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Test: Skate 3

19. Juni 2010 | 11:39 Geschrieben von : Keine Kommentare

Musste man sich in den ersten beiden Skate-Ablegern noch zum Super-Skater hochskaten, ist man in Skate 3 nun eine Skater-Legende. Trotzdem geht man nach wie vor seinem größten Interesse nach. Und das ist ein Brett mit vier Rollen. Diesmal müsst ihr durch euer Können die Leute überzeugen, dass sie euer Deck bzw. Board kaufen. Ihr gründet nämlich ein eigenes Skateboard-Team und versucht so viel Geld wie möglich zu scheffeln bzw. Decks zu verscherbeln.

Zu Beginn des Spieles kommt dabei dem besten Freund die Idee, eine eigene Skateboard-Marke auf die Beine zu stellen. Nach und nach holt man sich mehrere Leute ins eigene Team, darunter auch einen Kommunikationsstudent, der für uns die Promotionvideos dreht. Danach geht quasi alles Schlag auf Schlag und versucht in aller Öffentlichkeit die Leute durch Können von den eigenen Brettern zu überzeugen.

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Das hat uns gefallen

Die Herausforderungen: In der völlig freibegehbaren Stadt gibt es allerlei Herausforderungen zu meistern, die ihr ganz einfach anfahren oder über das Menü durch die Schnellreisefunktion anwählen könnt. Jede Herausforderung stellt eine Art Promotion dar, wodurch man sein Team bewirbt und anschließend mehr Decks verkaufen kann. So könnt ihr etwa Fotos schießen oder ein Video filmen lassen, mit anderen Skatern Rennen fahren oder vor Publikum in einem Contest Tricks vollführen, sich Knochen brechen oder einen Profiskater herausfordern. Die Möglichkeiten sind enorm und bieten viel Abwechslung. Ihr könnt euch dabei immer heraussuchen, was ihr gerade machen möchtet. Meistens bestreitet ihr die einzelnen Herausforderungen allein, doch es gibt auch Team-Herausforderungen, wo ihr dann mit einem Teammitglied antretet und gemeinsam Punkte holt.

Während der Herausforderungen könnt ihr teilweise sogenannte Session Marker einsetzen, die ihr ganz einfach mittels eines Buttons an eine beliebige Stelle setzt und ihr euch später an die gleiche Stelle beamen könnt. Das hat einen ganzen angenehmen Vorteil, auf den man nicht mehr verzichten möchte. Versucht man etwa gerade ein passendes Foto zu schießen und der Trick geht am Ende schief, könnt ihr euch schnell wieder zur Anfangsposition setzen, wo ihr den Session Marker platziert habt.

Spielerisch Klasse statt Masse: Im Gegegensatz zur Konkurrenz müssen nicht gefühlte zehn Buttons gleichzeitig gedrück werden, um einen spektakulären Move zu vollführen. Stattdessen kommt ein innovatives System namens FlickIt zum Einsatz, das jeder leicht erlernen kann. Hauptsächlich ist der rechte Analogstick der Hauptakteur, wodurch die Tricks ausgelöst werden. Kombiniert man das dann noch mit einem Button nach Wahl, kann daraus schonmal ein halsbrecherischer Grind oder ein langer Gap entstehen. Und obwohl die Möglichkeiten hier enorm vielfältig sind, müsst ihr fast nie zwei Buttons gleichzeitig drücken. Wer möchte, kann auch ein Analysetool verwenden, durch das ihr genau sehen könnt, wie ihr die einzelnen Gesten mit der FlickIt-Steuerung ausführt, womit ihr euch letztendlich verbessern könnt.

Ausführliches Tutorial: Und damit das mit der Steuerung auch ohne Probleme klappt und ihr Ollis, Gaps und Grinds landen könnt, steht euch Coach Frank mit einem ausführlichen Tutorial zur Seite. Wer Skate in seinem ganzen Leben noch nicht gespielt hat, für den ist das Tutorial durchaus angebracht. Wer hingegen die Vorgänger kennt, der wird auch mit Skate 3 ohne Tutorial zurecht kommen. Ein paar neue Tricks sind dann aber doch dabei. Coach Frank, der nicht nur die Stimme von Jason Lee (bekannt aus My name is Earl und als Profiskater), sondern auch dessen Aussehen hat, ist äußerst witzig und hat immer einen flotten Spruch auf Lager. Das Tutorial weist dadurch einen großen Unterhaltungswert auf.

Freibegehbare Stadt mit Humor: Widmen wir uns doch mal direkt der freibegehbaren Stadt Port Caverton. Die Stadt kann, wie bereits erwähnt, völlig frei erkundet werden. Fast jede Ecke ist belebt, wo man auf andere Skater oder einfach nur Studenten, Autofahrer, Arbeiter und ältere Menschen trifft. manche Leute versuchen sich mit euch zu unterhalten und auch gerne mal ein paar lustige und aber auch gemeine Sprüche heraushauen.

Port Caverton könnte nicht abwechslungsreicher sein, denn mit der Zeit begegnen euch Orte wie ein Campus einer Universität, Abwasserkanäle, Baugruben, alte Schiffe, (Skate-)Parks, Industriegelände, Sportplätze, und vieles mehr. Und das Tolle daran ist, dass man verschiedene Seiten der Stadt kennenlernt, die sich nicht nur optisch, sondern auch spielerisch voneinander unterscheiden. Und wer keine Lust hat, die Welt vom Skateboard aus zu erkunden, kann auch vom Brett absteigen und die Stadt zu Fuß begehen.

Multiplayer at it’s best: Die wichtigste Neuerung zuerst: Skate 3 kann man jetzt auch mit Spielern online spielen, die außerhalb von Deutschland kommen. Man ist im Gegensatz zum Vorgänger nicht mehr an den nationalen Bereich gebunden. Online könnt ihr ebenfalls euer eigenes Team gründen und versuchen die Boardverkäufe anzukurbeln. Der Online-Modus ähnelt in dieser Beziehung stark dem Singleplayer. Und das macht sogar teilweise mehr Spaß, denn das eigene Team konkurriert gleichzeitig mit anderen Teams aus der ganzen Welt. Man bastelt sich sein eigenes Logo, sucht sich einen Teamnamen und akkrediert Teammitglieder. Man kann zudem andere Teams über eine Suche finden und sich ihr Material (Fotos, Videos) anschauen. Sehr interessant ist auch das Feature namens Skate.Feed, über das sich News, neu hochgeladene Fotos und Videos sowie die Aktivitäten von Freunden begutachten lassen. Der Haken: Wer all das nutzen möchte, muss erst den beiliegenden Code eingeben. Gebrauchtkäufer schauen hier in die Röhre.

Skate.Create: Was darf in Skate 3 nicht fehlen? Natürlich ein Skatepark-Editor. Mit dem Tool lassen sich, wie zu erwarten, eigene Parks kreieren, die mit allerlei Objekten ausgestattet werden können. Das Tool lässt sich etwas schwerfällig bedienen, funktioniert jedoch wunderbar. Durch die Eroberung von Grundstücken lassen sich neue Skateanlagen freischalten und anschließend bestücken. Im Grunde ist nahezu alles möglich und die Grenzen werden erst sehr viel später aufgezeigt. Ihr könnt die Objekte bzw. Geländeteile nämlich nicht nur drehen und beliebig anbringen, sondern auch an die Wand klatschen oder gar in der Luft schweben lassen. Dadurch tun sich unendlich viele Möglichkeiten auf.

Grandiose Musik: Musikalisch beweist EA mal wieder Geschmack und lässt altbekannte Künstler auf die Ohren los. Insgesamt 46 verschiedene Musikstücke werden euch geboten, die von Pop bis hin zu Rock und Hip Hop gehen. Darunter findet ihr etwa die Beastie Boys, Johnny Thunder & The Heartbreakers, No Age, The Girls und Neil Diamond. Was will man mehr? Die Musik lässt sich übrigens jederzeit per Knopfdruck wechseln. Ihr müsst also nicht erst abwarten, bis euer Lieblingssong gespielt wird.


Das hat uns weniger gefallen

Teilweise lange Ladezeiten: Das nervigste und größte Problem, das ich mit Skate 3 habe, sind die teilweise langen Ladezeiten. So kann schonmal eine halbe Minute vergehen, bis man in das Spiel kommt. Während des Skatens durch die freibewegehbare Welt entstehen jedoch keine Ladezeiten, was immerhin ein kleiner Lichtpunkt ist. Aber: Lädt man ein Event bzw. eine Herausforderung, egal ob durch Schnellreisefunktion über das Menü oder durch direktes Annehmen in der Welt, dann dauert es realativ lange, bis man starten kann. Und möchte man das aktuelle Event von vorne beginnen, so holt sich Skate 3 jenes nicht direkt aus dem Speicher, sondern lädt es erneut. Das ist gerade bei den Deathraces ziemlich blöd, da man dort durchaus öfters verliert.

Server oft überlastet: Wer die Onlinefeatures verwenden möchte, muss ab und zu etwas Geduld mitbringen. Die Server sind oft überlastet und nicht erreichbar. Das ist unschön und vor allem sehr nervig, was nicht zuletzt auch daran liegt, dass das Spiel immerhin schon ein paar Wochen erhältlich ist und sich bei der Stabilität nicht gerade viel getan hat.


Schlusswort

Die Neuerungen in Skate 3 fallen im Vergleich zum Vorgänger zwar diesmal nicht ganz so üppig aus und einiges fühlt sich teilweise wie aufgegossen an, doch dafür macht es einiges besser. Gerade im Multiplayer liegt der Fokus stark auf Community, was der Skate-Reihe frischen Wind durch die gräulichen Haare bläst. Wer lieber alleine spielt, der erhält eine tolle Singleplayer-Erfahrung – auch wenn keine richtige Story geboten wird. Und selbst Skate-Neulinge, die mit Skaten allgemein nicht viel anfangen können, werden ihren Spaß haben. Besonders gefallen hat uns die intuitive Steuerung, die bestens von der Hand geht und keine verkrampften sowie verknoteten Finger zulässt. Skate 3 ist das derzeit beste Skateboard-Spiel und der Konkurrenz um Längen voraus.

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