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The Fall Trilogy Kapitel 2 – Der Neuanfang im Test

8. Mai 2011 | 10:00 Geschrieben von : Keine Kommentare

Nachdem uns The Fall Trilogy Kapitel 1 – Die Trennung sehr viel Spaß gemacht hat und die Geschichte am Ende an Spannung aufbaute, haben wir nun den zweiten Teil vor uns liegen. Der nennt sich The Fall Trilogy Kapitel 2 – Der Neuanfang und knüpft direkt an das erste Spiel bzw. Kapitel an.

Auch diesmal schlüpft ihr wieder in die Rolle eines unbekannten Mannes, der nach einem erneuten tiefen Fall leicht benommen aufwacht. Diesmal befindet er sich jedoch an einem anderen Ort und muss auch hier so allerlei Rätsel lösen. Erneut kommen einem erneut diverse Fragen in den Kopf: Wer ist der Mann? Wird er seine Familie wiedersehen? Und was passiert da eigentlich?

Wie bereits im ersten Kapitel, wählt ihr zu Beginn einen Schwierigkeitsgrad aus. Sollte euch der Vorgänger etwas zu schwer gewesen sein, dann versucht dennoch den höchsten Schwierigkeitsgrad zu nehmen. Kapitel 2 scheint doch etwas leichter zu sein. Jedenfalls liegt auch diesmal wieder der Unterschied zwischen dem leichten und dem höheren Schwierigkeitsgrad darin, dass sich die Zeiten der Regeneration von Hilfestellungen sowie den Varianten der Rätsel je nach Schwierigkeit in die Länge ziehen. Durch die Regeneration von Hilfestellungen kann man wie gewohnt manche Rätsel überspringen oder in Wimmelbildspielen Objekte anzeigen lassen.

Das hat uns gefallen

Vom Tempel ins Büro: Der Kontrast zwischen The Fall Trilogy Kapitel 2 – Der Neuanfang und dem Vorgänger ist enorm und völlig erfrischend. Statt erneut in einem Tempel Rätseln nachzugehen, wacht ihr in einem Bürogebäude auf, das recht steril wirkt. Die Umgebung ist größtenteils „sauber“, sehr hell, kalt und etwas übersichtlicher. Ihr bewegt euch zwischen den Ebenen in dem Gebäude mit einem Fahrstuhl hin und her, was sehr schnell und intuitiv funktioniert. Kameras an der Decke vermitteln euch ständig ein mulmiges Gefühl in der Magengegend. An einer Stelle befindet ihr euch auf dem Dach des Bürogebäudes und könnt in die Ferne schauen. Diese Szene gehört mit zu den schönsten, da es hier viele Details zu bewundern gibt und man auf einem Glasdach steht, durch das man direkt auf die Straße schaut.

Adventure trifft Wimmelbildspiel: Das Besondere am Vorgänger war, dass Adventure- und Wimmelbild-Fans gleichermaßen bedient wurden. Und daran hat sich glücklicherweise nichts geändert. Erneut dürft ihr zwischen zwei Kameraperspektiven wählen. Wählt ihr die 360°-Ansicht, dann könnt ihr die Kamera mit der Maus um 360° schwenken und euch somit frei in der Umgebung umschauen. Mit der klassischen 2D-Ansicht hingegen wählt ihr über Pfeile an den Rändern die Szenen aus. Wir empfehlen aber die 360°-Ansicht, da alles viel übersichtlicher wirkt.

Die Rätsel wirken hingegen etwas einfacher, sind aber dennoch knackig. Die Spielzeit wird leicht in die Länge gezogen, indem man immer wieder Kameras aktivieren und deaktivieren muss. Das ist aber nicht weiter schlimm, sondern hebt die Atmosphäre in dem sonst so leblosen Gebäude an. Je nachdem, in welchen Bereich ihr auf der Hauptetage Nummer 13 betreten wollt, müsst ihr erst Kameras aus- und einschalten. Immerhin wollt ihr ja nicht enttdeckt werden. Das ist aber auch gar nicht möglich, schließlich warnt uns unser Charakter immer, sobald man einen Bereich mit einer aktivierten Kamera betreten möchte.

In einigen Passagen sucht ihr in bester Wimmelbildmanier Objekte, wobei einige von ihnen gar nicht mal so einfach zu finden sind. In anderen Passagen habt ihr etwa Schiebepuzzles, knackt Codeschlösser, müsst Chemikalien zusammensuchen oder einfach Puzzles lösen.

Etwas schade: Kapitel 2 hat auch ungenutztes Potential. Es gibt in einem Raum eine kleine Ausstellung von Kunstwerken, die verschiedenen Zeitepochen zuzuordnen sind. Leider werden diese kaum in Rätsel einbezogen, was im Vergleich zum ersten Kapitel dann doch etwas verwundert.

Sehr schön: Das Inventar, das in Kapitel 1 einfach viel zu umständlich war, wird auf ein Minimum reduziert.

Gelungene Sprachausgabe: Auch diesmal müssen wir einfach wieder die Sprachausgabe loben, die in solchen Spielen heutzutage nicht selbstverständlich ist. Wenn man eine Stimme hört, dann ist es meist die von unserem Charakter, der viele Dinge und Aktionen kommentiert. Im Gegensatz zu Kapitel 1 hört man diesmal allerdings nicht die Stimmen von Lisa und David, bzw. die der Frau und des Sohnes vom eigenen Charakter. Die zweite Stimme, auf die ihr selten trefft, lässt sich nicht genau zuordnen. Sie kennt den Charakter offenbar und gibt ihm auch einen Namen, den wir hier jedoch nicht nennen möchten, um nichts zu verraten. Sehr mysteriös.

Das hat uns weniger gefallen

Etwas leblos: Ob man es hätte anders machen können? Sicherlich. Im gesamten Spiel kommt ihr nur einmal in eine Situation, in der vor eurer Nase ein Unbekannter auftaucht. Aber sonst, sieht man mal von Selbstgesprächen und einigen Aufnahmen ab, so ist das Bürogebäude trotz Sicherheitsleute sehr leblos. Ihr trefft auf keinerlei Menschen oder wenigstens ein paar kleinere Tiere, außer ein paar Schmetterlingen. Und die Leblosigkeit merkt man vor allem dann, sobald man sich auf der bereits angesprochenen Szene mit dem Dach befindet. Schaut man auf die Straßen, scheint die Stadt wie ausgestorben zu sein.

Schlusswort

Nach dem tollen Einstieg, wird uns mit The Fall Trilogy Kapitel 2 – Der Neuanfang eine nicht weniger tolle Fortsetzung serviert. Was sofort auffällt und frischen Wind in das Spiel bringt: Statt in einen Tempel, geht es diesmal in ein steriles und leider lebloses Bürogebäude. Statt jahrtausend alte Anlagen, müsst ihr diesmal moderne Technik meistern. Somit unterscheiden sich die Rätsel im Vergleich zu Kapitel 1 natürlich grundlegend, bleiben vom Grundprinzip her aber in etwa ihrer Linie treu.

Auch gefallen haben uns wieder die deutsche, sehr gute Sprachausgabe sowie die Mischung aus Adventure und Wimmelbildspiel. Etwas schade ist die Leblosigkeit und die dadurch nicht auftauchende Angst, die man normalerweise spüren sollte, da das Bürogebäude von Sicherheitspersonal bewacht wird. Ansonsten dürft ihr euch trotz teilweise etwas einfacherer Rätsel auf ein kleines Stückchen mehr Spielspaß freuen. Gebraucht haben wir im Vergleich zum Vorgänger eine Stunde mehr und somit knapp 6 Stunden – inklusive der Nutzung einiger Hilfestellungen, während wir relativ schnell durch die Geschichte kamen. Da jedes der Kapitel 9,99 Euro kostet, solltet ihr zugreifen.

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