Erhältlich für:

  • xbox360
  • ps3
  • pc

Faery: Legends of Avalon für PC im Test

16. Mai 2011 | 10:00 Geschrieben von : Keine Kommentare

Spiele, in denen Elfen und Feen eine Rolle spielen und die auch für Anfänger bzw. Casual-Spieler geeignet sind, fallen mir nur wenige ein. Eines davon wäre im weitesten Sinne die Zelda-Reihe. Aber auch im PC-Klassiker Zanzarah trifft man auf diese kleinen fliegenden Geschöpfe. Sehr erfrischend ist es daher, dass mit Faery: Legends of Avalon erneut dieses Thema aufgegriffen wird und die Elfen und Fenn in den Mittelpunkt stellt.

Faery: Legends of Avalon erschien vor einiger Zeit bereits für die Xbox 360 und PlayStation 3 als Downloadspiel, ist jetzt aber auch für den PC als Spiel auf DVD erhältlich. Einen etwas bitteren Nachgeschmack haben wir bei dem Preis, der sich im Grunde verdoppelt hat. Immerhin bekommt ihr bei der PC-Version eine kleine Anleitung, das Spiel auf einem Datenträger und eine Hülle. Ob das wirklich angemessen ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ansonsten habt ihr im Moment die Chance eins von insgesamt drei Exemplaren bei unserem Gewinnspiel zu gewinnen.

Doch worum geht es in dem Spiel überhaupt? Faery: Legends of Avalon spielt in einer Welt, die einst voller Leben und Magie war. Doch als die Menschen begannen, an dem Feen-Königreich zu zweifeln, verschwand die Magie und es zog ein düsterer Nebel über das Feen-Königreich, um es zu verschlingen. Einige Areale stehen kurz davor, ebenfalls von dem Neben aufgefressen zu werden. Und ihr müsst die Bedrohung natürlich aufhalten.

Bevor das Abenteuer dann aber so richtig startet, muss man sich zwei weitere Gefährten suchen. Das ist die Fee Azielle und der Gnom Bert. Der interessanteste Charakter ist hier definitiv Bert, der viel und vor allem immer in Reimen spricht.

Die Spielwelt ist in insgesamt vier Welten unterteilt, die durch Spiegel miteinander verknüpft sind. Von der Insel Avalon aus startend verschlägt es euch zum Weltenbaum Yggdrasil, später dann geht es zum Fliegenden Holländer, in eine orientalische Stadt und schließlich in eine Wüstengegend, die von einem riesigen Skarabäus getragen wird.

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Das hat uns gefallen

Ihr entscheidet: Anfangs erstellt ihr euch euren eigenen Helden. Ganz egal ob männlich oder weiblich, ob hell- oder dunkelhäutig, ob schmale oder volle Lippen. Ihr könnt euren Charakter bis ins kleinste Detail individualisieren und ihn so eine persönliche Note geben. Doch nicht nur bei der Erstellung eures eigenen Charakters müsst ihr Entscheidungen treffen, sondern auch während eures Abenteuers. Das Hauptelement in Faery sind die Quests bzw. Aufgaben, die euch die verschiedenen Charaktere aufgeben. Das sind dann zwar oftmals nur simple Such- und Bring-Aufgaben, allerdings könnt ihr bei einigen selbst entscheiden, wie ihr vorgehen wollt. Ein gutes Beispiel findet sich gleich am Anfang, wo man für Bert drei Papierseiten finden muss.

Eine davon schwimmt irgendwo im Wasser und wir suchen uns Hilfe bei einem freundlichen Fischer. Dieser möchte uns eine Muschel übergeben, mit der wir eine Meerjungfrau herbeirufen können, die uns wiedrum hilft. Doch um an die Muschel zu gelangen, müssen wir dem Fischer erst helfen und eine fiese kleine Fee verjagen. Allerdings können wir uns auch anders entscheiden und helfen dem Fischer nicht. Stattdessen lenken wir ihn ab und klauen die Muschel hinter seinem Rücken. Dass das Auswirkungen haben könnte, dürfte klar sein. Die Meerjungfrau ist mit dem Fischer befreundet und fragt uns, woher wir die Muschel haben und warum der Fischer sie uns übergab.

An anderen Stellen könnt ihr auch entscheiden, ob ihr kämpfen oder lieber einen anderen, friedlicheren Weg gehen wollt. Dabei kommt es aber auch darauf an, wie ihr euch gegenüber den anderen Charaktere verhaltet. Schmiert ihr ihnen Honig um den Mund, lassen sich Konflikte meistens friedlich lösen. Riskiert ihr aber eine dicke Lippe, könntet ihr Probleme bekommen. Das Interessante daran ist nun jedoch, dass es manche Charaktere auch gerne grob mögen und man ihnen dementsprechend lieber nicht mit netten Wortne kommen sollte. Abgesehen davon habt ihr während den Gesprächen verschiedene Auswahlmöglichkeiten und könnt diverse Fragen stellen. Rollenspiel-Anfänger dürften es wohl kaum kennen, wir wollen es aber dennoch erwähnen. Das Menü in den Gesprächen erinnert stark an das typische BioWare-Menü (Rollenspiel-Entwickler).

Das Feenbuch: Natürlich darf in einem Rollenspiel auch das obligatorische Inventar nicht fehlen. Dies und noch einiges mehr bietet das Feenbuch. Hier lassen sich zum Beispiel Aufgaben betrachten, die ihr noch vor euch oder die ihr bereits gelöst habt. Ebenfalls angezeigt werden eine Art Tagebuch, eine Weltkarte sowie Informationen zu Charakteren. Die wichtigsten Kategorien im Feenbuch sind aber das Ex-Libris und das Inventar.

Beim sogenannten Ex-Libris lassen sich Fertigkeitspunkte verteilen, die man nach einem Stufenanstieg durch Erhalt von Erfahrungspunkten erhält. Das ist nicht sonderlich komplex, sollte von euch aber durchdacht eingesetzt werden. Verschiedene Körperteile lassen sich trainieren, wodurch nicht nur das Aussehen etwas verändert, sondern man ebenfalls mit neuen Fähigkeiten ausgestattet wird. Zum Beispiel habe ich bei meinem Elf bei dessen oberen Flügeln einen Feuerball platziert und bei den unteren Flügeln ein Inferno. Mein Kopf verfügt über „Wucht“, wodurch meine Angriffe stärker werden. Meine Aura verfügt über „Heilendes Licht“, mit dem man Verbündete und sich selbst heilen und wiederbeleben kann.

Das sind nur einige wenige Beispiel und ich habe mir wirklich immer gut überlegt, wie ich meinen Helden ausstatte. Gerade das Inferno ist am Anfang sehr hilfreich, wenn man noch ein Anfänger ist. Mit Inferno werden alle Gegner gleichzeitig angegriffen und nicht nur einer, wie bei den anderen Angriffen. Jedenfalls erhaltet ihr mit der Zeit neben Heiltränken auch neue Ausrüstung in Form von Kleidung, Waffen, Armband, Stirnband und Stiefel. Und hier habt ihr richtig viele Möglichkeiten, die ihr über euer Inventar regelt. Je nachdem, für welche Ausrüstung ihr euch entscheidet, erhöht sich bei bestimmten Fähigkeiten die Effektivität. Mit einem Stirnband mit der Bezeichnung Heilung wird die Effektivität der Heilzauber erhöht. Mit einem Kleidungsstück mit der Bezeichnung hingegen kann man mehr Schaden einstecken.

Die Kämpfe: Die Kämpfe laufen in Faery rundenbasiert ab. Das will heißen, dass ihr alle Zeit der Welt habt und ohne Druck kämpft. Hier merkt man besonders, dass Faery für Rollenspiel-Anfänger entwickelt wurde. Am Anfang steht euch ein Aktionspunkt zur Verfügung, wobei ihr im späteren Spielverlauf bis zu drei solcher Aktionspunkte haben könnt. Jede Attacke kostet einen oder mehrere Aktionspunkte, so dass man immer abwägen muss, welche Attacke die richtige sein könnte.

Zum Beispiel verschlingt eine normale Attacke oder ein normaler Zauber nur einen Aktionspunkt und ihr könnt danach einen weiteren Angriff starten. Heilt ihr hingegen einen Verbündeten oder nutzt eine mächtige Attacke, so könnt ihr keinen weiteren Angriff starten, weil die Aktionspunkte in dieser Runde bereits aufgebraucht sind. Bis auf die ersten Kämpfe am Anfang, kämpft ihr im Dreierteam und startet eure Angriffe nacheinander. Danach kommen die Gegner dran und so wechselt sich alles eben ab, bis eine Seite gewonnen hat. Mittendrin dürft ihr auch Heiltränke einsetzen.

Das hat uns weniger gefallen

Keine Sprachausgabe: Sind wir heutzutage zu verwöhnt? Vermutlich. Dennoch ist es sehr schade, dass es in Faery keine Sprachausgabe gibt. Gerade auch deshalb, weil die Gespräche teilweise sehr witzig sind. Wie gerne hätte ich Bert reimen oder so manch fiesen Gesellen schimpfen gehört. Solltet ihr also nicht gerne längere Texte in Spielen lesen, so könnte Faery für euch etwas mühselig werden.

Ungünstige Steuerung: Gleich vorweg: Es ist einfach nur toll mit den Elfen durch die Gegend zu fliegen und so die gesamte Freiheit zu spüren. Die Steuerung ist im Gegensatz dazu aber nicht sonderlich gelungen. Ihr steuert euren Elf bzw. eure Fee mit der Tastatur und schaut euch mit der Maus um. Währenddessen lässt sich die Fliegerei durch die Maustasten ordentlich beschleunigen. Erstens finde ich das ein wenig zu schnell, manchmal schießt man dadurch auch über das Ziel hinaus und die Übersichtlichkeit geht dadurch etwas flöten. Zweitens ist die Steuerung der Kamera, also das Umschauen mit der Maus, einfach nur träge. Ich habe sämtliche Einstellungen so gesetzt, dass die Maus extrem schnell reagiert. Ich habe auf der Maus sogar drei Tasten, mit denen man die Maus noch schneller als üblich machen kann. Doch selbst auf den höchsten Geschwindigkeitseinstellungen ist die Kamera in dem Spiel träge und langsam.

Schlusswort

Faery: Legends of Avalon ist ein gelungenes Rollenspiel für Anfänger, die noch keine oder nur sehr wenig Erfahrung mit dem Genre haben. Rollenspiel-Veteranen hingegen sind gnadlos unterfordert und werden sich spätestens bei dem für sie viel zu eintönigem Kampfsystem einem anderen Spiel widmen. Alle anderen, die gerne mal etwas völlig Neues erleben möchten, das von seinen skurrilen Charakteren, den witzigen Dialogen und der charmanten Spielwelt lebt, sollten unbedingt einen Blick wagen. Wer nur die Hauptaufgaben absolviert, kann durchaus acht bis zehn Stunden mit Faery: Legends of Avalon verbringen. Wer alles in dem Spiel sehen möchte, für den verdoppelt sich die Spielzeit. Bis auf die nicht vorhandene Sprachausgabe, der für die PC-Version etwas erhöhte Preis und die etwas unglückliche Steuerung, gefällt mir Faery: Legends of Avalon in nahezu allen Bereichen.

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