Erhältlich für:

  • xbox360
  • ps3
  • pc

Mad Riders im Test

30. Mai 2012 | 09:00 Geschrieben von : Keine Kommentare

Entwickler Techland kennt man unter anderem  für Rennspiele wie GTI Racing oder auch Xpand Rally. Nun brachte Techland gemeinsam mit Ubisoft für PC, Xbox 360 und PlayStation 3 den neuen Arcade-Racer Mad Riders als Download-Spiel zum schmalen Preis von 9,99 Euro bzw. 800 Mirosoft-Punkten heraus. Und dafür bekommt man wirklich eine ganze Menge geboten.

Matschige Pisten gehören zu Mad Riders, wie die Butter aufs Brot.

In Mad Racers geht es mit Quads im Geschwindigkeitsrausch über Stock und Stein, während man hier und da noch ein paar Stunts ausführt. Die ersten Rennen gestalten sich eher als unspektakulär und sind im Grunde dafür gedacht, euch erst ein gewisses Gefühl für die Spielmechanik zu vermitteln. Denn das ist anfangs doch gewöhnungsbedürftig, hat man aufgrund der extrem hohen Geschwindigkeit, der steilen Hänge und der Kameraperspektive das Gefühl, als würde man mit einem Fischauge auf den Bildschirm blicken.

Tatsächlich ist dieser Fischauge-Blick das Einzige, was uns am meisten Kopfschmerzen bei Mad Riders bereitet. Es scheint so, als würde die Sicht etwas verzerrt werden, wodurch die Proportionen der Strecken gerade in steilen Kurven nicht mehr ganz so toll aussieht. Hat man sich aber daran gewöhnt und kann sich mit diesem eigensinnigen Look arrangieren, so sollte das Ganze nicht mehr groß auffallen.

Apropos Look: optisch sieht Mad Riders fantastisch aus – bedenkt man, dass es sich hier um ein reines Downloadspiel und keinen Vollpreistitel handelt. Der Look ist mit leichtem Cel-Shading überzogen, wodurch ein sehr interessanter Grafikmix auf den Bildschirm gezaubert wird. Hinzu gesellen sich hübsche Landschaften, in denen sich die Gräser und Baumkronen im Wind wiegen, während rockige Musik das Spielgeschehen anheizt. Und die kann sich wirklich hören lassen, im Gegensatz zur nervigen Menümusik.

Halsbrecherische Sprünge über weite Distanzen machen richtig Laune.

Im Menü habt ihr ganz klassisch die Auswahl zwischen Singleplayer und Multiplayer.  Die große Stärke liegt ganz klar beim Multiplayer, den ihr sowohl übers Internet als auch lokal via Systemlink spielen könnt. Leider aber entdeckten wir keinen Splitscreen-Modus, was ziemlich schade ist, immerhin würde sich Mad Riders geradezu dafür anbieten. Bevor ein Multiplayer-Rennen gestartet wird, benötigt es mindestens einen weiteren Spieler. Da wir Mad Riders noch vor dem offiziellen Release testen durften, war es nicht immer ganz so einfach, Mitspieler zu finden. Dennoch konnten wir einige spannende Rennen austragen und sind uns sicher, dass Mad Riders hier viele Fans gewinnen wird. Bis zu 12 Spieler fahren im Online-Modus gegeneinander, was eine ganze Menge ist.

Solltet ihr euch für den Singleplayer entscheiden, habt ihr ordentlich etwas zu tun. Da wäre zum Beispiel der Wettkampf, bei dem ihr acht verschiedene Umgebungen befahren könnt – egal ob das nun etwa ein dicht bewachsener Dschungel ist oder gar Ruinen. Die Umgebungen schaltet ihr nacheinander frei, indem ihr die darin enthaltenen Rennen absolviert. Am Ende warten auf euch über 45 Strecken, die sich wiederum in verschiedene Spielmodi aufteilen. Anfangs fahrt ihr ganz normale Rennen, bei denen der erste Fahrer im Ziel natürlich gewinnt. Später müsst ihr auch Stuntrennen absolvieren, bei denen ihr die höchste Punktzahl erreichen müsst, um zu gewinnen. Hier fliegt ihr beispielsweise über Rampen durch die Lüfte und lasst euer Quad rotieren, drehen und so weiter. Aber auch abseits der Lüfte könnt ihr Stunts vollführen und so Punkte sammeln, wie etwa mit dem Quad rutschen oder ganz klassisch einen Wheelie auf den hinteren Rädern machen. Mit der Zeit schaltet ihr weitere Stunts frei, die Anzahl aber bleibt überschaubar und die Stunts selbst offenbaren sich als weniger kompliziert.

Ansonsten warten noch Modi wie Rennen gegen die Zeit, Arena und Geistherausforderung auf euch. Bei Arena folgt man nicht direkt einer Strecke, sondern auf einer relativ offenen Strecke bzw. in einer Arena finden sich Kontrollpunkte, die man nacheinander anfahren muss. Auch hier gilt wie beim normalen Rennen als Erster das Ziel bzw. den letzten Kontrollpunkt zu erreichen.

Der Einsatz von Boost ist vor allem in späteren Levels ein Muss.

All diese Modi, mit Ausnahme von Geistherausforderung, finden sich im Wettkampf und bringen so genügend Abwechslung hinein. Im Wettkampf verbringt man auch eine längere Zeit, wenn man alle Strecken freischalten möchte. Apropos freischalten – im Laufe des Spieles schaltet ihr auch immer bessere Quads frei, die  sich unter anderem in ihren Eigenschaften unterscheiden. Einige haben mehr PS, andere verhalten sich auf der Strecke agiler und manche sind in der Luft besser steuerbar. Die fahrbaren Untersätze dürft ihr optisch noch ein wenig umgestalten und neben einer Lackierung auch die Farben wählen. Dabei könnt ihr sämtliche Kleinteile in den verschiedensten Farben lackieren und so eurem Quad eine persönliche Note verleihen. Nicht ganz so individuell anpassen lässt sich der Fahrer, dennoch dürfen verschiedene Aussehen gewählt werden – ganz klassische Fahrerkleidung oder etwas Auffälligeres, wie etwa eine Mumie oder einen Affen.  Übrigens lassen sich später auch Buggys freischalten, die noch etwas mehr Frische in das Spiel einbringen. Sie sind zwar leistungsstark, sind in der Beschleunigung fixer, haben einen sich regenerierenden Boost und sind robust – dafür sind sie etwa für Stunts weniger geeignet.

Um Mad Riders noch ein wenig Würze zu verleihen und keine stocksteifen Rennen zu bieten, werden die Runden durch Abkürzungen, mehrere Abzweigungen und Boost-Symbole versehen. Die Boost-Symbole sind auf den Strecken verteilt und laden euren Boost auf. Und darauf sollte nicht verzichtet werden, sind diese doch gerade bei Fahrfehlern und den immer stärker werdenden gegnerischen Fahrern äußerst hilfreich. Ebenso finden sich auf der Rennstrecke blaue Symbole, mit denen sichbeispielsweise Tore öffnen lassen, um so eine Abkürzung mitten im Rennen freizuschalten. Leider nutzen die Computergegner diese Möglichkeit kaum, weshalb das Feature erst im Multiplayer so richtig Spannung erzeugt.

Die Steuerung selbst geht locker von der Hand und bietet auch nicht so viele Funktionen, um überladen zu wirken. Die Stunts vollführt man ohnehin nur in den Stuntrennen und erfordern einen Button (ein Stunt benötigt einen weiteren) und einen Joystick. Ähnlich ist es auch bei den normalen Rennen – ihr müsst nur Gas geben, bremsen (geht größtenteils auch ohne), lenken, Boost zünden und evtl. ein Abkürzungstor öffnen. Klingt doch einfach, oder? In der Luft habt ihr zusätzlich noch die Möglichkeit, durch das Neigen des Quads die Sprünge zu verkürzen oder zu verlängern – enorm hilfreich, um auf bestimmten Stellen zu landen oder durch Reifen zu fliegen, die Boost-Symbole enthalten.

Fazit

Mad Riders ist ein durchweg gelungenes Arcade-Rennspiel, das sich locker mit der Referenz in dem Genre der Off-Road-Racer messen kann. Extreme Geschwindigkeiten, Sprünge teilweise hunderte Meter in die Tiefe, ein flaues Gefühl in der Magengegend und vor allem genug Umfang, um eine längere Zeit zu beschäftigen. Und das für gerade einmal nur 9,99 Euro bzw. 800 MS Points. Wer auf halsbrecherische Stunts steht und matschige Pisten mag , der kommt um Mad Riders einfach nicht herum.

Leider gibt es ein paar Dinge, die uns weniger gefallen haben. Da wäre einmal die Fischaugen-Optik, die trotz der hübschen Grafik doch den ein oder anderen vergraulen könnte. Man hat wirklich das Gefühl, an einigen Stellen beschwipst zu sein, was aber offenbar so gewollt ist, um die extremen Geschwindigkeiten und die knackigen Kurven besser zur Geltung zu bringen. Außerdem vermissen wir einen Splitscreen-Modus, den wir gesucht und gesucht, aber einfach nicht gefunden haben. Schade, bietet sich Mad Riders doch dafür an.

Alles in allem müssen Rennspiel-Fans hier einfach zugreifen. Wer eine Xbox 360 hat, kann Mad Riders wie gewohnt erst antesten.

Sei der Erste, der einen Kommentar schreibt.

Anmelden Schreibe einen Kommentar ( Gast )

(*)

(wird nicht veröffentlicht) (*)

Danach suchten andere Leser:

  • mad riders xbox
  • mad.riders pc
  • mad riders
  • mad riders release
  • quad
  • fischauge optik iphone
  • pc mad riders test