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Pilotwings Resort im Test

28. März 2011 | 10:00 Geschrieben von : Keine Kommentare

Statt Mario oder Zelda bringt Nintendo zum Start des 3DS eine Spielereihe auf den neuen Handheld, die gut vor 15 Jahren in der Versenkung verschwand. Die Rede ist von Pilotwings, das erstmals auf dem SNES Anfang der Neunziger sein Debut feierte und auf dem N64 ebenfalls wie auf dem SNES und Nintendo 3DS zum Startaufgebot gehörte.

Pilotwings Resort spielt auf einer Insel, die einige von euch bestens kennen dürften. Es ist mal wieder Wuhu Island, das bereits in Wii Fit und Wii Sports Resort mit verschiedenen Aktivitäten bei Laune hielt. Und daher kommt es auch immer wieder vor, dass man auf bekannte Flecke trifft, wie etwa einen Tennisplatz oder die Kendo-Arena.

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Das hat uns gefallen

Flieger, grüß mir die Sonne: Das Spielprinzip von Pilotwings Resort hat sich im Vergleich zu den beiden Vorgängern kaum verändert. Noch immer setzt ihr euch ans Steuer eines Fluggerätes und fliegt über die Insel. Insgesamt gibt es drei verschiedene Flugklassen, wie Flugzeug, Raketengurt bzw. Jetpack und Hängegleiter. Später schaltet ihr weitere Fluggeräte frei, darunter einen Düsenjet oder einen Tretgleiter, die von der Steuerung her identisch zu ihren Klassen sind.

Das Schöne hier ist allerdings, dass sich jedes Fluggerät anders anfühlt und andere Vorzüge oder Nachteile mit sich bringt. Während der Düsenjet schneller als das normale Propellerflugzeug ist, ist der Tretgleiter etwas träger als der Hängegleiter und benötigt ständig Fußarbeit. Zwar sind die Gleiter ruhiger zu steuern als Flugzeuge und Jetpacks, dafür müssen sie hin und wieder thermische Aufwinde passieren, um in die Lüfte steigen zu können. Richtig viel Spaß macht auch der bereits angesprochene Raketengurt, mit dem ihr punktgenau landen und schnelle Wendemanöver vollführen könnt. Der Haken: Der Treibstoff neigt sich irgendwann dem Ende.

Zweierlei ist besser als Einerlei: Die Fluggeräte könnt ihr entweder im Missions- oder im Freiflug-Modus über die Insel scheuchen. Letzterer ist allerdings nicht direkt das, was man dahinter jetzt erwarten würde. Statt nach Lust und Laune stundenlang dort seine Runden drehen zu können, muss man sich auf die Suche nach Ballons, I-Ringe und Stuntringe begeben, während die Spielzeit leider begrenzt ist. Mit dem Zerplatzen von Ballons erhält man weitere Zeit für den Freiflugmodus, wobei allerdings nicht jeder Ballon von jedem Fluggerät zerplatz werden kann. Manche lassen sich nur mit dem Flugzeug und andere wiederum nur mit dem Hängegleiter zerplatzen. Durch das Durchfliegen von Stuntringen, während man kleinere Tricks vollführen muss, schaltet man Dioramen frei, die letztendlich anschaubare und drehbare Modelle der Fluggeräte darstellen. Mit den sogenannten I-Ringen lassen sich sogar weitere Tageszeiten freischalten – neben Sonnenschein auch Dämmerung und Nacht. Da die gesamten Extras nicht auf der Inselkarte auf dem unteren Bildschirm angezeigt werden, erstreckt sich die Suche danach über eine längere Zeit.

Für gelungene Herausforderungen sorgt hingegen der Missions-Modus, der fünf Schwierigkeitsstufen sowie 39 Missionen bietet. Angefangen von Anfänger über Silber bis hin zu Platin. Bevor ein neuer Schwierigkeitsgrad freigeschaltet wird, müssen je Schwierigkeitsstufe 18 Sterne gesammelt werden. Je Mission sind maximal drei Sterne drin, doch irgendwann kommt der Zeitpunkt, da schafft man einen oder auch gar keinen Stern. Daher versucht man es immer und immer wieder, die restlichen Sterne zu ergattern, selbst wenn man die nächste Stufe bereits freigespielt hat. Die Motivation ist irgendwie immer da, auch wenn man die gleiche Mission zum zehnten Mal angeht. Das liegt zum einen an den kurzen Missionen, die kaum über drei Minuten lang sind. Zum anderen liegt das auch an der Abwechslung, die diese Missionen mitbringen. Da müsst ihr etwa Feuer mit einem Flugzeug löschen und zwischendurch im Wasser landen, um Wasser zu tanken. Oder aber ihr „sammelt“ mit dem Raketengurt Ufos unterwegs ein, um sie zu ihrem Mutterschiff zurückzubringen. Und dann gibt es auch Missionen, in denen ihr ganz einfach über die Insel gleitet, während ihr Ringe durchfliegt. Oder ihr schießt mit dem Flugzeug und einem Fadenkreuz auf Zielscheiben und erntet so Punkte.

Nahezu fast immer müssen die Fluggeräte nach einer Mission wieder heruntergebracht und sicher gelandet werden. Gleiter und Raketengurt werden dabei auf einer schwebenden Plattform gelandet, in der sich mittig eine Zielscheibe oder vielmehr ein Punktekreis befindet. Landet man genau in der Mitte und kommt sanft auf, gibt es dafür mehr Punkte. Das Flugzeug hingegen landet im Wasser auf einer Bahn.

Der WOW-Effekt: Kommen wir aber zum wohl derzeit wichtigsten Bestandteil bei 3DS-Spielen. Der 3D-Effekt ist im Gegensatz zu einigen anderen 3DS-Starttiteln nicht nur schmuckes Beiwerk, sondern hat auch spielerischen Mehrwert. Dadurch sich der eigene Mii mitsamt des Fluggerätes vom Hintergrund abhebt, lassen sich die Entfernungen viel besser abschätzen, wodurch sich die Fluggeräte nicht nur genau landen lassen, sondern man mit ihnen auch millimetergenau durch Brücken und Höhlen fliegen kann.

Und daran ist letztendlich das neue Schiebe-Pad, wie Nintendo es nennt, nicht ganz unschuldig. Dadurch könnt ihr die Fluggeräte noch exakter und genauer steuern, als jemals zuvor. Dabei solltet ihr aber auch mit dem 3D-Slider etwas herumexperimentieren, da zumindest für mich die maximale 3D-Einstellung bei Pilotwings Resort sehr unangenehm ist. Das liegt hauptsächlich daran, dass das Fluggerät dann zu stark vom Hintergrund abgehoben wird. Als angenehm entpuppte sich hingegen eine mittlere 3D-Einstellung. Ansonsten sieht das Spiel optisch ziemlich gut aus, auch wenn natürlich nach oben hin viel Luft ist. Dinge wie flatternde Flügel, verschiedene Tageszeiten und auch aus dem Bildschirm herausstechende Kondensstreifen sowie Wasserspritzer sind ein Fest für die Augen.

 

Das hat uns weniger gefallen

Geringer Umfang: Auch wenn die Größe der Insel in Ordnung geht und man mit den beiden Spielmodi durchaus etwas länger vor dem Bildschirm gefesselt wird, so ist der Umfang doch sehr gering. Wer den Missions-Modus angeht und nacheinander die Sterne freischaltet, kann das in wenigen Stunden schaffen – auch wenn es sehr viel Schweiß und Nerven kostet. Ob die Jagd nach Punkten auf Dauer für genügend Spaß und Abwechslung sorgen wird, darf bezweifelt werden. Eine weitere Insel mit zusätzlichen Herausforderungen wäre wünschenswert gewesen. Dennoch: Spielt ihr im Freiflug-Modus weitere Spielzeit frei, steht einem längeren Ausflug über Wuhu Island nichts mehr im Weg.

Schlusswort

Pilotwings Resort ist das typische Nintendo-Starterspiel. Einfach in der Steuerung zu erlernen, zeigt die technischen Neuerungen der Konsole mit Bravour, bietet einen überschaubaren Umfang und lockt neben Gelegenheitsspielern auch eingefleischte Nintendo-Fans hinter dem Ofen hervor. Gerade durch den tollen 3D-Effekt, der bislang zu einem der besten unter den 3DS-Spielen gehört, ist Pilotwings Resort ein Spiel, das in keiner 3DS-Sammlung fehlen darf.

Der 3D-Effekt macht nicht nur optisch einiges her, sondern wurde spielerisch sinnvoll integriert, um etwa besser Entfernungen abschätzen zu können. Für ein Flugspiel eine nicht zu unterschätzende Wichtigkeit. Trotz des geringen Umfanges von nur zwei Spielmodi, greift man immer wieder zum Modul, um nur mal ein paar Minuten über, unter und durch Wuhu Island zu fliegen, da die Steuerung enorm angenehm und unkompliziert ist, man immer wieder ein paar neue Details auf der Insel entdeckt und man sich einfach dabei entspannen kann.

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