn an den Kragen möchte. Dabei ist das Verhaltensmuster der Gegner meist identisch, auch wenn einige von ihnen gerne mal Dinge schießen bzw. spucken. Zwar schrecken hartgesottene Spieler nicht vor den Gegnern zurück, doch betrachtet man den Hintergund, dass vor allem jüngere Spieler in den Genuss kommen sollen, so muss dies nicht sein.

Schlusswort

Moorhuhn: Das verbotene Schloss ist ein klassisches Jump&Run, das sich in etwa mit Crash Bandicoot vergleichen lässt. Moorhuhn springt nicht von links nach rechts durch die Levels, sondern geradeaus über Stock und Stein. Was mir an dem Spiel so gefällt, ist die kompromisslose Jump&Run-Kost. Man muss nicht nachdenken und kann sich dem Spielspaß hingeben. Sofern man es denn zulässt, denn die Steuerung und der Schwierigkeitsgrad sind für die jüngere Zielgruppe nicht ausgelegt, obwohl das Spiel genau jene anvisiert. Von der Grafik und der audiovisuellen Untermalung her solltet ihr nicht zu viel erwarten. Der Soundtrack aber ist gelungen. Und selbst die linear gehaltenen Level können mitunter stimmig sein.

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