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The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D im Test

27. Juni 2011 | 12:01 Geschrieben von : Ein Kommentar

Gleich vorweg: The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D ist enorm umfangreich. Wir werden daher nicht auf jedes Detail eingehen können. Außerdem wollen wir nicht spoilern bzw. euch nicht die vielen tollen Sachen verraten, die auf euch zukommen werden, um eine gewisse Spannung und Freude halten zu können, die man mit Ocarina of Time haben wird.

13 Jahre ist es mittlerweile her, als The Legend of Zelda: Ocarina of Time für das Nintendo 64 erschien. Damals wurde es gefeiert und im Durchschnitt von 97 Prozent gehört es zum bestbewerteten Spiel bisher. Es wird nach wie vor als das beste Spiel aller Zeiten gehandelt, weil es damals völlig neue Maßstäbe setzte und eine Atmosphäre schafft, die bis heute unangefochten bleibt.

In Ocarina of Time spielt ihr Link, einem der elfenartigen Rasse Kokiri angehörenden Jungen. Er ist im Kokiri-Dorf aufgewachsen und besitzt im Gegensatz zu allen anderen Kokiri keine eigene Fee und wird von den anderen daher auch gerne ein wenig auf den Arm genommen. Das ändert sich allerdings, als der Schutzgott, nämlich der weise Deku-Baum, ihm die Fee Navi schickt und um seine Hilfe bittet. Der Deku-Baum wurde mit einem Fluch vom bösen Ganondorf belegt. Mit der Zeit wird die Geschichte immer spannender, dann trifft man auf Prinzessin Zelda, erlebt Überraschungen, Wendungen und muss sich zahlreichen Monstern stellen.

Aktueller Trailer

Das hat uns gefallen

Das Abenteuer beginnt: Nachdem ihr gut mindestens eine Stunde lang im Kokiri-Dorf verbracht habt und mit Schild und Schwert ausgestattet seid, betretet ihr erstmals die Hylianische Steppe, die wie alle anderen Orte im Königreich Hyrule liegt. Sofort seht ihr das saftige Grün, den blauen Himmel und weitläufiges Terrain. Ein kleiner Pfad weist euch den Weg zum Schloss Hyrule, müsst diesen aber nicht zwingend nehmen und könnt euch stattdessen auch ein wenig umsehen. Folgt ihr dann aber doch den Pfad, sieht man schon aus weiter Ferne die Spitze des Schlosses, die immer weiter aus dem Boden zu kommen scheint, je weiter man sich dem Zuhause der Prinzessin nähert. Doch bevor ihr das Schloss erreicht, wird es plötzlich dunkel, die Sonne verschwindet und das Tor wird wieder hochgezogen. Leider habt ihr zulange gebraucht und euch zu häufig von dem hübschen Hyrule ablenken lassen. Also heißt es, zumindest am Anfang des Spieles, zu warten, bis die Sonne wieder aufgeht und die Bewohner Hyrules aufstehen. An einem Punkt im Spiel reist Link sieben Jahre in die Zukunft und wird erwachsen. Alles hat sich verändert, die Städte und aber auch die Reaktionen der Hyrule-Bewohner – dadurch kehrt man mit Freude an bereits mehrfach besuchte Orte zurück, nur um die Veränderungen und Neuigkeiten zu erhaschen. Einzig die Kokiri sind noch jung geblieben. Es sind vor allem solche Momente, die Ocarina of Time zu etwas Besonderem machen.

Ihr durchquert im Laufe eures Abenteuers Wiesen und Felder, Höhlen und Gräben, Flüsse und Seen, Dörfer und Städte. Währenddessen trefft ihr auf die urkomischsten Charaktere, müsst ihnen manchmal helfen oder gegen sie kämpfen – zumindest wenn es fiese Monster sind. Die hinterlassen ebenso wie Büsche und Kisten gerne verschiedene Items, seien es nun Bomben, Peile oder auch Rubine. Hyrule bietet viele Überraschungen und ist sehr abwechslungsreich. Unter anderem verschlägt es euch auf einen Friedhof, auf eine Farm, in eine Wüste, einen Wald, auf einen Vulkan oder zu einem Unterwasservolk.

Das zentrale Element in Ocarina of Time ist die sogenannte Ocarina – ein Blasinstrument. Auf ihr lassen sich die verschiedensten Lieder spielen, die Auswirkungen auf die Umgebung haben. Zum Beispiel kann man via Melodie Tag und Nacht wechseln, via Teleport zu anderen Orten reisen oder das Pferd Epona herbeirufen. Übrigens ist das Spielen der Ocarina nun deutlich eleganter gelöst, ihr könnt jederzeit die Noten einsehen und müsst euch diese nicht mehr „über lange Wege“ merken.

Touchscreen eine Offenbarung: Wer Ocarina of Time auf dem Nintendo 64 oder eben später auf dem GameCube gespielt hat, wird eine Sache verflucht haben: Den legendären Wassertempel, der bis heute mit zu den schwierigsten Spielabschnitten aller Zeiten gehört – aber auch mit zu den nervigsten. Ocarina of Time war damals durchaus etwas sperrig in seiner Steuerung, allen voran das Menü. Im Wassertempel mussten häufig die Eisenstiefel an- und ausgezogen werden. Ständig musste man dafür in das Menü gehen. Ein solch sperriges Menü gibt es in der 3DS-Variante glücklicherweise nicht mehr. Das Stiefelwechseln geht supereinfach von der Hand und nimmt damit dem Wassertempel seinen Schrecken. Ihr könnt diverse Items auf den Touchscreen bzw. den Tasten legen und habt somit schnell Zugriff darauf. Insgesamt sind es mehr Items, auf die ihr nun gleichzeitig zugreifen könnt, die Ocarina hat ihren eigenen Platz bekommen.

Ansonsten seht ihr auf dem Touchscreen noch eine Weltkarte, die euch grob einen kleinen Überblick gibt und blinkend anzeigt, welche Orte ihr doch mal besuchen solltet. Sehr hilfreich ist eine solche Übersichtskarte in den Dungeons, allerdings muss sie erst gefunden werden – sie versteckt sich in irgendeiner Kiste, an die man erst durch das Lösen eines kleinen Rätsels kommt.

Die Steuerung selbst ist ebenfalls gelungen. Mit dem Schiebepad steuert ihr Link sogar noch um einiges eleganter als in der Ur-Version. Wie gewohnt lassen sich natürlich wieder Gegner anvisieren und Angriffe mit dem Schild abwehren, während das Schwert geschwungen wird. Was damals ja auch völlig neu war, ist, dass Link automatisch über Hindernisse springt. Link selbst konnte in seinen vorherigen Abenteuer nicht direkt springen, außer etwa nur herunterspringen. Das System funktioniert auch heute noch sehr gut und kennt man ohnehin nicht anders aus den aktuellen Zelda-Spielen. Etwas störend ist vor allem bei Kämpfen manchmal die Kamera – sie wirkt unübersichtlich, was aber durch das automatische Anvisieren teilweise wieder wettgemacht wird.

Auch erwähnt werden muss eine Neuerung, die durch die integrierten Bewegungssensoren des Nintendo 3DS ermöglich wird. Zum Beispiel könnt ihr euch am Anfang im Dekubaum die Feenschleuder holen. Wer möchte, kann dabei in die Ego-Ansicht schalten und Feinde anvisieren oder sich einfach nur umschauen. Entweder macht ihr dies mit dem Schiebepad oder aber ihr neigt bzw. bewegt ganz einfach euren 3DS in die jeweilige Richtung. Das funktioniert auch gut mit angeschaltetem 3D-Effekt, da ihr euch mitdrehen müsst.

Oben N64, unten 3DS

Perfektes Facelifting: Ocarina of Time 3D wurde optisch gewaltig aufgepeppt. Die Farben sind satter und freundlicher, die Texturen sind schärfer und plastischer und die Effekte gefallen. Was man Nintendo aber besonders hoch anrechnen muss, ist die nahezu komplette Überarbeitung der Grafik. Das fällt sofort bei Link auf, der ebenso wie die meisten anderen Charaktermodelle nun viel detaillierter wirkt.

Städte bzw. Dörfer bieten ebenfalls mehr für das Auge, seien es nun völlig neu modellierte Häuser, „lesbare“ Schilder oder filigrane Zaungebilde. Schön zu sehen ist, dass sich hier auch in den Häusern einiges getan hat. Diese sind komplett eingerichtet, Kerzen flimmern auf den Tischen, Bilder hängen an den Wänden, im Kamin lodert das Feuer und in einigen Läden hängen kunterbunte Lichter. Übrigens wurde auch der Text im Spiel etwas überarbeitet und kommt dadurch auch etwas frischer daher.

3D-Effekt passt, hat aber mit Problemen zu kämpfen: Der 3D-Effekt in Ocarina of Time 3D gehört zu den schönsten – wenn nicht sogar besten – 3D-Effekten auf dem Nintendo 3DS. Nintendo übertreibt es mit 3D nicht und setzt es geschickt ein, was vor allem in Dungeons sehr hilfreich ist. Durch den 3D-Effekt, der hauptsächlich in die Tiefe geht, steigt die Orientierung in der offenen Welt enorm an. Als extrem hübsch müssen auch diejenigen 3D-Effekte bezeichnetet werden, mit denen diverse Dinge aus dem Bildschirm herauszukommen scheinen. Fliegt die Fee Navi neben Link her, versprüht sie ihren Feenstaub quasi mitten in das Gesicht der Spieler. Oder hat Link eine neue Errungenschaft in seinen Händen, kommt sie aus dem Bildschirm heraus. Ansonsten wird das Bild durch den 3D-Effekt noch etwas schärfer und erhält diesen gewissen Glanz – man muss es einfach selbst erlebt haben, um sich darunter etwas vorzustellen zu können.

Letztendlich gibt es aber dann doch noch drei Dinge, die dem 3D-Effekt negativ anzurechnen sind. Als erstes fällt das sogenannte Ghosting sehr negativ aus. Das bedeutet, dass wenn man vor allem in etwas dunkleren Bereichen den 3D-Effekt angeschaltet hat, man Geisterbilder sieht und Link somit dreifach. Wird der 3D-Effekt heruntergeregelt, verschwinden auch die Geisterbilder etwas, sind aber nach wie vor noch da. Eine weitere Sache ist, dass sich das Bild bzw. der 3D-Effekt in einigen Diskussionen versucht selbst zu skalieren. Spricht man zum Beispiel gerade mit einem Charakter und die Kamera blickt schräg auf die Szene, dann sind diverse Objekte in der Spielewelt mal im Hintergrund und plötzlich im Vordergrund – das ist mit der Zeit etwas anstrengend für die Augen. Der dritte Punkt sind unangenehme Ruckler in Szenen, in denen viel los ist auf dem Bildschirm. Das ist aber noch zu verschmerzen, da es nicht allzu häufig auftritt.

Oben N64, unten 3DS

Hörgenuss auf hohem Niveau: Nach wie vor gehört die Musik aus Ocarina of Time mit zu den besten Spielesoundtracks aller Zeiten. Fast jedes Stück hat dieses Ohrwurmpotential. Das beginnt bereits im Kokiri-Dorf und endet erst dann, sobald der Abspann über den Bildschirm flimmert. Oft handelt es sich bei der Hintergrundmusik um jene, die mit der Okarina im Laufe des Spieles gespielt werden muss. Oftmals erwischt man sich auch dabei, dass man einfach nur so die Ocarina aus der Tasche holt oder einen bestimmten Ort besucht, um den Klängen zu lauschen. Übrigens: Wer sein Exemplar von Ocarina of Time 3D noch bis zum 30. Juni als Mitglied des Club Nintendo auf der offiziellen Website registriert, erhält eine Musik-CD mit dem Soundtrack des Spieles kostenlos.

Enorm umfangreich: Da ich Ocarina of Time bereits kenne und es erstmals 1998 gespielt habe, fällt mir alles viel leichter und ich weiß daher auch, wo ich hin muss und was ich zu tun habe. Ich kann daher nicht so viel zur Spielzeit für diejenigen sagen, die Ocarina of Time bislang noch nicht gespielt haben. Ich kann euch aber sagen, dass der Umfang enorm ist. 20 bis 30 Stunden sind da durchaus mindesten drin – bis ich das erste Mal zum erwachsenen Link wurde, hat es neun Stunden in der 3DS-Version gedauert. Neben den Hauptaufgaben habt ihr dann noch zahlreiche Nebenaufgaben, die ihr optional erledigen könnt. Es gibt in der gesamten Spielwelt immer etwas zu entdecken. Zum Beispiel könnt ihr Fischen gehen und dort viele Stunden verbringen. Oder aber ihr schnappt euch euer Pferd Epona und reitet dem Sonnenauf- oder Untergang entgegen – je nachdem. Oder spielt einfach eines der zahlreichen anderen Minispiele, die ihr in einigen Städten findet.

Oben N64, unten 3DS

Solltet ihr mit Ocarina of Time 3D durch sein, geht es für euch weiter. Dann nämlich wird das sogenannte Master Quest freigeschaltet. Das ist im Grunde nochmals Ocarina of Time, diesmal jedoch schwerer, verfügt über veränderte Dungeons, teilweise auch anderen Gegnern an einigen Orten sowie andere Fundorte der sogenannten Goldenen Skulltulas. Dabei handelt es sich um in Spinnen verwandelte Menschen, die euch die ein oder andere äußerst nützliche Belohnung garantieren. Ab zehn gesammelten Skulltulas erhaltet ihr eine größere Tasche, mit der ihr mehr Rubine einsacken könnt. Ein kleines Highlight in der 3DS-Version von Master Quest ist aber, dass die Spielwelt komplett spiegelverkehrt ist. Statt auf der rechten Seite, befindet sich das Dorf Kakariko nun auf der linken Seite. Ein Übergang in einem Dungeon ist nun nicht mehr links, sondern eben rechts. Dadurch muss umgedacht werden, was gar nicht mal so leicht ist, wenn man viele Stunden vorher in Hyrule verbracht hat. Schade ist aber, dass Master Quest nicht von Anfang an zur Verfügung steht, da es viele Spieler gibt, die das Original-Abenteuer bereits in und auswendig kennen und es nun nochmals spielen müssen, um an Master Quest zu gelangen.

Übrigens war es das noch nicht. Sobald auch Master Quest durchgespielt wurde, wird ein neuer Modus namens Boss Modus freigeschaltet. Hier könnt ihr nochmals gegen sämtliche Endgegner antreten, ohne das Spiel nochmals spielen oder die Dungeons mühsam lösen zu müssen. Leider haben wir es bis hierher noch nicht geschafft, da Ocarina vom Umfang her einfach zu enorm ist.

Die Shiekah-Steine: Wer Ocarina of Time bereits kennt, benötigt die sogenannten Shiekah-Steine nicht und wundert sich bloß darüber, was diese seltsam blinkenden Steine zu bedeuten haben. Die Shiekah-Steine sind völlig neu und dafür gedacht, hängengebliebenen Spielern etwas weiterzuhelfen. Sie übermitteln Link Visionen von diversen Dingen, verraten allerdings nicht allzu viel. Zum Beispiel wird gezeigt, wo sich eine der hilfreichen Feenquellen befindet. Hier bekommt ihr etwa erstmals eine Magieleiste oder diverse Zauber. Die Visionen zeigen aber uch wichtige Vorgehensweisen, um in den Hautaufgaben weiterzukommen. Das Tolle daran ist, dass euch direkt kurze Videos gezeigt werden und ihr alles damit besser nachvollziehen könnt.

Das hat uns weniger gefallen

Oben N64, unten 3DS

Hey, listen…: Im Spiel wird Link von der kleinen Fee Navi begleitet, die vor allem am Anfang hilfreiche Tipps gibt. Doch schon 1998 galt sie als nervig und ist nun offenbar sogar noch nerviger geworden. Ständig meldet sie sich zu Wort, was vor allem dann nervt, wenn man einfach nur ein paar Nebenaufgaben nachgehen oder quer durch Hyrule stapfen möchte.

Dann belästigt sie Link und somit uns regelmäßig damit, dass man doch mal der „Hauptaufgabe“ nachgehen könnte. Im Gegensatz zu damals, rät sie im 3D-Abenteuer nun sogar damit, Pausen einzulegen. Leider kann man solche Hinweise nicht deaktivieren. Schade. Trotzdem will man auf Navi dann doch irgendwie nicht verzichten – vielleicht auch aus Nostalgiegründen.

Schlusswort

The Legend of Zelda: Ocarina of Time war schon auf dem Nintendo 64 ein Meisterwerk und ist es auf dem Nintendo 3DS noch immer. Diesmal jedoch erstrahlt es in völlig neuem Glanz, die Grafik ist ein Augenschmaus und der 3D-Effekt kann sich ebenso sehen lassen, wie die komplett überarbeitete Spielwelt. Im Kern selbst hat sich nichts verändert – und das ist auch gut so. So liefert Nintendo ein Spiel, von dem man weiß, dass es genial ist – und das kann einem durch Veränderungen an dem Grundgerüst nicht genommen werden.

Es ist erstaunlich, dass ein 13 Jahre altes Spiel noch immer so fesselt und in der heutigen Zeit moderne Spiele noch immer hinter sich lassen kann. Wer Ocarina of Time von euch noch nicht kennt oder einfach mal wieder einen Blick nach Hyrule werfen möchte, sollte sich das 3D-Abenteuer nicht entgehen lassen. Ocarina of Time ist definitiv das bisher beste 3DS-Spiel und eine Legende, die man erlebt haben muss.

 

1 Kommentar Antworte

  1. sehr schöner und treffender test 😉 allerdings ist der boss modus nach dem durchspielen vom normalem ocarina of time verfügbar. Man gelangt in den Modus aber nur durch das schlafen legen im Bett von Link in Kokiri. Also hättet ihr auch testen können 😉 Der Modus hat bloß das Problem, dass man nicht gegen Ganondorf bzw. Ganon kämpfen kann. Schade , ich hätte gern die Zeit gewusst, den man kann die ja trotzdem noch bekämpfen wenn man das spiel einmal durch hat aber sonst alles supi 😉

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